Bachelorarbeit, 2020
66 Seiten
1. Fallbeispiel Schule „Kunterbunt“ – Diskriminierung hat viele Gesichter:
2.Theorethisches Wissen und Begriffe
2.1 Diversity, Begriff, Forschungsstand, Zugang
2.2 Schulsozialarbeit im Kontext von Diversity
2.3 „Social Justice“ und „Radical Diversity“ (Czollek/Perko et. al.)
2.4 Das Konzept der Intersektionalität, systemische Intersektionalität, Diskriminierungsmatrix - und Trias
2.4.1 Systemische Intersektionalität (Czollek/Perko et al.)
2.4.2 Diskriminierungsmatrix (Czollek/Perko et. al.)
2.5 Dimensionen von Diversity und Formen der Diskriminierung
2.5.1 Strukturelle Diskriminierung (Czollek/Perko et. al.)
2.5.2 Diskriminierungs-Trias (Viehmann)
3. Möglichkeiten zur Analyse von Diskriminierung –
3.1 Mehrebenenmodell (Winker/Degele)
3.2 Mehrperspektivenmodell (Czollek/Perko et. al.)
3.3 Abgrenzungen der Modelle
4. Antidiskriminierende Methoden und Strategien für die diversityorientierte Soziale Arbeit
4.1 Sichtbarmachung von Diskriminierung nach einer Kampagne des LADS
4.2 „Black is beautiful“ affirmativ rechtlicher Ansatz gegen Diskriminierung nach der US-amerikanischen Bürgerbewegung
4.3 Lesben und Schwule für Bergarbeiter – das Konzept des Verbündet seins.
4.4 Mit Kommunikation gegen Diskriminierung – Mahloquet (Czollek/Perko et. al.)
4.5 Diskriminierungsspezifische Module und Trainings im Rahmen von „Diversity“ und „Social Justice“ (Czollek/ Perko et. al.)
4.5.1 Strategien gegen Rassismus
4.5.2 Strategien gegen Lookismus
4.5.3 Strategien gegen Altersdiskriminierung
4.5.4 Strategien gegen Klassismus
4.5.5 Strategien gegen Ablesim/Behindertenfeindichkeit
4.5.6 Strategien gegen Sexismus/Heterosexismus
4.6 Gender Swap (Mahn-Gauseweg)
5. Exkurs: Macht, Herrschaft und die Bildung von Kategorien
5.1 Macht durch Diskurse (Butler)
5.2 Macht durch Sprache, Normierung und Naturalisierung (Butler)
5.3 Macht durch Kategorisierung – Genderparadoxie (Lorber)
6. Fazit für die Soziale Arbeit
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie SozialarbeiterInnen im Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe wirksam gegen Diskriminierung vorgehen können, ohne dabei selbst neue Diskriminierungsmechanismen zu reproduzieren. Das Kernziel ist die Anwendung des Konzeptes „Social Justice“ und diverser Analysemodelle auf die Schulpraxis, um durch Empowerment und intersektionale Allianzen eine diskriminierungsfreie Teilhabe zu ermöglichen.
1. Fallbeispiel Schule „Kunterbunt“ – Diskriminierung hat viele Gesichter:
Die Schulsozialarbeiterin der Förderschule für Lernbehinderung „Kunterbunt“ machte die letzten Wochen einige Feldbeobachtungen während ihres Arbeitsalltages.
Nicht nur, dass es die SchülerInnen der Förderschule sowieso schon schwer hätten, weil sie eben FörderschülerInnen sind. SchülerInnen der anderen Schulformen nennen sie auch oftmals „die von der „Kloppi-Schule“.
Immer wieder fällt ihr auf, dass Kinder aufgrund unterschiedlicher Merkmale gemobbt und von ihrer Klasse ausgeschlossen werden. Da ist zum Beispiel Tom aus der 6 b. Ein eloquenter höflicher junger Mann der es allein aufgrund seiner „nicht weißen Hautfarbe“ nicht schafft, in den Klassenverband aufgenommen zu werden. Oder Vivien: Seitdem ihre MitschülerInnen wissen, dass die 7. Klässlerin eine LGBT Identität besitzt, finden sie alle komisch. Dann ist da auch noch Susi. Susi trifft es besonders hart, denn sie ist nicht nur in der Förderschule für Lernbehinderung in einem Rollstuhl unterwegs, sie trägt auch noch ein Kopftuch und ihre Familie hat wenig Geld.
