Diplomarbeit, 2009
91 Seiten, Note: Sehr Gut
1 Einleitung
4 Definition Web 2.0
4.1 Entstehung des Web 2.0
4.2 Vom Spezialisten-Web zum Jedermann-Web
4.3 Kerngedanken des Web 2.0
4.4 Das Internet als Betriebssystem
4.5 Kollektive Intelligenz und Social Software
5 Projektmanagement mit Social Software
5.1 Definition von Projektmanagement 2.0
5.2 Virtuelle Teamarbeit
5.3 Webanwendungen im Projektmanagement
5.4 Groupware versus Social Software
5.5 Projektkommunikation mit Weblogs
5.6 Projektkoordination und Dokumentation mit Wikis
5.7 Der Faktor Mensch beim Projektmanagement
6 Hintergrundinformation zur empirischen Studie
6.1 Vorteile und Nachteile von Online-Umfragen
6.2 Aufbau des Fragebogens
7 Ergebnisse der Umfrage
7.1 Fragen zum Unternehmen und zur Person
7.2 Projekteigenschaften
7.3 Wikis
7.4 Online-Projektmanagement-Tools
7.5 Blogs
7.6 Probleme
8 Schlussfolgerungen
8.1 Allgemein
8.2 Anwendungsfelder
8.3 Ziele
8.4 Nutzen
8.5 Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht den praktischen Einsatz, die Verbreitung und den wahrgenommenen Nutzen von Web 2.0-Anwendungen (insbesondere Wikis, Blogs und Online-Projektmanagement-Tools) im modernen Projektmanagement anhand einer empirischen Online-Umfrage im deutschsprachigen Raum.
4.3 Kerngedanken des Web 2.0
Der Kerngedanke der Web 2.0-Idee ist das Miteinbeziehen der Nutzerin bzw. des Nutzers und das Ausnutzen dieser kollektiven Intelligenz zum Vorteil aller daran Beteiligten. Jede Nutzerin und Nutzer besitzt lediglich über beschränktes Wissen, aber durch den unbeschränkten Austausch von Wissen und Erfahrungen können enorme Mengen an Information gesammelt, strukturiert und als Informationsquelle den Nutzerinnen und Nutzern zur Verfügung gestellt werden.
Einfache Applikationen wie Wikis, Blogs, ICQ oder Skype stellen die technische Basis dar, um Nutzerinnen und Nutzern die Möglichkeit zu bieten, ohne Programmierkenntnisse Inhalte zu veröffentlichen bzw. weltweit ohne hohe Kosten zu kommunizieren. Durch einfache Installation und Bedienung fangen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kleiner und großer Unternehmen an, Social Software Tools am Arbeitsplatz ohne das Wissen ihrer Führungskräfte einzuführen.
Ein gutes Beispiel für das Ausnutzen kollektiver Intelligenz durch die Mitwirkung der Kundinnen und Kunden bzw. Nutzerinnen und Nutzern erläutert Chris Anderson bei der Recherche und Arbeit an seinem Buch „Free Economy“. Er beschreibt Kernideen und stellte Textbausteine auf seinem Blog online zur Verfügung. Diese seinen Leserinnen und Lesern zur Verfügung gestellten Texte wurden von ebendiesen diskutiert und kritisiert. Was vorher für viele Autorinnen und Autoren unvorstellbar war, nämlich vor der Fertigstellung eines Buches wichtige Teile öffentlich zugänglich zu machen, wurde für Chris Anderson zur Erfolgsgeschichte.
Die von den Nutzerinnen und Nutzern unentgeltlich zur Verfügung gestellten Kommentare und die offene Kritik waren für den Autor sehr wertvoll für die Weiterentwicklung seines Buches. Viele Ideen von Nutzerinnen und Nutzern wurden in das Buch integriert. Nicht zuletzt ist durch die teilweise Vorveröffentlichung und die vielen Berichte in Medien und Blogs ein unschätzbarer Werbewert entstanden. Anderson beschreibt diese Phänomen in seinem Buch „The Long Tail“ mit dem Wort „Crowdsourcing“: „Die so genannte „Peer Production“ (man spricht von Peer Production, wenn viele unentgeltlich und uneigennützig an einer Produktentwicklung teilnehmen z.B. Open-Source) hat eBay, Wikipedia, Craigslist und MySpace geschaffen und Netflix mit Hunderttausenden von Filmkritiken versorgt. […] Beispiele dafür, wie Kunden etwas freudig umsonst erledigen, wofür sonst die Unternehmen ihre eigenen bezahlten Angestellten hätten einsetzen müssen.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Internets für das Projektmanagement und formuliert das Ziel, die Auswirkungen und den Einsatz von Web 2.0-Anwendungen empirisch zu erforschen.
