Masterarbeit, 2022
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Viren – allgemeine Merkmale, Bau und Struktur, Strategien
2.1 Merkmale von Viren
2.2 Bestandteile und Strukturen von Viren
2.2.1 Die Nukleinsäure
2.2.2 Das Capsid
2.2.3 Die Hülle
2.3 Wie vermehren sich Viren?
2.4 Einteilung der Viren
2.5 Infektionsverlauf und Pathogenität von Viren
2.5.1 Infektionsverläufe
2.5.2 Wie breitet sich das Virus im Organismus aus?
2.5.3 Auswirkungen des Virus auf die infizierte Zelle
3. Das Masernvirus
3.1 Historischer Überblick
3.2 Epidemiologie in Deutschland
3.3 Einteilung des Masernvirus
3.4 Aufbau des Masernvirus
3.5 Der Replikationszyklus des Masernvirus
3.6 Pathogenese und Symptomatik der Maserninfektion
4. Die Masernschutzimpfung
4.1 Was wird geimpft?
4.2 Potenzielle Nebenwirkungen der Impfung
4.3 Masernschutzgesetz
4.4 Impfdiskussion
5. Die Masern als Unterrichtsgegenstand
5.1 Einordnung in den Kernlehrplan des Landes Nordrhein- Westfalen
5.2 Problemorientiertes Lernen durch die Mystery-Methode
5.3 Durchführung: Herdenimmunität – Schutzimpfung gegen Masern
5.4 Lernziele und Kompetenzerwartungen
5.5 Reflexion des Unterrichtsentwurfs
6. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption einer Unterrichtsreihe, die das Masernvirus als repräsentativen Vertreter viraler Infektionskrankheiten behandelt und die präventiven Maßnahmen durch Impfung thematisiert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie die Thematik der Masern und deren Schutzimpfung unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftlicher Relevanz in den Biologieunterricht integriert werden kann.
2.2.1 Die Nukleinsäure
In seinem Inneren enthält das Virion (infektiöses Viruspartikel) seine genetische Information (Genom), welche sich aus Nukleinsäuren zusammensetzt. Anders als bei den Eukaryoten und den Prokaryoten, bei denen das Genom aus DNA besteht, kann das Genom des Virions je nach Virustyp entweder aus RNA oder DNA bestehen. Die Art der Nukleinsäure ist von großer Bedeutung für die Bestimmung der Mechanismen der Genomreplikation und -expression während der metabolisch aktiven Phase des viralen Zyklus (Kapitel 2.3) (Mateu, 2013, S. 10).
Die virale Nukleinsäure wird wie die Nukleinsäure der Lebewesen aus „vielen kettenförmigen aneinander gereihten Nukleotiden gebildet“ (Schuster, 1998, S. 37). Jedes der Nukleotide besteht wiederum aus den drei Bauelementen Zucker, Nucleobase und Phosphorsäurerest (Schuster, 1998, S. 37). Der Zucker ist eine Pentose, da er in seinem Molekül fünf Kohlenstoffatome besitzt. Dieser liegt entweder in Form einer Ribose oder der Desoxyribose vor (Schuster, 1998, S. 37). Die Desoxyribose unterscheidet sich von der Ribose dadurch, dass sie am zweiten C-Atom statt eines Sauerstoffatoms (O), ein Wasserstoffatom (H) gebunden hat (Sadava, Hillis, Heller, Hacker & Markl, 2019, S. 79). Das Fehlen dieses Sauerstoffatoms ist ein wichtiger Unterschied zwischen der DNA (Desoxyribonukleinsäure) und der RNA (Ribonukleinsäure). Die virale Nukleinsäure kann abhängig vom Virustyp „einzel- oder doppelsträngig vorliegen, linear, ringförmig oder segmentiert sein“ (Modrow et al., 2010d, S. 14). Die sogenannten Riboviren (RNA-Viren) verwenden, wie es ihr Name schon vermuten lässt, RNA (Ribonukleinsäure) als genetisches Material. Die Nukleinsäure kann als Einzelstrang (single stranded = ss) (ssRNA/ssDNA) oder als Doppelstrang (double stranded = ds) (dsRNA/dsDNA) vorliegen (Mateu, 2013, S. 11).
1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Masern als Unterrichtsthema im Kontext aktueller gesundheitspolitischer Debatten und legt das Ziel der Erstellung einer lehrplanorientierten Unterrichtsreihe fest.
2. Viren – allgemeine Merkmale, Bau und Struktur, Strategien: Dieses Kapitel erläutert grundlegende virale Strukturen, Replikationsmechanismen, die Baltimore-Klassifikation sowie die Wege der Infektion und Pathogenität.
3. Das Masernvirus: Hier werden der historische Kontext, die Epidemiologie in Deutschland, der spezifische Aufbau des Masernvirus sowie dessen Pathogenese und Symptomatik detailliert dargestellt.
4. Die Masernschutzimpfung: Dieses Kapitel behandelt die medizinischen Grundlagen der Impfung, potenzielle Nebenwirkungen, das Masernschutzgesetz sowie die wissenschaftliche Einordnung von Impfdiskussionen.
5. Die Masern als Unterrichtsgegenstand: Dieser Teil widmet sich der pädagogischen Umsetzung durch die Mystery-Methode, inklusive Lernzielen, Kompetenzerwartungen und einem tabellarischen Verlaufsplan.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die virologischen und epidemiologischen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Eignung der gewählten methodischen Ansätze für den Biologieunterricht.
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Die Arbeit befasst sich mit der virologischen und medizinischen Aufarbeitung des Masernvirus sowie der didaktischen Konzeption einer Unterrichtsreihe für das Fach Biologie, um das Thema im schulischen Kontext zu vermitteln.
Die Arbeit deckt grundlegende virologische Prinzipien, die Epidemiologie der Masern, das Masernschutzgesetz, die medizinische Immunologie sowie didaktische Methoden wie die Mystery-Methode ab.
Das primäre Ziel ist es, eine schülerzentrierte Unterrichtsreihe zu konzipieren, die Schülerinnen und Schülern ein fundiertes Verständnis über Masern, deren Übertragung und die Bedeutung der Schutzimpfung durch problemorientiertes Lernen vermittelt.
Neben der theoretischen Herleitung virologischer Grundlagen wird die Mystery-Methode als didaktischer Ansatz genutzt, um vernetztes Denken und die eigenständige Bearbeitung komplexer Fragestellungen bei den Lernenden zu fördern.
Der Hauptteil gliedert sich in die biologische Analyse von Viren und deren Infektionswegen, eine spezifische fachliche Betrachtung des Masernvirus, eine Erörterung der Schutzimpfung und schließlich die praktische Ausarbeitung der Unterrichtsentwürfe.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Maservirus, Schutzimpfung, Herdenimmunität, Mystery-Methode und biologische Fachkompetenz geprägt.
Die Methode wurde gewählt, um Schüler aktiv in den Lernprozess einzubinden, indem sie durch rätselhafte Einstiegsfragen motiviert werden, Informationen selbstständig zu strukturieren und in einen komplexen biologischen Kontext einzuordnen.
Das Gesetz dient als gesetzlicher Rahmen und aktueller gesellschaftlicher Kontext, der die Impfpflicht unter bestimmten Bedingungen regelt und somit die Relevanz des Themas für den Biologieunterricht unterstreicht.
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