Forschungsarbeit, 2009
69 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Hinführung zum Thema
1.2. Herleitung der Forschungsfrage
1.3. Hypothesen
2. Methodisches Vorgehen
2.1. Erhebung
2.2. Auswertung
3. Ergebnisse
4. Fazit
4.1. Kritische Reflexion der Methode
4.2. Resümee und Konsequenzen
Die vorliegende Arbeit untersucht, welche Teilaspekte sozialer Kompetenz von Lehrkräften der vierten Klassen an Grundschulen bei der Beurteilung des Sozialverhaltens von Schülern beachtet und wie diese gewichtet werden, um die Transparenz und Objektivität der sogenannten Kopfnoten zu hinterfragen.
1.1. Hinführung zum Thema
Seit etwa zwei Jahrzehnten ertönt das Wort „Sozialkompetenz“ aus aller Munde. Lehrer sollen das Sozial- und Arbeitsverhalten ihrer Schüler bewerten, nicht zuletzt um dem folgenden Arbeitsmarkt eine qualifizierte Einschätzung der zukünftig potentiellen Arbeitnehmer zu übergeben. Das theoretische Konzept der ‚sozialen Kompetenz’ hat insbesondere in der personalpsychologischen Forschung wie auch in der Personalarbeit von Unternehmen große Beachtung gefunden. Doch die Praxis lässt viele Fragen offen: Welche Teilaspekte verbergen sich hinter der sozialen Kompetenz? Wie kann man einzelne Teildimensionen bewerten?
Was vom Management beziehungsweise der Personalführung von Betrieben bereits als bedeutsamer Faktor für beruflichen Erfolg erkannt wurde, erweist sich auch im Berufsfeld Schule als entscheidender Aspekt. So gehört neben der Wissensvermittlung auch die Förderung sozialer Kompetenzen zum schulischen Erziehungsauftrag. Diese verfolgt das Ziel, Schlüsselqualifikationen (wie zum Beispiel Teamfähigkeit) auszubilden und möglichen Risikoentwicklungen frühzeitig vorzubeugen.
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Relevanz von Sozialkompetenz in Schule und Beruf und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich der Bewertungspraxis von Lehrkräften ab.
2. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt den Einsatz von fokussierten Leitfadeninterviews mit Lehrkräften sowie die qualitative Auswertung mittels des pragmatischen Mischmodells nach Fichten.
3. Ergebnisse: Hier werden die in den Interviews identifizierten Teilaspekte sozialer Kompetenz dargestellt und mit den offiziellen Vorgaben des Kultusministeriums verglichen.
4. Fazit: Das Fazit reflektiert die gewählte Methode kritisch und zieht aus den Ergebnissen Konsequenzen für eine gerechtere und transparentere Notengebung bei Kopfnoten.
Sozialkompetenz, Kopfnoten, Grundschule, Lehrkräfte, Sozialverhalten, Bewertung, Leitfadeninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Schulerziehung, Konfliktmanagement, Hilfsbereitschaft, Reflexionsfähigkeit, Beurteilungspraxis, Lernvoraussetzung, Schulisches Erziehungskonzept
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Lehrkräfte an Grundschulen das Sozialverhalten ihrer Schüler im Rahmen der sogenannten Kopfnoten bewerten und welche spezifischen Kriterien sie dabei zugrunde legen.
Die Arbeit behandelt die theoretische Einordnung sozialer Kompetenz, die praktische Anwendung von Beurteilungskriterien durch Lehrkräfte sowie die Problematik subjektiver Faktoren bei der Zeugnisvergabe.
Das Ziel ist zu ermitteln, welche Teilaspekte sozialer Kompetenz von Lehrkräften bei der Bewertung des Sozialverhaltens tatsächlich beachtet und wie diese individuell gewichtet werden.
Die Autorin nutzt qualitative Leitfadeninterviews mit Lehrkräften, die anschließend mittels des „pragmatischen Mischmodells der qualitativen Inhaltsanalyse“ nach Wolfgang Fichten ausgewertet wurden.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Erhebung und Auswertung der Interviewdaten, wobei insbesondere Diskrepanzen zwischen offiziellen Vorgaben und der tatsächlichen Praxis der Lehrkräfte herausgearbeitet werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sozialkompetenz, Kopfnoten, pädagogische Beurteilung, Transparenz der Notengebung und berufliche Schlüsselqualifikationen.
Lehrkräfte bewerten Reflexionsfähigkeit als essenziell, da sie die Basis dafür bildet, dass Schüler eigene Fehler erkennen und ihr Verhalten in sozialen Konfliktsituationen selbstständig steuern können.
Die Lehrkräfte benennen vor allem das unterschiedliche Schülerverhalten in verschiedenen Fächern, mangelnde Kriterienpräzision sowie eine subjektive Neigung zu einer „Negativorientierung“ als größte Hürden bei der Beurteilung.
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