Masterarbeit, 2022
106 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
2. Ausgangslage
3. Verkehr, Mobilität und Straße im öffentlichen Raum
3.1 Der öffentlichen Raum als Sozialsystem...
3.2 Verhaltenweisen im öffentlichen Raum...
3.3 Fehlverhalten im öffentlichen Raum...
3.4 Das Diamanten-Modell
4. Straßenverkehrsordnung (StVo)
4.1 Das Diamanten-Modell und StVo
5. Das Diamanten-Modell und Rational-Choice-Modell
5.1 Die Rational-Choice-Modell
5.1.1 Rational-Choice-Modell nach Clarke / Cornish
5.1.2 Die Rational Choice Theorie von Raithel
5.1.3 Fazit Rational Choice Theorie
5.2 Hypothesen
6. Begriffsdefinition Anomie und regelwidrigen Verhaltens
6.1. regelwidriges Verhalten nach Durkheim...
6.2. regelwidriges Verhalten nach Merton
6.3. regelwidriges Verhalten nach Becker...
6.4 regelwidriges Verhalten im Straßenverkehr...
7. Fahrtypen
7.1 Der Funktionalist
7.2 Der Ängstliche
7.3 Der Gelassene
7.4 Der Vorsichtige
7.5 Der Raser...
7.6. Der Frustrierte
7.7. weitere Studie der Fahrtypenbildung
8. Einschätzung
8.1 Dunning Kruger-Efffekt
8.2 Fehleinschätzung
9. Fahrer-Verhaltens Befragung ( Driver Behaviour Questionaire
9.1 Studien zum Verkehrsverhalten
9.2. Studien zu Verstöße im Straßenverkehr...
9.3 Studien des Konservatorium für Verkehrssicherheit
9.3.1 KFV Studie aus dem Jahr 2008 und 2013
9.3.2 KFV Studie aus dem Jahr 2017 und 2021
9.4 ÖAMTC Studien von 2020
9.5 Studie von AutoScout24
10. Methodologie
10.1 Samplingstrategie
10.2 Erhebungsmethode
10.3 Computer Assisted Web Interviewing „ CAWI“ - Onlinefragebogen
10.3.1 Vorbereitung der Erhebung
10.3.2 Erhebung der Daten
10.4 Der Fragebogen
10.4.1 empirische Erhebung der Handlungsalternativen
10.5 Datenaufbereitung
10.6 Auswertungsmethode
10.6.1. univariate Auswertungsmethoden
10.6.2 bivariate Auswertungsmethoden
10.6.3 multivariate Auswertungsmethoden
11. Auswertung und Ergebnisdarstellung
11.1 Beschreibung der Stichprobe
11.2 Gefahrenpotential im Straßenverkehr
11.2.1 Geschlecht
11.2.2 Alter...
11.2.3 Führerscheinbesitz...
11.2.4 Erfahrung
11.3 Die Verhaltensweise der Verkehrsteilnehmer
11.4 gefährliche und regelwidrige der Verhaltensweisen
11.4.1 Gefährlichkeit
11.4.2 Regelwidrigkeit
11.5 Verhaltensweisen der Variablen im Zusammenhang
11.6 Aspekte des Autos
11.7 Ursachen für regelwidriges Verhalten
11.8 Hypothesenüberprüfung
11.9 Fahrverhalten
11.9.1 Selbsteinschätzung
11.9.2 Fremdeinschätzung
11.9.3 Verhaltensveränderung
12. Conclusio
2.1 Beantwortung der Forschungsfrage und der Unterfrage
12.2 Limitationen
12.3 Ausblick...
13. Literaturverzeichnis
13.1 Internetverzeichnis...
13.2 Abbildungsverzeichnis.
Die Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen Verkehrsteilnehmer ein nicht regelkonformes Verhalten als regelwidrig einstufen, wobei insbesondere die Rolle der Selbst- und Fremdeinschätzung analysiert wird. Ziel ist es, das Verständnis für die wechselseitigen Beeinflussungsprozesse im Straßenverkehr zu verbessern und die motivationalen Hintergründe für regelwidriges Verhalten aufzudecken.