Als die Sozialarbeiterin diese und weitere „Fälle“ im LehrerInnenkollegium ansprechen möchte, beobachtet sie weitere Aussagen gegen Vielfalt aller Art.
1. Fallbeispiel Schule „Kunterbunt“ – Diskriminierung hat viele Gesichter:: Beschreibt alltägliche Diskriminierungssituationen an einer Förderschule als konkrete Grundlage für die weiteren theoretischen Ausführungen.
2.Theorethisches Wissen und Begriffe: Führt in das Konzept von Diversity ein und grenzt "Social Justice" sowie "Radical Diversity" von rein ökonomischen Diversity-Ansätzen ab.
3. Möglichkeiten zur Analyse von Diskriminierung –: Stellt verschiedene Modelle wie das Mehrebenen- und das Mehrperspektivenmodell vor, um soziale Ungleichheit methodisch greifbar zu machen.
4. Antidiskriminierende Methoden und Strategien für die diversityorientierte Soziale Arbeit: Präsentiert praxisorientierte Handlungsoptionen und Trainingsmodule für verschiedene Diskriminierungsformen.
5. Exkurs: Macht, Herrschaft und die Bildung von Kategorien: Reflektiert mithilfe von Judith Butler und anderen Theoretikern die Rolle von Macht in Diskursen und das Paradoxon der Kategoriebildung.
6. Fazit für die Soziale Arbeit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit stetiger Selbstreflexion in der sozialen Arbeit zur Vermeidung neuer Ausgrenzungsprozesse.
Soziale Arbeit, Diversity, Intersektionalität, Social Justice, Diskriminierung, Schulsozialarbeit, Empowerment, Machtverhältnisse, Kategorienbildung, Anti-Diskriminierung, Radical Diversity, Identität, Inklusion, Differenzlinien, Strukturmodell.
Die Arbeit behandelt die Relevanz von Diversity und Intersektionalität in der Sozialen Arbeit, insbesondere im Kontext von Schule und Jugendarbeit, um Diskriminierung wirksam und nachhaltig zu begegnen.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Diversity, die Analyse von struktureller Diskriminierung, Methoden der antidiskriminierenden Arbeit sowie die kritische Auseinandersetzung mit Machttheorien und Kategorienbildung.
Das Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten für SozialarbeiterInnen zu entwickeln, die intersektionale Perspektiven berücksichtigen, um eine diskriminierungsfreie Teilhabe für alle AdressatInnen zu fördern.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf dem "Praxishandbuch Social Justice und Diversity" sowie machttheoretische Ansätze, um Diskriminierungsphänomene theoriegeleitet zu dekonstruieren und in das Handlungsfeld der Schulsozialarbeit zu übertragen.
Im Hauptteil werden Analysemodelle für Diskriminierung vorgestellt, Strategien wie das "Verbündet sein" erläutert und konkrete Trainingsmodule zu Themen wie Rassismus, Lookismus, Klassismus, Altersdiskriminierung und Sexismus detailliert ausgearbeitet.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Intersektionalität, Social Justice, strukturelle Diskriminierung, Empowerment, Machtverhältnisse und das Konzept der Mahloquet als dialogische Methode.
Es dient als praxisnaher Einstieg, der die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen (Intersektionalität) im Alltag verdeutlicht und so das Bedürfnis nach einem theoriegeleiteten, professionellen Handeln in der Schulsozialarbeit motiviert.
Die Arbeit reflektiert kritisch, dass Kategorien einerseits notwendig sind, um Diskriminierung überhaupt sichtbar zu machen (z.B. nach Judith Butler), andererseits aber auch neue Machtstrukturen und Stigmatisierungen erzeugen können, weshalb ein steter Reflexionsprozess erforderlich bleibt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

