Examensarbeit, 2009
63 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. E-Mail-Kontakte im Englischunterricht
2.1 Didaktische Einordnung
2.2 Theoretischer Ablauf eines E-Mail-Kontaktes
2.3 Risiken und Grenzen
2.4 Ziele
2.4.1 Förderung der kommunikativen Fähigkeiten
2.4.2 Förderung der interkulturellen Kompetenz
2.5 Leistungsmessung
2.5.1 Evaluierungskriterien
2.5.2 Portfolio
3. Planung der Einheit
3.1 Bedingungsanalyse
3.1.1 Schulische Rahmenbedingungen
3.1.2 Lernausgangslange der Lerngruppe vor Durchführung der Unterrichtseinheit
3.2 Sachanalyse
3.2.1 Sprachliche Ebene
3.2.2 Inhaltliche Ebene
3.2.3 Methodische Ebene
3.3 Didaktische Begründungen und Entscheidungen
3.4 Didaktische Reduktion
3.5 Erwartete Kompetenzen
3.5.1 Kommunikative Kompetenzen
3.5.2 Verfügung über sprachliche Mittel
3.5.3 Interkulturelle Kompetenzen
3.5.4 Methodenkompetenzen
3.5.5 Prozessbezogene Kompetenzen im sozial-affektiven Bereich
3.6 Methodische Entscheidungen
3.7 Meine Rolle als Lehrerin
3.8 Übersichtsplan
4. Durchführung der Unterrichtseinheit
4.1 Diagnostische Tests
4.2 Darstellung der Phase Introduction (2. und 3. Unterrichtsstunde)
4.2.1 Zweite Unterrichtsstunde
4.2.2 Dritte Unterrichtsstunde
4.2.3 Reflexion der Phase Introduction
4.3 Darstellung der Phase Email contact and research (Stunden 4 bis 10)
4.3.1 Exemplarische ausführliche Darstellung der 5. Unterrichtsstunde
4.3.2 Reflexion der 5. Unterrichtsstunde
4.3.3 Darstellung des weiteren Verlaufs der Phase
4.3.4 Reflexion der Phase Email contact and research
4.4 Darstellung der Phase Presentation (Stunden 11 bis 13)
4.4.1 Exemplarische ausführliche Darstellung der 11. Unterrichtsstunde
4.4.2 Reflexion der 11. Unterrichtsstunde
4.4.3 Reflexion der Phase Presentation
4.5 Darstellung der Phase Evaluation (Stunden 14 bis 17)
4.5.1 Geplanter Inhalt der 14. Stunde
4.5.2 Klassenarbeit
4.5.3 Geplanter Inhalt der 17. Stunde
4.5.4 Reflexion der Phase Evaluation
5. Gesamtreflexion
5.1 Kompetenzzuwächse
5.2 Schülermotivation
5.3 Interkulturelles Lernen
5.4 Konsequenzen und Alternativen
6. Anhang
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen eines E-Mail-Austauschs zwischen deutschen Schülerinnen und Schülern einer 10. Klasse und einer englischen Partnerschule auf die sprachliche Kompetenz, die Motivation zum Sprachenlernen sowie die interkulturelle Bildung zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, ob durch authentische, medienbasierte Kommunikation das Lerninteresse gesteigert und ein nachhaltiger interkultureller Austausch zum Thema Rassismus gefördert werden kann.
2.1 Didaktische Einordnung
Der Computer und das Internet als Kommunikations- und Informationsmedien bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Englischunterricht mit dem Ziel, die sprachlichen, interkulturellen und methodischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Studien, wie zum Beispiel die JIM-Studie (2008) haben gezeigt, dass der Computer (z.B. das Internet, E-Mails etc.) bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland das beliebteste und am häufigsten genutzte Medium ist. Sie haben eher einen Computer als einen Fernseher und besitzen nahezu alle Zugang zum Internet (97%). Besonders intensiv werden Online-Communities wie z.B. "Schüler-VZ" genutzt. Nach eigener Schätzung verbringen Jugendliche fast die Hälfte der Zeit mit „Kommunikation“, zum Beispiel via E-Mail.
