Bachelorarbeit, 2010
35 Seiten, Note: 1,6
1. Einleitung
1.1 Thema der Arbeit
1.2 Fragestellung
1.3 Forschungsstand
2. Hispanische Immigration in die USA
2.1 Die „neue Immigration“ nach 1965
2.2 Ausgewählte Herkunftsländer der Hispanics
2.2.1 Mexikanische Immigration
2.2.2 Puerto-Ricaner und Kubaner
2.3 Hispanics: zur Begriff- und Identitätsfrage
3. Auswirkungen der Lateinamerikanisierung auf die US-amerikanische Gesellschaft
3.1 Spanisch im US-amerikanischen Alltag
3.2 Wirtschaftsfaktor Hispanics: Arbeitsmarkt und Remittances
3.3 Der wachsende Einfluss des Voto Latino in der US-amerikanischen Politik
4. Samuel P. Huntington: Die hispanische/mexikanische Herausforderung
4.1 Entwicklung des nationalen Selbstverständnis
4.2 Mexikanische Immigration als Angriff auf die amerikanische Identität
4.3 Huntington und Herder: Kulturalismus im Eintakt
4.4 Huntingtons fehlende empirische Untermauerung
4.5 Kritik an Huntingtons Thesen
5. Aktuelle Entwicklungen in der Einwanderungsdebatte
5.1 Verhärtete Fronten im defekten System
5.2 Entwicklungen seit dem 11.September 2001
5.3 Arizona-SB 1070: aktuelles Fallbeispiel mit Symbolcharakter
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschichtlichen Hintergründe der sogenannten "Lateinamerikanisierung" der USA sowie deren vielschichtige Auswirkungen auf die US-amerikanische Gesellschaft. Dabei wird analysiert, wie sich die demografische Verschiebung in kultureller, ökonomischer und politischer Hinsicht niederschlägt und wie diese Prozesse, insbesondere aus der Perspektive von Samuel P. Huntington, kritisch diskutiert werden.
2.1 Die „neue Immigration“ nach 1965
Die so genannte new immigration von überwiegend nicht-europäischen Einwanderern begann 1965 mit der Verabschiedung des Immigration and Nationality Act, der das bis dahin vorherrschende System der Länderquoten abschaffte und neben dem Schutz der Familie die Präferenzen unterschiedlicher Wirtschaftssektoren ins Zentrum der Zulassungspolitik rücken sollte.
Die vorherige, rassistische Quotierung, die gezielt Einwanderer aus Süd- und Osteuropa ferngehalten hatte, war in der politischen Stimmung der von sozialen Bürgerrechtsbewegungen geprägten 1960er in den USA zunehmend in Verruf geraten (Waldinger 1989:212).
Hatte man bei der Gesetzesentwicklung in der US-Migrationspolitik bisher vor allem den Schwerpunkt auf die Familienzusammenführung europäischer Familien gelegt, stellte sich allerdings schon bald eine nicht erwartete chain migration ein, d.h. die Möglichkeit zur Familienzusammenführung wurde auch von anderen ethnischen Gruppen, vor allem von Asiaten und Latinos, genutzt (Zollberg 1999:79).
1. Einleitung: Einführung in das Thema der demografischen Transformation der USA und die damit verbundene gesellschaftspolitische Debatte.
2. Hispanische Immigration in die USA: Darstellung der historischen Entwicklung und statistischen Zusammensetzung der Einwanderung aus lateinamerikanischen Ländern seit 1965.
3. Auswirkungen der Lateinamerikanisierung auf die US-amerikanische Gesellschaft: Analyse der sozioökonomischen und politischen Folgen der Präsenz hispanischer Gemeinschaften in den USA.
4. Samuel P. Huntington: Die hispanische/mexikanische Herausforderung: Kritische Auseinandersetzung mit Huntingtons Thesen zur Bedrohung der anglo-amerikanischen Identität.
5. Aktuelle Entwicklungen in der Einwanderungsdebatte: Diskussion der verschärften Einwanderungspolitik und exemplarische Betrachtung gesellschaftlicher Konfliktlinien.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der langfristigen Auswirkungen der lateinamerikanischen Einwanderung auf die amerikanische Identität und Nation.
Hispanics, Immigration, USA, Lateinamerikanisierung, Identität, Integration, Samuel P. Huntington, Remittances, Voto Latino, Einwanderungsdebatte, Demografie, Multikulturalismus, Arizona-SB 1070
Die Arbeit analysiert die „Lateinamerikanisierung“ der USA, also den tiefgreifenden demografischen Wandel durch eine wachsende hispanische Bevölkerung und die daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie politischen Diskurse.
Die Schwerpunkte liegen auf der Migrationsgeschichte, der sprachlichen und wirtschaftlichen Integration, dem wachsenden politischen Einfluss der Latinos sowie der theoretischen Debatte um die amerikanische nationale Identität.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der hispanischen Immigration kritisch zu beleuchten, aktuelle politische Herausforderungen zu identifizieren und die weit verbreitete These der kulturellen Bedrohung wissenschaftlich einzuordnen.
Es handelt sich um eine sozialwissenschaftliche Analyse, die den aktuellen Forschungsstand und theoretische Ansätze, insbesondere die von Samuel P. Huntington, auf der Basis vorhandener demografischer und sozioökonomischer Daten diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Migrationswellen, die Analyse ökonomischer und sprachlicher Einflüsse, eine fundierte Auseinandersetzung mit huntingtonschen Thesen zur kulturellen Destabilisierung sowie eine Betrachtung der aktuellen politischen Lage rund um Einwanderungsgesetze.
Wesentliche Begriffe sind "Hispanics", "Immigration", "Identitätsschutz", "Migrationspolitik" und "kulturelle Integration".
Huntington wird als ein Hauptvertreter einer migrationskritischen Position untersucht, dessen Thesen zur Gefährdung der angelsächsisch-protestantischen Identität detailliert widerlegt bzw. in den Kontext historischer und soziologischer Kritik gestellt werden.
Dieses Gesetz dient als aktuelles, symbolträchtiges Beispiel für die verhärteten Fronten in der US-amerikanischen Einwanderungsdebatte und die Bemühungen einzelner Bundesstaaten, selbstständig gegen irreguläre Zuwanderung vorzugehen.
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