Examensarbeit, 2009
57 Seiten, Note: 2
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Das Märchen
2.1.1 Das Volksmärchen
2.1.2 Abgrenzung Volksmärchen – Kunstmärchen
2.2 Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht
2.2.1 Definition (nach Meyer und Gudjons)
2.2.2 Historische Zusammenhänge
2.2.3 Pädagogische Begründung nach Gudjons
2.2.4 Merkmale und Ziele handlungs- und produktionsorientierten (Literatur-)Unterrichts
2.2.5 Verfahren im handlungs- und produktionsorientierten Unterricht
2.3 Theoretische Begründung des Volksmärchens im handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts
3. Planung der Unterrichtseinheit
3.1 Kerncurriculum und Bildungsstandards
3.1.1 Kerncurriculare Einordnung der Unterrichtseinheit - Deutsch
3.1.2 Kerncurriculare Einordnung der Unterrichtseinheit – Kunst
3.2 Ziele der Unterrichtseinheit
3.3 Aufbau der Unterrichtseinheit
3.4 Besonderheiten der Unterrichtseinheit
3.5 Rahmenbedingungen
3.6 Situation der Lerngruppe
3.6.1 Arbeits- und Sozialverhalten
3.6.2 Arbeits- und Sozialformen
3.6.3 Lernausgangslage bezüglich der Gattung Märchen und des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts
3.7 Sachanalyse
3.8 Didaktische Vorüberlegungen und Auswahl der Märchen
3.9 Methodische Vorüberlegungen
4. Durchführung der Unterrichtseinheit
4.1 Begründung der Stundenauswahl
4.2 Erste ausgewählte Stunde
4.2.1 Lernziele
4.2.2 Kerncurriculare Einordnung
4.2.3 Sachanalyse
4.2.4 Didaktische Vorüberlegungen
4.2.5 Methodische Vorüberlegungen
4.2.6 Verlaufsplanung
4.2.7 Reflexion
4.3 Zweite ausgewählte Stunde
4.3.1 Lernziele
4.3.2 Kerncurriculare Einordnung
4.3.3 Lernausgangslage mit dem Schwerpunkt „Texte verfassen“
4.3.4 Sachanalyse
4.3.5 Didaktische Vorüberlegungen
4.3.6 Methodische Vorüberlegungen
4.3.7 Verlaufsplanung
4.3.8 Reflexion
4.4 Dritte ausgewählte Stunde
4.4.1 Lernziele
4.4.2 Kerncurriculare Einordnung
4.4.3 Lernausgangslage mit dem Schwerpunkt „szenisches Darstellen“
4.4.4 Sachanalyse
4.4.5 Didaktische Vorüberlegungen
4.4.6 Methodische Vorüberlegungen
4.4.7 Verlaufsplanung
4.4.8 Reflexion
5. Reflexion zum Theaterstück „Märchenstunde der 3c – Die sieben Raben“
6. Abschließende Reflexion mit Ausblick auf meinen zukünftigen Unterricht
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Potenzial handlungs- und produktionsorientierter Unterrichtsmethoden für die Auseinandersetzung von Grundschulkindern mit der Gattung Volksmärchen zu evaluieren und praktisch in einer Unterrichtseinheit umzusetzen.
2.1.1 Das Volksmärchen
Die auf mündlich überlieferten Stoffen basierenden Volksmärchen stellen die traditionelle Form der Märchen dar. Im Unterschied zu den Kunstmärchen können Volksmärchen keinem bestimmten Verfasser zugeordnet werden. Vielmehr wurde diese Märchenform zunächst über teils große Zeiträume hinweg mündlich überliefert und daher oft durch unterschiedliche Erzählversionen geprägt. Erst durch Märchensammler wie die Brüder Grimm (vgl. 2.1) wurden sie schriftlich fixiert.