4 Definition Web 2.0: Dieses Kapitel definiert Web 2.0 als grundlegenden Wandel hin zur Partizipation, kollektiven Intelligenz und nutzergenerierten Inhalten statt reiner Konsumation.
5 Projektmanagement mit Social Software: Das Kapitel überträgt das Konzept des Web 2.0 auf das Projektmanagement (Projektmanagement 2.0), thematisiert virtuelle Teamarbeit und vergleicht Groupware mit Social Software.
6 Hintergrundinformation zur empirischen Studie: Es werden die methodischen Überlegungen für die Online-Umfrage, einschließlich der Vor- und Nachteile dieser Methode und des Aufbaus des Fragebogens, dargelegt.
7 Ergebnisse der Umfrage: Dieser Abschnitt wertet die erhobenen Daten zu den Rollen der Teilnehmer, den Projekteigenschaften sowie dem Einsatz und Nutzen spezifischer Tools wie Wikis, Blogs und Online-Projektmanagement-Anwendungen aus.
8 Schlussfolgerungen: Hier werden die Ergebnisse interpretiert und der Schluss gezogen, dass Web 2.0-Tools großes Potenzial für die Projektarbeit bieten, wobei kulturelle Faktoren und Akzeptanz als zentrale Herausforderungen für die Implementierung identifiziert werden.
Web 2.0, Projektmanagement, Social Software, Kollaboration, Wikis, Blogs, Online-Projektmanagement, Kollektive Intelligenz, Virtuelle Teams, Wissensmanagement, Online-Umfrage, Empowerment, Kommunikation, Peer Production, Crowdsourcing.
Die Arbeit untersucht den Einfluss und den Nutzwert moderner Web 2.0-Anwendungen innerhalb von Projektmanagement-Strukturen und evaluiert deren Verbreitung in der Praxis.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Web 2.0, die Anwendung von Social Software in Projekten, virtuelle Teamarbeit sowie die methodische Durchführung und Auswertung einer empirischen Online-Studie.
Das Ziel ist es zu erheben, welche spezifischen Web 2.0-Anwendungen im Projektmanagement tatsächlich verwendet werden, auf welche Probleme Anwender stoßen und welcher konkrete Nutzen daraus resultiert.
Der Autor führt eine empirische, schriftliche Online-Befragung bei Personen durch, die im Projektmanagement tätig sind, um quantitative Daten über den Einsatz der Tools zu gewinnen.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung von Web 2.0 und Social Software sowie der detaillierten Betrachtung, wie Kommunikation, Koordination und Dokumentation durch diese neuen Technologien verbessert werden können.
Wichtige Begriffe sind Web 2.0, Projektmanagement 2.0, Kollaboration, Wikis, Blogs, virtuelle Teamarbeit und kollektive Intelligenz.
Während klassische Groupware eher auf die Organisation innerhalb einer geschlossenen Gruppe und deren Verwaltung ausgerichtet ist, setzt Social Software auf das Empowerment der einzelnen Nutzer und fördert informelle Kommunikation und soziale Vernetzung.
Die Einführung von Wikis erfordert Transparenz und eine offene Fehlerkultur. Wenn die Unternehmenskultur jedoch starr ist und auf Kontrolle setzt, stoßen diese partizipativen Werkzeuge auf mangelnde Akzeptanz.
Der Bericht verdeutlicht, dass obwohl Web 2.0-Anwendungen als sehr effektiv bewertet werden, deren tatsächlicher Einsatz in Unternehmen bisher erst bei rund 10 % liegt.
Die Technik ist nur so gut wie die Bereitschaft der Mitarbeiter, ihr Wissen aktiv zu teilen. Oftmals verhindern Informationsüberflutung und mangelnde Eigenmotivation den erfolgreichen Wissenstransfer über neue Plattformen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

