Forschungsarbeit, 2009
16 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Profil eines Managers in Wirtschaft und Kunst
3. Die Selbstvorstellung Bachlers bei seinem Amtsantritt
4. Die finanzielle Krise des Burgtheaters
5. Andere Managementaufgaben – der Fall Menasse
6. Schlussbetrachtung
7. Bibliographie
Die Arbeit untersucht das mediale Bild von Klaus Bachler während seiner Zeit als Burgtheaterdirektor und analysiert, inwieweit die Bezeichnung „Manager“ sowie seine tatsächliche Amtsführung und Selbstdarstellung in der Presse korrespondieren.
3. Die Selbstvorstellung Bachlers bei seinem Amtsantritt
Bei seines Interviews mit der Theaterzeitschrift Bühne und mit theaterheute 1999 gibt Bachler seine Pläne für die Burg bekannt. Er stellt vor allem in Abgrenzung zu Peymann klar, dass es ihm um das „Wir“ geht, womit er die Mitarbeiter der Burg, allen voran die SchauspielerInnen und die RegisseurInnen meint, geht. Er betont, dass er als Person in den Hintergrund treten möchte, und eine Provokation, die seiner Meinung im Theater nicht ausbleiben kann, von den Geschehnissen auf der Bühne, nicht von den Personen abseits der Bühne und ihren Konflikten untereinander ausgehen soll. Schon hier wird deutlich, dass Bachler sich als Mediator versteht, aber auch als Manager im Sinne von Werner Sarges, als eine Führungsfigur die soziale Verantwortung trägt und ethische Verpflichtungen eingeht.
Seine Idee ist durch innere Stärkung des zur Zeit seiner Übernahme teilweise zerstrittenen Ensembles die dadurch gewonnene Stabilität nach außen zu tragen. Er betont wie wichtig ihm die Sozialisierungsfragen sind, dass es ihm darum geht, durch die Schaffung einer guten internen Kommunikationsatmosphäre kreative Inputs zu beziehen. Hierbei verwendet er Begriffe wie „innere Diskussion“ „Biotop“ und das es ihm um „Kunst und Freiräume“ geht. Vor allem mit dem letztgenannten Begriff versucht er eine Abgrenzung zu einem bloß funktionierenden Theaterbetrieb zu schaffen.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsziel, das öffentliche Bild von Klaus Bachler als Manager im Vergleich zu seinem Vorgänger zu hinterfragen.
2. Profil eines Managers in Wirtschaft und Kunst: Dieses Kapitel klassifiziert Bachlers Aktivitäten anhand der theoretischen Rollenmodelle von Henry Mintzberg.
3. Die Selbstvorstellung Bachlers bei seinem Amtsantritt: Eine Analyse von Bachlers frühen Interviews und seiner Strategie der Abgrenzung zur Ära Peymann.
4. Die finanzielle Krise des Burgtheaters: Beleuchtung der budgetären Engpässe und der daraus resultierenden Notwendigkeit verstärkter Sponsorenakquise.
5. Andere Managementaufgaben – der Fall Menasse: Untersuchung eines konkreten Konfliktfalls, der Bachlers Rolle im Spannungsfeld zwischen Intendanz und Management verdeutlicht.
6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung von Bachlers Wirken als Manager und seinem bleibenden Eindruck in der Struktur des Burgtheaters.
7. Bibliographie: Auflistung der in der Arbeit verwendeten Printmedien und weiterführender Literatur.
Klaus Bachler, Burgtheater, Management, Intendanz, Theaterbetrieb, Sponsoring, Presseanalyse, Henry Mintzberg, Wiener Festwochen, Kulturpolitik, Budgetkrise, Öffentlichkeitsarbeit, Robert Menasse, Theatermanagement, künstlerische Leitung.
Die Arbeit analysiert das Image des ehemaligen Burgtheaterdirektors Klaus Bachler, der in der Öffentlichkeit und Presse häufig als „Manager“ wahrgenommen wurde, und vergleicht dieses Bild mit seiner tatsächlichen Arbeitspraxis.
Zentral sind die Themen der Intendanzführung, die ökonomischen Herausforderungen eines Nationaltheaters, Sponsoring im Kulturbereich und die mediale Inszenierung von Theaterleitern.
Die Arbeit untersucht, wie es zu dem Bild Bachlers als Manager in der Presse kommen konnte und welche Bedeutung diese Wahrnehmung für die öffentliche Präsenz und strategische Ausrichtung des Burgtheaters hatte.
Es wird eine medienanalytische Untersuchung von Zeitungsberichten und Interviews vorgenommen, ergänzt durch die theoretische Einordnung mittels managementtheoretischer Modelle (insbesondere nach Mintzberg und Sarges).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Profilbildung des Managers, Bachlers Amtsantritt, die Bewältigung finanzieller Krisen sowie Fallbeispiele wie den Abbruch des Stückauftrags für Robert Menasse.
Die wichtigsten Begriffe sind das „Profil des Managers“, „Finanzielle Krise“, „Sponsoring“, „Mediation“ und der Vergleich zwischen künstlerischer Intendanz und wirtschaftlichem Management.
Bachler wird als jemand charakterisiert, der stärker auf organisatorische Stabilität, Konsens („Wir-Gefühl“) und ökonomische Absicherung setzte, während Peymann stärker als provokanter „Linker“ und Künstlerpersönlichkeit wahrgenommen wurde.
Der Fall Menasse dient als Exempel, um Bachlers Taktik im Umgang mit Konflikten und seine Priorisierung der Auslastung und des öffentlichen Bildes gegenüber künstlerischen Experimenten zu illustrieren.
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