1. Einleitung
Der Straßenverkehr ist ein gesellschaftlicher Bereich, dem sich kein Individuum entziehen kann, sei es als Passant, der mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist oder als Autofahrer*in. Chaloupka sagte 2011, dass Menschen mobil sein müssen (Chaloupka et al. 2011:S. 36), weil Mobilität eines der Grundbedürfnisse des Menschen ist, das nie gestillt werden kann. Mit dem Erwerb der Lenkberechtigung steigt die Anzahl der Verkehrsteilnehmer auf der Straße stetig. Dieser Ort ist für den Autofahrer*in relevant, weil er sich auf ihr bewegt und wo es zu einer ständige Wechselwirkungen mit andern kommt. Daher muss eine Verhaltenskoordination, mittels gesetzlicher Regelung etabliert werden damit jeder sein Ziel unbeschadet erreicht, und nicht jeder macht was er will.
Erfahrungen im Straßenverkehr machen deutlich, dass sich nicht immer an die Verkehrsordnung gehalten oder diese missachtet wird, obwohl sie diese grundsätzlich akzeptieren.
Aus diesem Grund besteht das Erkenntnisinteresse darin Verkehrsdelikte wie Vorrangverletzung,rechts Überholen, Drängeln oder dichtes Auffahren sowie anderen beobachtbaren Problemen im Straßenverkehr zu untersuchen und welchen Einfluss diese auf das eigene Fahrverhalten nehmen. Mit der Verhaltenskoordination sind Regel, Gesetzt und Normen gemeint, die klar definiert sind. Durch diese gesetzlichen Normen soll das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in Bezug auf die gegenseitige Wechselwirkung geregelt werden. Doch wie in jeden anderen gesellschaftlichen Bereich versucht jedes Individuum seine persönlichen Ziele durchzusetzen und zu erreichen, auch wenn sich für ein nicht regelkonforme Verhaltensweise entschieden wird, obwohl es viele verschiedene Handlungsmöglichkeiten gäbe. Verkehrsunfälle und Verkehrsdelikte sind die belegbaren Beispiele für die Nichteinhaltung der Verkehrsregeln oder dass sich für eine falsche Handlungsmöglichkeit entschieden wurde.
Die soziologische Relevanz dieser Thematik besteht darin,dass der Verkehr eines der größten Handlungs- und Interaktionssysteme der Gesellschaft ist, wo Menschen sich begegnen, aufeinander bezogen handeln und interagieren. Aus diesem Grund lernt jeder dieselben Grundnormen für den Straßenverkehr, um von einer einheitlichen Rollenerwartung im Verhalten bzw. Interaktion ausgehen zu können. Nichts desto trotz zeigen Verkehrsstatistiken, dass es häufig zu regelwidrigen Verhalten im Straßenverkehr kommt. Das regelwidrige Verhalten sei es, dass es beobachtet wird oder sei es das man beteiligt ist, einen Einfluss auf den Fahrstil und Verhalten nimmt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die soziologische Bedeutung des Straßenverkehrs als Handlungs- und Interaktionssystem und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Einschätzung regelwidrigen Verhaltens.
2. Ausgangslage: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen sozialer Verhaltensregeln und beleuchtet statistische Daten zu Unfallursachen sowie das Phänomen menschlichen Versagens im Verkehr.
3. Verkehr, Mobilität und Straße im öffentlichen Raum: Es wird erörtert, wie der Straßenraum durch wechselseitige Interaktion zu einem organisierten Sozialsystem wird, wobei Ralf Rissers Diamanten-Modell zentrale Einflussfaktoren aufzeigt.
4. Straßenverkehrsordnung (StVo): Die StVO wird als notwendiges Regelgerüst zur Gewährleistung von Sicherheit und zur Klärung von Schuldfragen nach Unfällen diskutiert.
5. Das Diamanten-Modell und Rational-Choice-Modell: Dieses Kapitel verknüpft das Diamanten-Modell mit entscheidungstheoretischen Ansätzen, um zu erklären, wie Individuen ihre Handlungsentscheidungen im Verkehrsalltag treffen.
