Diplomarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 2.0
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
Einleitung
1. Warum Deutsch lernen?
1.1 Warum Deutsch als Fremdsprache?
1.2 Warum Deutsch für Erwachsene?
2. Theorien des Zweitsprachenerwerbs
2.1 Definition Spracherwerb
2.2 Spracherwerb versus Sprachen lernen
2.3 Theorien und Hypothesen
2.3.1 Kontrastivhypothese
2.3.2 Identitätshypothese
2.3.3 Interlanguage-Hypothese
2.3.4 Monitortheorie
2.3.5 Ergänzungstheorie
2.3.6 Second Language Acquisition Support System
2.3.7 Pidginisierungshypothese
2.3.8 Theory of Social Factors
3. Fehlertypen
3.1 Omission of Morphemes
3.2 Double marking
3.3 Regularizing
3.4 Archiforms
3.5 Random Alternation
3.6 Misordering
3.7 Weitere Unterscheidungen von Fehlern nach
3.7.1 Chomsky (1965)
3.7.2 Gleason (1951) und Long (1961)
3.7.3 Politzer und Ramires (1973)
3.7.4 Burt und Kiparsky (1972)
3.7.5 Corder (1974)
3.7.6 Knapp-Potthoff (1987)
3.7.7 Lennon (1991)
4. Vergleich der Sprachsysteme des Englischen und Deutschen
4.1 Unterschiede in der Infrastruktur beider Sprachen
4.2 Die Morphologie des deutschen und englischen Verbs
4.3 Die Infinitivkonstruktion im Deutschen und Englischen
4.4 False Friends – Falsche Freunde
4.5 Groß- und Kleinschreibung im Deutschen und Englischen
4.6 Zeichensetzung
5. Untersuchte Texte
5.1 Beschreibung der Textproduzenten
5.2 Beschreibung der Texte
5.3 Fehlerkategorien der untersuchten Texte
5.4 Numerische Darstellung der Ergebnisse
5.5 Schlussfolgerungen und Kommentare
5.6 Fazit
6. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Probleme englischsprachiger, erwachsener Muttersprachler beim Erlernen der deutschen Sprache. Ziel ist es, basierend auf einer theoretischen Fundierung zu Zweitsprachenerwerb und Fehlertypen sowie einem Vergleich der Sprachsysteme, praxisnahe Empfehlungen zur Fehlervermeidung abzuleiten.
3.1 Omission of Morphemes
„Im L2 System der Lerner ist es besonders wahrscheinlich, dass bestimmte Morpheme ausgelassen werden“, schreibt Kostrzewa. Er bezieht sich im Besonderen auf die grammatischen Morpheme, welche eine „signifikante strukturelle Wichtigkeit“ haben, gleichzeitig jedoch nur wenig Sinn oder Bedeutung transportieren. Bedeutung wird vor allem durch die so genannten „content morphems“ (Burt, Dulay, Krashen, 1982, 154 ff), das heißt den „Wortklassen“ (Nomen, Adjektiven, Verben und Adverbien) transportiert.
Beispiele:
Er fuhr gegen Auto. → Auslassung des bestimmen Artikels
Gestern macht sie Salat. → Imperfekt falsch gebildet
Einleitung: Es wird die Motivation für die Untersuchung erläutert, die sich aus der Lehrtätigkeit des Autors an der University of Wisconsin und der Vernachlässigung erwachsener Lernender in der bisherigen Literatur ergibt.
1. Warum Deutsch lernen?: Das Kapitel differenziert zwischen Fremd- und Zweitsprache und erörtert die Bedeutung der deutschen Sprache sowie die Lernmotivation von Erwachsenen.
2. Theorien des Zweitsprachenerwerbs: Es werden zentrale Theorien und Hypothesen (wie die Monitor- oder Interlanguage-Hypothese) dargestellt, die den Prozess des Fremdsprachenerwerbs erklären.
3. Fehlertypen: Dieses Kapitel systematisiert häufige Fehler, etwa durch Auslassungen oder falsche Reihenfolge, und stellt verschiedene Ansätze zur Fehlerkategorisierung vor.
4. Vergleich der Sprachsysteme des Englischen und Deutschen: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Sprachstrukturen, der Morphologie und orthografischer Besonderheiten, um potenzielle Fehlerquellen zu identifizieren.
5. Untersuchte Texte: Dieser Teil beschreibt die empirische Analyse von studentischen Texten und leitet aus der statistischen Auswertung der Fehlerkategorien didaktische Schlussfolgerungen ab.
6. Zusammenfassung: Das Kapitel bietet einen abschließenden Überblick über die zentralen Inhalte und Ergebnisse der gesamten Untersuchung.
Zweitsprachenerwerb, Fehlertypen, Deutsch als Fremdsprache, Interlanguage, Kontrastivhypothese, False Friends, Morphologie, Syntax, Infinitivkonstruktion, Fehleranalyse, Sprachvergleich, Sprachdidaktik, Motivation, Erwachsenenbildung, Textproduktion.
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, die englischsprachige Erwachsene beim Lernen der deutschen Sprache haben, und analysiert die typischen Fehler in ihren Textproduktionen.
Die Schwerpunkte liegen auf Spracherwerbstheorien, der Klassifizierung von Fehlern und einem systemischen Vergleich der deutschen und englischen Grammatik.
Das Ziel ist die Untersuchung spezifischer Probleme bei englischsprachigen Erwachsenen, um daraus fundierte Empfehlungen für eine effektivere Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache abzuleiten.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur Theoriebildung und einer empirischen Fehleranalyse an ausgewählten studentischen Texten angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Fehler-Taxonomie, den sprachsystematischen Vergleich und die statistische Auswertung der untersuchten Texte.
Zentrale Begriffe sind Zweitsprachenerwerb, Fehlertypen, Kontrastivhypothese, Infinitivkonstruktion und Fehleranalyse.
Der Autor zeigt auf, dass insbesondere die komplexe Morphologie und die unterschiedliche Syntax (z.B. Verbposition) zu signifikanten Lernschwierigkeiten führen.
„False Friends“ führen laut Autor zu Verwechslungen, da Lernende dazu neigen, Wörter aufgrund ihrer phonetischen oder orthografischen Ähnlichkeit falsch zu übertragen, was den Sinn der Aussage entstellen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

