Bachelorarbeit, 2020
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Autor und Originalwerk
3 Die Übersetzung aus dem Japanischen:
4 Zur Erstellung der deutschen Übersetzung
5 Kontextualisierung ausgewählter Inhalte
5.1 Allgemeine Erläuterungen
5.2 Die Schriftsprache als politisches Instrument
5.2.1 Die Dominanz Chinas in Ostasien
5.2.2 Die Verwendung der chinesischen Schrift für politische Zwecke
5.2.3 Das Erbe der chinesischen Schrift im Vietnam
5.2.4 Die Rolle des Hangŭl
5.2.5 Die chinesische Schrift als Mittel zum politischen Zusammenschluss
5.3 Identitätskonstruktionen infolge des Schriftgebrauchs
5.3.1 Identität durch Geschichtsschreibung
5.3.2 Identität durch eine eigene Schrift
5.3.3 Identität durch Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht
5.4 Aspekte Sprachwissenschaftlicher Disziplinen
5.4.1 Ishikawas Position gegenüber der Linguistik Saussures
5.4.2 Semiotische Betrachtungen
6 Fazit
Die Arbeit fokussiert sich auf die deutsche Übersetzung eines bedeutenden Kapitels aus dem Werk des Kalligrafiehistorikers Ishikawa Kyūyō. Das primäre Ziel ist es, Bachelorstudierenden der Ostasienwissenschaften Ishikawas Perspektive auf die Rolle der chinesischen Schriftzeichen als zentrales Element für die historische Staatenbildung und kulturelle Identitätskonstruktion in der ostasiatischen Welt zugänglich zu machen.
Die treibende Kraft, die China zusammenhält
In Anbetracht der Stellung Chinas in der Geschichte Ostasiens ist auch zwangsläufig dessen Neigung zum Sinozentrismus gegeben. Das ist eine Tatsache. Falls Chinesen zudem meinen sollten, japanische Kultur sei nichts weiter als eine Variation chinesischer Kultur, ließe sich hierbei meiner Ansicht nach auch nichts anderes behaupten. Denn auch das ist eine Tatsache. Nur bleibt natürlich die Frage, bis zu welchem Ausmaß an Eigenheiten diese Variation führt. Zu behaupten, diesem Aspekt gar keine Beachtung zu schenken und ihn zu ignorieren, wäre auch verkehrt.
Die Rolle, die China in der Geschichte Ostasiens spielte, war eine außerordentlich große. Nun, was für ein Land ist denn dieses China? Es ist ein Sprachraum, in dem einzig und allein chinesische Schriftzeichen verwendet werden. Dies soll im vorliegenden Werk die Definition für China sein. Allerdings entsprechen die inneren Verhältnisse Chinas einer Föderation oder einer Union, die durch Zusammenschluss einiger Länder auf gleicher Ebene, vergleichbar mit Japan, Korea oder Vietnam, zustande gekommen ist. Somit sind die in jedem Land verwendeten Zeichen zu einer Form Schriftzeichen vereinheitlicht worden.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das Vorhaben, das erste Kapitel von Ishikawa Kyūyōs Werk zu übersetzen, um dessen Perspektive auf Ostasien als eine durch Schriftzeichen verbundene Region für Studierende zu erschließen.
2 Autor und Originalwerk: Dies stellt den Kalligrafiehistoriker Ishikawa Kyūyō sowie sein Werk vor, welches in einer Trilogie die Rolle der chinesischen Schrift in Ostasien untersucht.
3 Die Übersetzung aus dem Japanischen: Dieser Teil enthält die deutsche Übersetzung des ersten Kapitels von Ishikawas Werk, das sich mit der Entstehung von Schrift und Staat befasst.
4 Zur Erstellung der deutschen Übersetzung: Hier werden die übersetzungstheoretischen Überlegungen und methodischen Entscheidungen dargelegt, die zur Übertragung des japanischen Textes in das Deutsche getroffen wurden.
5 Kontextualisierung ausgewählter Inhalte: Dieses Kapitel dient der wissenschaftlichen Einordnung und Vertiefung der übersetzten Themen, insbesondere zur politischen Funktion der Schrift und zur Identitätskonstruktion.
6 Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung von Ishikawas Arbeit für das Verständnis des ostasiatischen Kulturraums und reflektiert kritisch über seine Thesen zur Einzigartigkeit der chinesischen Schrift.
Chinesische Schriftzeichen, Ostasien, Identitätskonstruktion, Sinogramme, Politische Sprache, Japanologie, Ishikawa Kyūyō, Sprachwissenschaft, Kalligrafie, Kulturraum, Staatenbildung, Logos, Eros, Schriftsysteme, Übersetzungswissenschaft.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der chinesischen Schriftzeichen bei der politischen und kulturellen Vereinigung Ostasiens sowie der späteren individuellen Identitätsbildung der Anrainerstaaten.
Zentral sind die Instrumentalisierung der Schriftsprache als politisches Werkzeug, die Konstruktion nationaler Identitäten mittels Schriften und der Vergleich linguistischer Konzepte mit der speziellen ostasiatischen Schriftkultur.
Das Ziel ist es, die Perspektive des japanischen Forschers Ishikawa Kyūyō auf das historische Ostasien durch eine qualitativ hochwertige Übersetzung und Kontextualisierung für deutsche Studierende zugänglich zu machen.
Die Arbeit nutzt die Methode der dokumentarischen Übersetzung nach Christiane Nord sowie einen analytischen Kontextualisierungsansatz, um die Aussagen des Autors zu prüfen und theoretisch einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Übersetzung des Originaltextes sowie eine tiefgreifende wissenschaftliche Analyse, die verschiedene Aspekte wie die sinozentrische Dominanz, die Rolle von Hiragana/Hangŭl und semiotische Fragestellungen beleuchtet.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Ostasien, Identitätskonstruktion, Sinogramme, Politische Sprache und Kalligrafie.
Ishikawa kritisiert, dass Saussure das schriftlose Sprechen ins Zentrum stellt und die strukturelle, zivilisatorische Bedeutung der Schrift als "zweite Sprache" in Ostasien verkennt.
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Gegensatz zwischen einer rationalen, staatstragenden Politik (Logos/Chinesische Schrift) und dem Bedürfnis nach individuellem oder emotionalem Ausdruck (Eros/Hiragana/Hangŭl).
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