Diplomarbeit, 2009
51 Seiten, Note: 95/110
Vorwort
Kapitel 1
Deutschland und Italien: die Geschichte einer Beziehung
1.1. Die politischen Wurzeln von bekannten Stereotypen
1.2. Die heutigen Beziehungen: Deutschland, Österreich und Italien gemeinsam für Europa
Kapitel 2
Politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zwischen Deutschland und Italien
2.1. Politische Beziehungen
2.2. Wirtschaftliche Beziehungen
2.3. Kulturelle Beziehungen
Kapitel 3
„Italiensehnsucht” und Johann Wolfgang von Goethe
3.1. Das Tagebuch Die Italienische Reise
3.2. “Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen”
Kapitel 4
Gegenseitige Vorurteile in Italien und den deutschsprachigen Ländern
4.1. Vorurteile der Italiener gegenüber den Einwohnern deutschsprachiger Länder
4.2. Vorurteile der Einwohner deutschsprachiger Länder gegenüber den Italienern
Kapitel 5
Praktische Beispiele aus den Medien
5.1. Funktion der Medien
5.2. „Der Spiegel“: Italien als Urlaubsland mit Entführungen, Erpressungen und Strassendieben
5.3. Internet
5.4. Fernsehen: Fantozzi der italienische Antiheld
5.5. Werbung: Herr Angelo für Nescafè Cappuccino (1993)
Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Geflecht aus gegenseitigen Vorurteilen und Stereotypen zwischen Italien, Deutschland und Österreich. Ziel ist es, die historischen, politischen und medialen Ursprünge dieser Klischeebilder zu analysieren und deren Auswirkungen auf die Wahrnehmung der jeweiligen Nachbarkultur sowie die Identitätsfindung im europäischen Kontext zu beleuchten.
3.1. Das Tagebuch „Die Italienische Reise“
Die deutsch-italienischen Beziehungen haben auf kulturellem Gebiet einen besonders intensiven Ursprung. Seit Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) seine Reisebeschreibung Italienische Reise geschrieben hat, ist sein Werk für die Deutschen die Ikone der Sehnsucht nach dem Süden geworden. Gleichzeitig wurde Italien als das Land der Kunst geprägt.
In diesem Kapitel werden Goethes Reise in Italien von 1786 bis 1788 und das Werk näher vorgestellt.
Das Ende des 18. und der Beginn des 19. Jahrhunderts, die Zeit der deutschen Klassik, war gekennzeichnet durch eine Italiensehnsucht. Viele Dichter wie Goethe aber auch Maler gingen nach Italien um neue Inspiration zu finden.
Als Goethe ein Kind war, lernte er durch seinen Vater die italienische Kultur kennen. Sein Vater reiste bereits früher nach Italien. Dadurch wurde auch das Interesse des jungen Goethe geweckt, nach Italien zu reisen.
Kapitel 1: Untersucht die geschichtliche Entwicklung und die politischen Wurzeln der deutsch-italienischen Beziehungen sowie deren Bedeutung für das moderne Europa.
Kapitel 2: Analysiert die vielschichtigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Kooperationen, die das heutige Verhältnis der Nationen maßgeblich stabilisieren.
Kapitel 3: Beleuchtet die literarische und kulturelle Dimension der "Italiensehnsucht" und zeigt auf, wie Goethe durch seine Italienreise eine dauerhafte Wahrnehmung Italiens als Sehnsuchtsort prägte.
Kapitel 4: Ergründet die gegenseitigen Vorurteile und Mentalitätsunterschiede, die sowohl von italienischer als auch von deutschsprachiger Seite aus bestehen.
Kapitel 5: Demonstriert anhand konkreter Medienbeispiele (Spiegel-Titelblatt, Filmserie Fantozzi, Werbung), wie durch mediale Darstellung Stereotypen konstruiert und reproduziert werden.
Stereotypen, Vorurteile, Deutsch-italienische Beziehungen, Italiensehnsucht, Goethe, Medienanalyse, Interkulturelle Kompetenz, Europäische Integration, Mentalitätskontrast, Identität, Klischees, Politische Geschichte, Kulturgeschichte, Soziale Wahrnehmung, Medienwirkung.
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Verbreitung von Stereotypen und gegenseitigen Vorurteilen zwischen den Ländern Deutschland, Österreich und Italien.
Zu den Schwerpunkten gehören historische Wurzeln der Beziehungen, der Einfluss der Literatur (Goethe), die Wahrnehmung im Alltag sowie die Rolle der Medien bei der Konstruktion von Klischees.
Das Ziel ist es, die Hauptgründe für bestehende Vorurteile zu verstehen und darzulegen, wie diese das deutsch-italienische Verhältnis bis heute beeinflussen und prägen.
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die historische Fakten, Literaturrecherche sowie die Auswertung von Medienbeispielen und soziologischen Befragungen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Historie, die kulturelle Prägung durch die Italiensehnsucht, die Untersuchung aktueller Vorurteile in der Gesellschaft sowie eine medienkritische Analyse.
Schlüsselbegriffe sind Stereotypenbildung, nationale Identität, mediale Verzerrung, deutsch-italienisches Verhältnis und interkulturelle Kommunikation.
Goethe wird als Schlüsselfigur für die Entstehung der "Italiensehnsucht" angeführt, da seine "Italienische Reise" maßgeblich das Bild der Deutschen von Italien als Wiege der Kunst formte.
Diese Beispiele dienen dazu, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Medientypen – von politischer Berichterstattung über Unterhaltungsfilm bis zur Werbung – aktiv zur Festigung oder Veränderung von nationalen Stereotypen beitragen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

