Bachelorarbeit, 2022
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Definition
2.1 Covid-19
2.2 Infektionsschutzmaßnahmen
3 Kinder und Jugendliche vor der Covid-19-Pandemie
3.1 Familiäre Voraussetzungen
3.2 Freizeitverhalten
3.3 Psychische Gesundheit
4 Methodik
5 Kinder und Jugendliche in der Covid-19-Pandemie
5.1 Freizeitverhalten
5.2 Schule und Lernen
6 Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Covid-19-Pandemie
6.1 Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
6.2 Covid-19 Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen
7 Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten
7.1 Äußere Umstände und politische Maßnahmen
7.2 Interventions- und Präventionsprogramme
8 Diskussion und Fazit
8.1 Diskussion der Ergebnisse
8.2 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die psychosozialen und gesundheitlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Kinder und Jugendliche, analysiert die Ursachen für beobachtete Verschlechterungen und leitet daraus konkrete Handlungs- und Unterstützungsbedarfe für die Zukunft ab.
3.1 Familiäre Voraussetzungen
In Deutschland lebten 2019 etwa 19,1 Millionen Kinder und Jugendliche, davon sind etwa 71 % unter 18 Jahren, das sind rund 13,5 Millionen Kinder und Jugendliche (Hochgürtel, Sommer, 2021, S.60). Diese Kinder und Jugendlichen wachsen unter verschiedenen Voraussetzungen auf und haben folgend auch unterschiedliche Vorbelastungen. Nach Hochgürtel und Sommer (2021, S. 58 ff.) bestehen die meisten Familien in Deutschland aus Ehepaaren oder Lebensgemeinschaften, mit einem oder mehreren Kindern. Diese Familienform trifft in Deutschland auf etwa 82 % aller Familien zu. Neben Familien mit mehreren Erziehungsberichtigten, die im selben Haushalt leben, gibt es noch alleinerziehende Mütter und Väter. Diese machen einen Anteil aller Familien von rund 19 % aus (Abbildung 1).
Wichtig in der Betrachtung der Familienformen in Deutschland, und der damit unterschiedlichen Grundvoraussetzungen für eine Belastungszeit wie die Covid-19-Pandemie, ist auch der Migrationshintergrund. Bei etwa 39 % aller Familien in Deutschland hat mindestens ein Elternteil einen Migrationshintergrund. Auch die Kinderanzahl in den Familien ist in Deutschland divers. So haben etwas mehr als die Hälfte aller Familien in Deutschland, unabhängig von der Familienform, im Jahr 2019 genau ein Kind betreut. Anders sieht die prozentuale Verteilung unter Familien mit mehr als einem Kind aus. So haben 2019 in 37 % aller Familien genau zwei Kinder gelebt. Die restlichen 12 % der Familien in Deutschland drei oder mehr Kinder (Hochgürtel, Sommer, 2021, S. 58 ff.). Auch finanzielle Ressourcen sind in die Betrachtung mit einzubeziehen. So lässt sich betrachten, dass Familien mit einem höheren Nettoeinkommen eher der Familienform zuzuordnen sind, in der zwei Elternteile in die Betreuung des Kindes oder der Kinder eingebunden sind.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Herausforderung der Covid-19-Pandemie ein und beschreibt, wie das Leben von Kindern und Jugendlichen durch Lockdowns und Maßnahmen schlagartig eingeschränkt wurde.
2 Definition: Dieses Kapitel erläutert medizinische Grundlagen von Covid-19 sowie die Bedeutung und Ausgestaltung von Infektionsschutzmaßnahmen.
3 Kinder und Jugendliche vor der Covid-19-Pandemie: Hier wird der Status quo der Lebensumstände, des Freizeitverhaltens und der psychischen Gesundheit vor Ausbruch der Pandemie als Referenzpunkt dargestellt.
4 Methodik: Die Methodik beschreibt das systematische Vorgehen bei der Literatursuche und Auswahl der herangezogenen Studien.
5 Kinder und Jugendliche in der Covid-19-Pandemie: Dieser Abschnitt analysiert die tiefgreifenden Veränderungen des Freizeitverhaltens sowie der schulischen Lernsituation infolge der Pandemie.
6 Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in der Covid-19-Pandemie: Das Kapitel befasst sich mit der Zunahme psychischer Auffälligkeiten und gesundheitlicher Belastungen sowie den Auswirkungen einer Covid-19-Infektion.
7 Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten: Hier werden politische Maßnahmen und Interventionsmöglichkeiten, wie etwa Präventionsprogramme für Schulen, aufgezeigt.
8 Diskussion und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und leitet Empfehlungen für eine bessere Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ab.
Covid-19, Pandemie, Kinder, Jugendliche, psychische Gesundheit, Wohlbefinden, COPSY, Lockdown, Distanzunterricht, Infektionsschutz, Resilienz, Prävention, psychische Störungen, psychosomatische Symptome, Sozialverhalten
Die Arbeit untersucht, wie sich die Covid-19-Pandemie auf das Leben, die Gesundheit und das psychosoziale Befinden von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ausgewirkt hat.
Die zentralen Felder sind das Freizeitverhalten, die schulische Situation, die psychische Gesundheit, die Auswirkungen von Lockdowns sowie Interventionsmöglichkeiten.
Ziel ist es, die psychosozialen Auswirkungen zu beschreiben, Ursachen für auftretende psychische Probleme zu identifizieren und Hilfsansätze für betroffene Kinder und Jugendliche abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der systematisch Daten aus nationalen und internationalen Studien, Quellen und elektronischen Datenbanken zusammengetragen und verglichen wurden.
Der Hauptteil befasst sich mit der Ausgangslage vor der Pandemie, den Veränderungen während der Pandemie in Bezug auf Freizeit und Schule sowie der detaillierten Auswertung psychischer Symptombilder.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Covid-19, psychische Gesundheit, Kindeswohl, Lockdown-Auswirkungen und schulische Lernsituation beschreiben.
Die COPSY-Studie dient als wesentliche Längsschnittquelle, um die psychische Belastung der Zielgruppe über verschiedene Zeitpunkte der Pandemie hinweg empirisch fundiert zu belegen.
Die Arbeit zeigt, dass bereits vorbestehende Belastungen durch Armut, Migrationshintergrund oder psychische Erkrankungen der Eltern das Risiko für psychische Auffälligkeiten in der Krisenzeit um das Drei- bis Fünffache erhöhen.
Die Analyse verdeutlicht, dass die Lernsituation zu Leistungseinbußen, Motivationsverlusten und Problemen in der Selbstorganisation führte, was insbesondere bei ohnehin leistungsschwächeren Schülern zu einer Verschlechterung der Leistungen beitrug.
Es wird gefordert, psychosoziale Unterstützungsangebote direkt in den schulischen Alltag zu integrieren und Kinder bei zukünftigen Entscheidungen stärker an den Prozessen zu beteiligen (Partizipation), anstatt nur über sie zu entscheiden.
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