6. Begriffsdefinition Anomie und regelwidrigen Verhaltens: Es erfolgt eine begriffliche Fundierung durch soziologische Klassiker wie Durkheim, Merton und Becker, um normverletzendes Verhalten soziologisch einzuordnen.
7. Fahrtypen: Hier werden verschiedene Fahrertypen klassifiziert, um das Verständnis für unterschiedliche Fahrmotive und Charaktere hinter dem Steuer zu erweitern.
8. Einschätzung: Dieses Kapitel befasst sich mit der Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung und untersucht psychologische Effekte wie den Dunning-Kruger-Effekt.
9. Fahrer-Verhaltens Befragung ( Driver Behaviour Questionaire): Es erfolgt ein Überblick über etablierte Studien und Erhebungsinstrumente, wie den Driver Behaviour Questionnaire (DBQ), zur Erforschung von Fehlverhalten.
10. Methodologie: Der methodische Teil beschreibt das Forschungsdesign der quantitativen Onlinebefragung, inklusive Samplingstrategie und Fragebogenkonstruktion.
11. Auswertung und Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der quantitativen Analyse werden präsentiert, inklusive der Untersuchung von Hypothesen zu demografischen Einflüssen und situativen Faktoren.
12. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, einer Reflexion der Limitationen und einem Ausblick auf zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Straßenverkehr, regelwidriges Verhalten, Verkehrsdelikte, Rational-Choice-Theorie, Verkehrssoziologie, Fahrverhalten, Selbsteinschätzung, Fremdeinschätzung, StVO, Anomie, Verhaltenstheorie, Gefahrenpotential, Verkehrsdelikte, Fahrer-Verhaltens-Befragung, empirische Sozialforschung.
Die Arbeit untersucht soziologische und verhaltenswissenschaftliche Faktoren, die dazu führen, dass Autofahrer im Straßenverkehr Verhaltensweisen als regelkonform oder regelwidrig einstufen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen von Verkehrssoziologie, kriminologischen Ansätzen zur Einhaltung von Normen, der Wirkung von Straßengesetzen (StVO) und der subjektiven Wahrnehmung durch Autofahrer.
Es soll beantwortet werden, unter welchen persönlichen Voraussetzungen Individuen nicht normgerechtes Verhalten im Straßenverkehr als regelwidrig einstufen und wie sich eigene Einschätzungen auf das persönliche Fahrverhalten auswirken.
Die Untersuchung nutzt einen quantitativen Ansatz mittels eines standardisierten Online-Fragebogens, dessen Ergebnisse deskriptiv und mittels Regressionsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Anomie und Rational-Choice-Theorie, eine Typologie von Autofahrern, eine Analyse der Selbsteinschätzung (inklusive Dunning-Kruger-Effekt) sowie die Darstellung und Interpretation der empirischen Studienergebnisse.
Sie liefert den Rational-Choice-Ansatz als theoretische Basis, um regelwidriges Verhalten als Ergebnis einer bewussten Abwägung von Nutzen und Kosten bzw. als befriedigende Handlungsalternative zu erklären.
Das Modell dient als Analyseraster, das aufzeigt, wie Verhalten durch die Interaktion von Individuum, Fahrzeug, Infrastruktur und Gesellschaftsordnung (Gesetze) beeinflusst wird.
Die Analyse zeigt, dass Fahrerfahrung signifikante Auswirkungen auf die Einstufung von Fehlverhalten hat; mit zunehmender Erfahrung steigt tendenziell die Sensibilität, regelwidriges Verhalten als solches zu erkennen.
Die Ergebnisse demonstrieren altersabhängige Unterschiede: Mit steigendem Alter nimmt die Tendenz zu, das Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer strenger als regelwidrig zu bewerten.
Die Untersuchung zeigt, dass der Zweck, für den das Fahrzeug primär genutzt wird (z. B. als Ausdruck von Lebensstil), die kritische Haltung gegenüber dem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer beeinflussen kann.
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