Diplomarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Geschichte der Hospizbewegung
2.1 Sterben, Tod und Trauer im Wandel
2.2 Ursprung der Hospizidee
2.3 Cicely Saunders
2.4 Entwicklung der Hospizarbeit in Deutschland
2.5 Von der Hospizidee zu Palliative Care
3 Organisationsformen der Hospizarbeit
3.1 Ambulante Hospiz- und Palliativdienste
3.2 Sozialarbeit auf Palliativstationen
3.3 Sozialarbeit in stationären Hospizen
3.4 Besonderheiten der Kinderhospizarbeit
4 Soziale Arbeit in der Hospizarbeit
4.1 Fachliche Voraussetzungen
4.2 Tätigkeitsprofil
4.2.1 Psychosoziale Begleitung der Patienten
4.2.2 Psychosoziale Begleitung der Angehörigen
4.2.3 Sozialrechtliche Information und Beratung
4.2.4 Koordination, Befähigung und Anleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter
4.2.5 Trauerbegleitung
4.2.6 Gremienarbeit, Vernetzung und Fortbildung
4.2.7 Öffentlichkeitsarbeit
4.2.8 Dokumentation und Evaluation
4.3 Sozialarbeiterische Methoden
4.3.1 Einzelfallhilfe
4.3.2 Soziale Gruppenarbeit
4.3.3 Case Management
4.3.4 Gemeinwesenarbeit
4.3.5 Empowerment
4.3.6 Supervision
5 Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross
6 Psychosoziale Aspekte in der Sterbebegleitung
6.1 Ängste sterbender Menschen
6.2 Bedürfnisse sterbender Menschen
6.2.1 Bedürfnisse des Körpers
6.2.2 Bedürfnis nach Sicherheit
6.2.3 Bedürfnis nach Liebe
6.2.4 Bedürfnis nach Achtung
6.2.5 Bedürfnis nach Selbstverwirklichung
6.2.6 Bedürfnis nach Begegnung
6.3 Gespräche mit sterbenden Menschen
6.4 Der „Tod des Iwan Iljitsch“
7 Trauerbegleitung bei Angehörigen
7.1 Wesen der Trauer
7.2 Aufgaben der Trauer
7.3 Trauerbegleitung
7.4 Phasen der Trauer
7.5 Trauersymptome
7.6 Pathologische Trauer
8 Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe
8.1 Sterbehilfe
8.1.1 Passive Sterbehilfe
8.1.2 Indirekte Sterbehilfe
8.1.3 Aktive Sterbehilfe
8.2 Aktuelle Rechtslage in Deutschland
8.3 Rechtliche Vorsorgemöglichkeiten
8.3.1 Patientenverfügung
8.3.2 Betreuungsverfügung
8.3.3 Vorsorgevollmacht
8.3.4 Zusammenfassung der Vorausverfügungen
8.4 Sterbehilfediskussion
9 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und Aufgaben der Sozialen Arbeit bei der Begleitung sterbender Menschen und ihrer Angehörigen in verschiedenen Hospiz-Einrichtungen. Ziel ist es, die professionellen Anforderungen, methodischen Ansätze und die psychosoziale Unterstützung im Kontext der Hospizarbeit und Palliative Care aufzuzeigen sowie ethische und rechtliche Aspekte zu beleuchten.
6.2.1 Bedürfnisse des Körpers
Rest sieht die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse als grundlegende Voraussetzung dafür, dass ein sterbender Mensch seine sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse überhaupt wahrnehmen kann. Wenn er unter unerträglichen Schmerzen oder Atemnot leidet, oder wenn er ständig erbrechen muss, kann er kaum noch mit anderen Menschen kommunizieren. Deshalb ist für eine ganzheitliche Sterbebegleitung eine gute palliativmedizinische Betreuung erforderlich. Durch eine kompetente Schmerztherapie und Symptomkontrolle können in den meisten Fällen Schmerzen oder andere quälende Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit etc. behoben oder gelindert werden. Eine aufmerksame Körperpflege ist bei pflegebedürftigen Schwerkranken nicht nur aus hygienischen Gesichtspunkten wichtig, sondern auch, weil sie Zuwendung durch den Körperkontakt erfahren. Sterbenskranke Menschen brauchen Ruhe und Schlaf, soviel sie wollen. Sie dürfen allerdings nicht den Eindruck bekommen, sie seien abgeschoben (Rest 2006a).
