Bachelorarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Geldtheoretische Grundlagen
2.1. Historischer Rückblick: Geld im Wandel der Zeit
2.2. Die Funktion des Geldes
2.3. Bargeld und Buchgeld im Vergleich
2.4. Die Rolle der Europäischen Zentralbank
2.5. Der Geldschöpfungsprozess
3. Bargeldloser Zahlungsverkehr
3.1. Möglichkeiten im bargeldlosen Zahlungsverkehr
3.2. Schweden als Vorreiter
4. Chancen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
4.1. Durchsetzung einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
4.2. Reduktion von Transaktionskosten und Transaktionszeiten
4.3. Senkung des Risikos eines Bankensturms
4.4. Bargeldabschaffung - Mittel gegen die Kriminalität
5. Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
5.1. Das Phänomen des „Pain of Paying“
5.2. Die Verlierer im bargeldlosen Zahlungssystem
5.4. Alternative Währungsformen
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die ökonomische Bedeutung des Bargeldes in der modernen Volkswirtschaft und analysiert kritisch die Chancen sowie Risiken eines vollständigen Übergangs zu einem bargeldlosen Zahlungsverkehr im Hinblick auf Geldpolitik, Kriminalitätsbekämpfung und gesellschaftliche Auswirkungen.
2.2. Die Funktion des Geldes
Das wichtigste Organisationsmittel in der modernen Volkswirtschaft ist das Geld. Dies wird anhand der unterschiedlichen Funktionen des Geldes deutlich. Dabei wird zwischen drei primären Funktionen unterschieden: Tausch- und Zahlungsmittelfunktion, Recheneinheit/Wertmaßstab und Wertaufbewahrungsfunktion. Geld in der Rolle des allgemein anerkannten Tausch- und Zahlungsmittels ermöglicht den Kauf eines beliebigen Gutes oder einer Dienstleistung, ohne gleichzeitig ein anderes Gut oder eine Dienstleistung anbieten zu müssen (Moritz, 2013, S. 6). Somit fungiert das Geld als Zwischentauschmittel und vereinfacht den Handel (Greitens, 2019, S. 96). Daraus resultieren geringe Transaktions- und Informationskosten, da der ineffiziente direkte Tausch von Gütern entfällt. Diese besondere Funktion des Geldes ist in der heutigen modernen Volkswirtschaft, die durch Arbeitsteilung gekennzeichnet ist, nicht mehr wegzudenken (Jarchow, 2010, S. 1).
Neben der Zahlungsfunktion nimmt das Zwischentauschmittel ebenfalls eine Rechenfunktion ein. Die Einführung einer Recheneinheit ermöglicht es, den Wert aller Güter, Dienstleistungen, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem allgemeinen Referenzwert auszudrücken und diese miteinander vergleichbar zu machen (Moritz, 2017, S.7). Wenn diese Recheneinheit in der Tauschwirtschaft nicht existieren würde, müssten die Tauschpartner die Tauschverhältnisse immer wieder neu festlegen (Deutsche Bundesbank, 2019, S. 10).
1. Einleitung: Einführung in die Debatte zur Bargeldabschaffung unter Berücksichtigung technischer Innovationen und der Dynamik durch die Corona-Pandemie.
2. Geldtheoretische Grundlagen: Definitorische Einordnung des Geldes, seine historische Entwicklung sowie die Rollen von Europäischer Zentralbank und Geldschöpfungsprozess.
3. Bargeldloser Zahlungsverkehr: Überblick über etablierte moderne Zahlungsmethoden und die Rolle Schwedens als Vorreiter bei der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs.
4. Chancen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Analyse der potenziellen Vorteile durch expansive Geldpolitik, Transaktionskostenreduktion, Bankensturmschutz und Kriminalitätsbekämpfung.
5. Risiken des bargeldlosen Zahlungsverkehrs: Untersuchung der Gefahren durch den „Pain of Paying“, systemische Benachteiligung bestimmter Gruppen sowie Gefährdung von Datenschutz und bürgerlicher Freiheit.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung, dass Bargeld trotz digitaler Trends unverzichtbar bleibt, und Ausblick auf künftige Entwicklungen im Währungssystem.
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Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Bargeldes in der modernen Volkswirtschaft und analysiert, welche Auswirkungen eine vollständige oder teilweise Abschaffung des Bargeldes auf die Gesellschaft und das Finanzsystem hätte.
Die Arbeit deckt geldtheoretische Grundlagen, die Funktionsweise von Zentralbanken, die Chancen (z.B. Effizienz) und Risiken (z.B. Datenschutz, soziale Ausgrenzung) des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sowie alternative Währungsformen ab.
Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit der zunehmenden Bargeldabschaffung, um aufzuzeigen, dass Bargeld für die Freiheit und Stabilität einer Gesellschaft eine tragende, bisher unverzichtbare Rolle spielt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung wirtschaftsstatistischer Daten und der Diskussion ökonomischer Modelle (wie IS-LM-Modell) zur Veranschaulichung der Argumente von Bargeldbefürwortern und -gegnern.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen detailliert die verschiedenen Chancen und Risiken analysiert, wobei technische Aspekte, kriminologische Aspekte sowie die Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen im Fokus stehen.
Zu den zentralen Begriffen gehören Bargeld, monetäre Stabilität, Datenschutz, Schattenwirtschaft, Geldschöpfung und die Rolle der Europäischen Zentralbank.
Schweden dient als Vorreiter des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, an dem die Auswirkungen einer weitgehenden Bargeldabschaffung auf den Alltag und die Kriminalität (insbesondere den Anstieg bei Kartenbetrug) exemplarisch illustriert werden.
Es beschreibt das psychologische Phänomen, dass beim Bezahlen mit Bargeld ein stärkerer Schmerzempfinden vorliegt als bei anonymen elektronischen Zahlungsmitteln, was bei bargeldlosen Systemen zu einem impulsiveren Konsumverhalten führen kann.
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