Betrachtet man Auszüge aus dieser Sammlung der Grimmschen Volksmärchen, so wird schnell deutlich, dass diese kleinen, einfachen Erzählungen mit meist wunderbarem Inhalt zwar teils grausig aber für die kindliche Vorstellung verständlich dargestellt sind und gut ausgehen. Verallgemeinert man das dem europäischen Volksmärchen zugrunde liegende Muster, so lassen sich folgende inhaltliche Merkmale und Motive feststellen:
Ausgangslage: Schwierigkeiten / Aufgaben (Finden eines kostbaren Gegenstandes; Retten einer Person,...) / Rätsel und deren Bewältigung (durch einen Mangel oder Notlage gekennzeichnet; z.B. Eltern leben in Armut und setzen Kinder aus, Prinzessin soll dem Drachen ausgeliefert werden) oder ein Bedürfnis (z.B. Abenteuerlust, Heiratswunsch)
Bewältigung der Ausgangslage wird dargestellt und findet ein gutes Ende, da das Böse verliert
Held oder Heldin, welcher der menschlich-diesseitigen Welt angehört und oft anfänglich benachteiligt ist (der Jüngste, Stiefkind, Dümmling, ...), dient als Hauptfigur
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und pädagogische Bedeutung von Märchen für die kindliche Entwicklung und begründet die Entscheidung für einen handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsansatz.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert das Volksmärchen, erläutert dessen Merkmale sowie die pädagogischen Konzepte der Handlungs- und Produktionsorientierung inklusive deren historischer Tradition.
3. Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die curricularen Rahmenbedingungen, die Lernziele der Einheit, die Zusammensetzung der Lerngruppe sowie die methodischen Vorüberlegungen detailliert dargelegt.
4. Durchführung der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel präsentiert drei exemplarische Unterrichtsstunden mit Fokus auf Märchenmerkmale, kreativem Schreiben und szenischem Darstellen, inklusive Verlaufsplänen und Reflexionen.
5. Reflexion zum Theaterstück „Märchenstunde der 3c – Die sieben Raben“: Dieses Kapitel reflektiert den Prozess und die Ergebnisse der praktischen Umsetzung des Theaterstücks mit den Schülern der Klasse 3c.
6. Abschließende Reflexion mit Ausblick auf meinen zukünftigen Unterricht: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz über den Erfolg des gewählten Themenkomplexes und zieht Konsequenzen für die zukünftige Unterrichtsgestaltung im Sinne des „Lernens mit allen Sinnen“.
Volksmärchen, Grundschule, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Szenisches Spiel, Kreatives Schreiben, Märchenmerkmale, Märchenrezept, Deutschunterricht, Didaktik, Grundschulkind, Kompetenzbereich, Literaturunterricht, Transformation, Antizipation
Die Arbeit untersucht die Integration von Volksmärchen in den Grundschulunterricht unter Anwendung handlungs- und produktionsorientierter Methoden.
Neben einer theoretischen Fundierung der Märchengattung stehen die didaktische Planung und die unterrichtspraktische Erprobung von Schreib- und Spielformen im Zentrum.
Das Ziel ist es, Kindern durch produktive und szenische Verfahren einen aktiven, motivierenden Zugang zur Gattung Märchen zu ermöglichen und sie in ihren kreativen Ausdrucksmöglichkeiten zu stärken.
Es handelt sich um eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit, die qualitative Reflexionsmethoden zur Auswertung des pädagogischen Prozesses nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Planung der 14-stündigen Unterrichtseinheit sowie die praktische Durchführung und Reflexion ausgewählter Unterrichtsstunden.
Zu den zentralen Begriffen zählen Volksmärchen, Szenisches Spiel, Handlungs- und Produktionsorientierung, Textproduktion und Grundschuldidaktik.
Die Schüler nutzen ein gemeinsam erarbeitetes „Märchenrezept“ als Gerüst, das ihnen die notwendige Sicherheit gibt, um individuell kreativ tätig zu werden.
Das szenische Spiel fördert das ganzheitliche Lernen (Kopf, Herz und Hand) und hilft besonders gehemmten Schülern, durch das Hineinversetzen in Rollen Selbstvertrauen zu gewinnen.
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