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Hospizarbeit, schwerkranken Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen, und führt in die Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Feld ein.
2 Geschichte der Hospizbewegung: Dieses Kapitel behandelt den historischen Wandel der Sterbekultur, die Ursprünge der Hospizidee durch Cicely Saunders und die Entwicklung der Hospizarbeit in Deutschland.
3 Organisationsformen der Hospizarbeit: Hier werden die verschiedenen Settings vorgestellt, in denen Hospizarbeit stattfindet, darunter ambulante Dienste, Palliativstationen und stationäre Hospize.
4 Soziale Arbeit in der Hospizarbeit: Dieses Kapitel erläutert das fachliche Profil, die spezifischen Tätigkeitsbereiche und die Methoden der Sozialarbeit, wie Einzelfallhilfe und Case Management, in Hospiz-Einrichtungen.
5 Sterbephasen nach Elisabeth Kübler-Ross: Die Darstellung des bekannten fünfphasigen Sterbemodells verdeutlicht die psychologischen Stadien, die Sterbende durchlaufen.
6 Psychosoziale Aspekte in der Sterbebegleitung: Im Fokus stehen hier die Ängste sterbender Menschen, deren zentrale Bedürfnisse sowie die Bedeutung von Gesprächen in der letzten Lebensphase.
7 Trauerbegleitung bei Angehörigen: Dieses Kapitel beleuchtet das Wesen und die Aufgaben der Trauer, verschiedene Trauerphasen sowie die Unterstützung von Angehörigen durch den Sozialarbeiter.
8 Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe: Es werden die verschiedenen Formen der Sterbehilfe unterschieden, die Rechtslage in Deutschland erläutert und die ethische Diskussion rund um Sterbeverfügungen und aktive Sterbehilfe geführt.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Sozialen Arbeit für eine ganzheitliche Sterbebegleitung zusammen und fordert eine stärkere Verankerung dieses Bereichs in der Ausbildung.
Hospizarbeit, Soziale Arbeit, Sterbebegleitung, Palliative Care, Trauerbegleitung, Psychosoziale Betreuung, Patientenverfügung, Sterbephasen, Sterbehilfe, Sterben, Tod, Angehörigenarbeit, Symptomkontrolle, Multiprofessionalität, Lebensqualität
Die Arbeit analysiert die professionelle Rolle der Sozialen Arbeit bei der Begleitung von sterbenden Menschen und deren Angehörigen in Hospiz-Einrichtungen.
Die Themen umfassen die Geschichte der Hospizbewegung, die Arbeitsfelder der Sozialpädagogik, die Bedürfnisse Sterbender, Trauerbegleitung sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie die Patientenverfügung.
Das primäre Ziel ist es, den Beitrag professioneller Sozialarbeiter zur ganzheitlichen Betreuung im Hospiz darzustellen und die Notwendigkeit dieser Fachkräfte hervorzuheben.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Verknüpfung theoretischer Konzepte mit praktischen Erfahrungen aus einem Praktikum im „Stationären Hospiz Haus Zuversicht“.
Der Hauptteil konzentriert sich auf das Tätigkeitsprofil der Sozialarbeit, spezifische Methoden zur Unterstützung von Patienten und Angehörigen sowie auf die Auseinandersetzung mit Sterbephasen und Trauer.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Palliative Care, Trauerbegleitung und Patientenverfügung charakterisiert.
Stationäre Hospize bieten einen räumlichen Rahmen für Menschen, deren Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist, während ambulante Dienste in der häuslichen Umgebung der Betroffenen unterstützen.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der aktiven Sterbehilfe auseinander und betont die Bedeutung einer verbesserten Schmerztherapie und palliativen Versorgung als lebensbejahende Alternative.
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