Bachelorarbeit, 2021
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Ausgangssituation
2.1. Ursachen der Proteste in Hongkong
2.2. Ursachen der Proteste in Thailand
3. Organisationsformen
3.1. Protestform und Träger der Proteste in Hongkong
3.1.1. Hongkongs führerlose Protestform
3.1.2. Die Träger der Proteste Hongkongs
3.1.2.1. Schüler und Studenten
3.1.2.2. Die Tapferen
3.1.2.3. Civil Human Rights Front
3.1.2.4. Gewerkschaften
3.1.2.5. LGBTQ
3.2. Protestform und Träger der Proteste in Thailand
3.2.1. Thailands führerlose Protestform
3.2.2. Die Träger der Proteste Thailands
3.2.2.1. Schüler
3.2.2.2. Studenten
3.2.2.3. Free Youth
3.2.2.4. Bad Student
3.2.2.5. United Front of Thammasat and Demonstration
3.2.2.6. Gewerkschaften
3.2.2.7. LGBTQ
4. Zielsetzungen
4.1. Zielsetzungen der Protestbewegung in Hongkong
4.2. Zielsetzungen der Protestbewegung in Thailand
5. Diskussionskapitel
5.1. Organisationsformen im Vergleich
5.2. Zielsetzungen im Vergleich
6. Resümee
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die strukturellen Ähnlichkeiten und Zielsetzungen der Protestbewegungen in Hongkong und Thailand, um zu ergründen, wie diese dezentralen Bewegungen unter politischem Druck agieren.
3.1.1. Hongkongs führerlose Protestform
Die Protestbewegung gegen das Auslieferungsgesetz war gekennzeichnet durch die Autonomie der Teilnehmer und das Fehlen von Führern und Organisationen. Diese führerlose Struktur entstand durch die Berücksichtigung einiger negativer Erfahrungen, die Teilnehmer der Regenschirm-Bewegung gemacht hatten. Die genannte Bewegung wurde zunächst von zwei Organisationen angeführt. Nachdem deren Leitpersonen verhaftet wurden, lösten sich beide Organisationen schnell auf. Um mit der Strafverfolgung eines Anführers nicht das Ende der Protestbewegung zu riskieren, lehnten die Hongkonger eine Führungsrolle nun strikt ab. Ohne einen Anführer konnte sich die hierarchielose Bewegung leichter an wechselnde Umstände anpassen (vgl. Kow et al. 2020). Der Ausruf keine Bühne war weit verbreitet und eine Allegorie für den Verzicht einer autoritativen Person. Neben Leitpersonen wollte man auf öffentliche Debatten und demokratische Abstimmungen verzichten (vgl. Loong-Yu 2020: 192). Die Bewegung machte sich zudem das Schlagwort Be Water des Hongkonger Actionfilm-Stars Bruce Lee zu eigen. Gäbe man Wasser in eine Tasse, füge es sich der Form der Tasse. Gäbe man Wasser in eine Flasche, füge es sich wiederum der Form der Flasche - so Lee. Wie Wasser zu sein, bedeutete für ihn jede Gestalt annehmen zu können und dadurch flexibel zu bleiben.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Protestkulturen unter jungen Menschen in Hongkong und Thailand sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2. Ausgangssituation: Historische Einordnung der politischen Konflikte in Hongkong (Bezug zum chinesischen Einfluss) und Thailand (Militär-Monarchie-Verhältnis).
3. Organisationsformen: Detaillierte Analyse der dezentralen Proteststrukturen, ihrer Entstehung und der eingesetzten digitalen Tools zur Mobilisierung.
4. Zielsetzungen: Untersuchung der spezifischen Forderungen und Reformwünsche beider Protestbewegungen sowie deren Erfolgsaussichten.
5. Diskussionskapitel: Systematische Gegenüberstellung und kritischer Vergleich der Organisationsmethoden und Zielvorhaben beider Regionen.
6. Resümee: Fazit über die Auswirkungen der Proteste und die Bedeutung der gewonnenen Erkenntnisse für zukünftige globale Protestbewegungen.
Hongkong, Thailand, Protestbewegung, Be Water, Demokratisierung, Digitalisierung, Jugendprotest, Studenten, Zivilgesellschaft, Überwachung, politische Partizipation, Gewerkschaften, Menschenrechte, Monarchie, Autoritarismus.
Die Arbeit analysiert und vergleicht die Strukturen und Ziele der zeitgleichen Protestbewegungen in Hongkong und Thailand in einer vergleichenden Perspektive.
Im Fokus stehen die Organisationsformen (insbesondere dezentrale Strukturen), die Rolle digitaler Medien bei der Mobilisierung und die politischen Zielsetzungen der jeweiligen Protestgruppen.
Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern ähneln sich die Organisationsformen und die verfolgten Ziele der Protestbewegungen in Hongkong und Thailand?“
Es wird eine vergleichende Analyse qualitativer Daten und Literatur vorgenommen, um die Handlungsweise und Zielsetzungen beider Bewegungen einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangssituation, der Organisationsstrukturen und der Zielvorgaben für beide Länder, inklusive der Rolle verschiedener Akteure wie Studenten oder Gewerkschaften.
Wesentliche Begriffe sind "Be Water"-Strategie, Demokratiebewegung, digitale Mobilisierung, Generation Z, politischer Widerstand und institutionelle Reformen.
In Thailand steht die Monarchie im Zentrum der Kritik, da sie eng mit militärischen Eliten verknüpft ist, was die Proteste dort zu einer fundamentaleren Systemkritik macht als in Hongkong.
Das Gesetz führte zu einem drastischen Abbau bürgerlicher Freiheiten, massenhaften Festnahmen und erschwerte die Organisation zukünftiger Proteste erheblich.
Trotz gemeinsamer Ziele gelang es den Arbeitnehmergruppen nicht, geschlossen zu agieren, da etablierte Gewerkschaften teils enge Bindungen an die bestehende Regierung pflegten.
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