Nach Auswertung der Sekundärliteratur ergab sich, dass E-Mail-Projekte einen aktuellen, handlungsorientierten, kommunikativen, realistischen, projektorientierten, fächerübergreifenden und interkulturellen Englischunterricht ermöglichen, in dem Sprachenlernen in einen Lern- und Arbeitsprozess mit Kommunikations- und Informationstechnologien als sinnvoll eingesetzte Medien eingebettet ist.
Der Einsatz von E-Mail-Kontakten gelingt am besten in einem projektorientiertem Unterricht, in dem die Schülerinnen und Schüler sich selbstbestimmt mit einem Partner austauschen können. Dieser lernerorientierten, offenen Arbeitsform wird in der Literatur ein großes Potenzial zugesprochen: Ein E-Mail-Kontakt bietet die Möglichkeit einer authentischen sprachlichen Begegnung. Außerdem werden, neben der großen Motivation durch die praktische und sinnvolle Sprachanwendung und die hohe Schüleraktivität, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler weiterentwickelt.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Ausgangssituation der Klasse 10.4, die Distanz zur englischen Sprache und die Entscheidung, einen E-Mail-Austausch als motivierendes Lerninstrument einzuführen.
2. E-Mail-Kontakte im Englischunterricht: Dieses Kapitel verortet das E-Mail-Projekt fachdidaktisch und diskutiert theoretische Ansätze sowie Chancen und Risiken dieses Mediums für den Unterricht.
3. Planung der Einheit: Hier wird der Rahmen der Unterrichtseinheit abgesteckt, inklusive einer detaillierten Analyse der schulischen Bedingungen, der Lerngruppe und der methodischen sowie didaktischen Entscheidungen.
4. Durchführung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel stellt den praktischen Verlauf der 17 Stunden dar, gegliedert in die Phasen Einführung, E-Mail-Kontakt, Präsentation und Evaluation, jeweils mit Reflexionen.
5. Gesamtreflexion: Die abschließende Reflexion bewertet den Gesamterfolg der Einheit in Bezug auf Kompetenzzuwachs, Motivation und den interkulturellen Lernprozess der Schülerschaft.
6. Anhang: Der Anhang enthält das Abkürzungs- und Literaturverzeichnis sowie die Unterrichtsverläufe der geplanten Stunden.
E-Mail-Kontakt, Englischunterricht, Handlungsorientierung, Interkulturelle Kompetenz, Sprachliche Handlungskompetenz, Projektarbeit, Rassismus, Schülerorientierung, PowerPoint-Präsentation, Neue Medien, Schülermotivation, Portfolio, Fremdspracherwerb, Diagnoseverfahren, Methodenkompetenz
Die Arbeit untersucht den Einsatz von E-Mail-Kontakten mit einer englischen Partnerschule im Englischunterricht einer 10. Realschulklasse, um sprachliche und interkulturelle Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Zu den Schwerpunkten zählen die Steigerung der Schülermotivation durch neue Medien, die Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus sowie die Förderung der sprachlichen Handlungskompetenz durch authentische Kommunikation.
Das primäre Ziel ist es, ein "positive mind set" gegenüber dem Fach Englisch zu schaffen und durch handlungsorientierte Unterrichtsverfahren einen interkulturellen Austausch zu ermöglichen, der über klassische Lehrbucharbeit hinausgeht.
Die Autorin verwendet eine Kombination aus handlungsorientiertem Unterricht, kriterienorientierter Leistungsdiagnose und qualitativer Reflexion von Unterrichtsphasen auf Basis fachdidaktischer Studien.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit, die praktische Durchführung der verschiedenen Phasen – von der Einführung über den eigentlichen Mail-Kontakt bis hin zur Präsentation und Evaluation – sowie die begleitende Reflexion dieser Schritte.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Handlungsorientierung, interkulturelle Kompetenz, E-Mail-Projekt, methodische Vielfalt und schülerorientierter Fremdsprachenunterricht.
Durch die Wahl eines schülernahen Mediums (Internet/E-Mail), die Einbettung in das aktuelle Projekt "Schule ohne Rassismus" und die methodische Freiheit bei der Themenwahl in Gruppenarbeiten wurde eine hohe Eigenaktivität erreicht.
Herausforderungen waren technische Probleme mit dem Internet an der Partnerschule, unterschiedliche Leistungsniveaus innerhalb der Klasse und der Zeitaufwand für die Koordination des Austauschs.
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