Bachelorarbeit, 2022
65 Seiten, Note: 2,0
A. Einleitung
1.1 Forschungsfragen
1.2 Aufbau der Arbeit
I. Theoretischer Hintergrund: Analytische Grundlage des Länderberichts
1. Varietes of Capitalism
2.Entscheidungsfindung in Krisensituationen
II. Deutschland
1. Entscheidungsfindung in Krisensituationen
2.Folgen der Anwendung des Infektionsschutzgesetzes
3.Entwicklung der Kurzarbeit
4. Funktion der Kurzarbeit
5.Rechtsgrundlagen der Kurzarbeit
5.1. Arbeitsrechtliche Voraussetzungen für die Einführung von Kurzarbeit
5.2.Sozialrechtliche Voraussetzungen
6. Betriebliche Voraussetzungen
7. Persönliche Voraussetzungen
8. Deutsches Kurzarbeitsmodell
8.1. Anzeige des Arbeitsausfalls
8.2.Antrag und Bewilligung auf Kurzarbeitergeld
8.3.Höhe, Dauer und Verbeitragung des
8.4. Gesetz zur krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld
III. Österreich
1. Rechtsstaat während der Corona-Pandemie
2. Entwicklung der Kurzarbeit in Österreich
3. Rechtsgrundlagen der Kurzarbeit
a. Voraussetzungen von Kurzarbeit
b. Ausgestaltung der Kurzarbeit
c. Sonderbetreuungsurlaub
d. Anspruch auf Entgeltfortzahlung & Inanspruchnahme des Jahresurlaubs
IV. Schweiz
1. Rechtsstaat während der Corona-Pandemie
Art. 6 Besondere Lage
Art. 7 Ausserordentliche Lage
Art. 8 Vorbereitungsmassnahmen
2. Entwicklung der Kurzarbeit in der Schweiz
3.Rechtsgrundlagen der Kurzarbeit
a. Voraussetzungen
B. Fazit
1. Beantwortung der Forschungsfragen
2. Limitierungen und Ausblick für zukünftige Forschungsvorhaben
Die Arbeit untersucht rechtsvergleichend die Entwicklung und Ausgestaltung von Kurzarbeitsmodellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Kontext der COVID-19-Pandemie. Ziel ist es, Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in den krisenbedingten Anpassungen dieser arbeitsmarktpolitischen Instrumente zu identifizieren und zu evaluieren, welches Modell auf Basis der gesetzlichen Rahmenbedingungen als besonders effektiv angesehen werden kann.
A. Einleitung
Zu Beginn der COVID-19-Pandemie verabschiedeten europäische Länder mehr oder weniger umfassende Maßnahmenpakete, um das Beschäftigungsniveau zu halten, die sozialen Folgen der Pandemie auszugleichen sowie die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten. Die meisten Länder haben Maßnahmen zur Subventionierung vorübergehender Arbeitszeitverkürzungen ergriffen, indem sie bestehende Programme verstärkten oder ganz neue Programme einführten. In Anlehnung an die gängige Terminologie werden eben diese Programme in der vorliegenden Arbeit als Kurzarbeit bezeichnet.
Die Kurzarbeit kein soziales Recht für Arbeitnehmer:innen dar. Sie kann vielmehr als Teil des umfassenderen Systems der Einkommenssicherung in vielen Staaten innerhalb und außerhalb Europas betrachtet werden. Außerdem hat die Kurzarbeit einen doppelten Charakter. Einerseits ist es ein sozialpolitisches Instrument, das darauf abzielt, das Einkommen von Arbeitnehmer:innen im Falle von Arbeitslosigkeit zu stützen. Andererseits soll es Unternehmen ermöglichen, ihre hochqualifizierten Arbeitskräfte zu halten, um eine Streuung des Humankapitals infolge von Entlassungen zu vermeiden.
Es erscheint interessant, der Kurzarbeit zugrundeliegende Gesetzgebung länderübergreifend zu vergleichen und dabei Veränderungen herauszuarbeiten, die im Zuge der COVID-19-Pandemie etabliert wurden.
A. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kurzarbeit während der Pandemie ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
I. Theoretischer Hintergrund: Analytische Grundlage des Länderberichts: Hier werden die ökonomischen Theorien, speziell der "Varietes of Capitalism"-Ansatz, erläutert, um die unterschiedlichen Rollen und Erwartungen an Kurzarbeitsmodelle theoretisch zu fundieren.
II. Deutschland: Das Kapitel analysiert das deutsche Modell, dessen Rechtsgrundlagen im Infektionsschutzgesetz und SGB III sowie die spezifischen Voraussetzungen und betrieblichen Rahmenbedingungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld.
III. Österreich: Es folgt eine Darstellung des österreichischen Rechtsstaates während der Pandemie und der historischen Entwicklung sowie der rechtlichen Ausgestaltung des österreichischen Kurzarbeitsmodells.
IV. Schweiz: Dieses Kapitel widmet sich den schweizerischen Besonderheiten, dem verfassungsrechtlichen Rahmen für Krisenmaßnahmen und der spezifischen Umsetzung der Kurzarbeit unter Berücksichtigung der arbeitslosenversicherungsrechtlichen Bestimmungen.
B. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und reflektiert die Stärken und Schwächen der jeweiligen nationalen Ansätze, verbunden mit einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Kurzarbeit, COVID-19-Pandemie, Arbeitsmarktpolitik, Rechtsvergleich, Deutschland, Österreich, Schweiz, Kurzarbeitergeld, Infektionsschutzgesetz, Soziale Sicherung, Beschäftigungserhalt, Arbeitsrecht, Krisenmanagement, Humankapital, Arbeitszeitverkürzung.
Die Arbeit befasst sich mit der vergleichenden Analyse von Kurzarbeitsmodellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der krisenbedingten Veränderungen durch die COVID-19-Pandemie.
Zentral sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die ökonomischen Varianten des Kapitalismus in den jeweiligen Ländern, die Anpassungsfähigkeit der Kurzarbeit als Instrument zur Existenzsicherung und der Erhalt von Arbeitsplätzen in Krisenzeiten.
Ziel ist es herauszuarbeiten, wie die drei Länder rechtlich auf die Pandemie reagiert haben, ob ihre Kurzarbeitsmodelle konvergiert oder divergiert sind und welche Modelle sich aufgrund ihrer gesetzlichen Ausgestaltung als effektiver erwiesen haben.
Die Arbeit nutzt eine rechtsvergleichende Methode, um die unterschiedlichen Entscheidungssysteme und sozialrechtlichen Regelungen auf Basis der jeweiligen nationalen Gesetzgebung systematisch gegenüberzustellen.
Der Hauptteil ist nach Ländern gegliedert und behandelt jeweils die Rechtsgrundlagen, die tatsächliche Entwicklung des Instruments während der Pandemie sowie die spezifischen Voraussetzungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Inanspruchnahme.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kurzarbeit, Arbeitsmarktpolitik, Rechtsvergleich, Infektionsschutz, Sozialrecht und Krisenbewältigung definiert.
Das deutsche Modell ist stark im SGB III verankert und mit relativ komplexen Antrags- und Nachweisverfahren verbunden, während das schweizerische Modell durch eine höhere Flexibilität und eine zentralere Steuerung bei gleichzeitig starker Einbindung in die Arbeitslosenversicherung gekennzeichnet ist.
Das Infektionsschutzgesetz diente als rechtliche Basis für hoheitliche Betriebsschließungen, was den Arbeitsausfall begründete und damit indirekt die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in vielen Unternehmen notwendig machte.
Österreich wird aufgrund seines spezifischen Krisenmanagements und der schnellen legislativen Anpassungen beleuchtet, wobei das österreichische Modell durch die enge Verknüpfung mit den Sozialpartnervereinbarungen eine eigene Dynamik entwickelt hat.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

