Magisterarbeit, 1999
103 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
1.1 Theoretischer Rahmen
1.2 Begriffsklärungen
1.3 Entwicklung der spanischen klitischen Pronomina
1.3.1 Latein und Spanisch
1.3.1.1 Pronomina der 1. und 2. Person
1.3.1.2 Pronomina der 3. Person
1.3.1.3 Stellung der Klitika
1.3.2 Spanische Klitika im Mittelalter
1.4 Klitische Pronomina im heutigen Spanisch
1.4.1 Das Inventar
1.4.1.1 Pronomina der 1./2. Person
1.4.1.2 Pronomina der 3. Person
1.4.1.2.1 Leísmo, laísmo, loísmo
1.4.2 Klitika als Bündel morphologischer Merkmale
1.4.3 Funktionen der Klitika
1.4.3.1 Klitika und Argumente
1.4.3.1.1 Subjekt
1.4.3.1.2 Objekte
1.4.3.1.2.1 Direktes Objekt
1.4.3.1.2.2 Indirektes Objekt
1.4.3.2 Andere Funktionen
1.4.3.2.1 Inhärente Klitika
1.4.3.2.2 Adressor-Klitika
1.5 Eigenschaften von Klitika
1.5.1 Affix - Klitikon - Wort
1.5.2 Klitika als ‘objektive Konjugation’
1.5.3 Argumente gegen den Flexionsaffixstatus spanischer Klitika
2 Klitika im Cluster
2.1 Datenlage
2.2 Bisherige Lösungsansätze
2.2.1 Syntaktische Derivationen
2.2.1.1 Phrasenstrukturregeln
2.2.1.2 Klitika in neueren syntaktischen Ansätzen
2.2.2 Oberflächenfilter für Clitic Cluster
2.2.3 Morphologische Templates
2.3 Klitika in der Optimality Theory
2.3.1 Warum erscheinen überhaupt Klitika?
2.3.2 Faithfulness
2.3.2.1 Kritisches Inventar - Constraint-System
2.3.3 Exkurs 1: leísmo und laísmo
2.3.4 Lineare Abfolge der Klitika
2.3.4.1 Align-Left
2.3.4.1.1 Zwei dritte Personen
2.3.4.1.2 Das Problem mit se
2.3.4.2 Align-Right
2.3.5 Exkurs 2: me se-Dialekte
2.3.6 Kombinationsbeschränkungen
2.3.6.1 Spanische se-Ellipse
2.3.6.2 Weitere Konsequenzen aus Antihomophony (* XX)
2.3.6.3 Die ‘spurious se’-Regel
2.3.6.3.1 Zweiersequenzen
2.3.6.3.2 Dreiersequenzen
2.3.6.4 Der * me lui / I-II Constraint
2.3.6.4.1 * I-II-Beschränkungen
2.3.6.4.2 * me-lui-Beschränkungen
2.3.7 Exkurs 3: Floating gender and number
2.4 Zusammenfassung
3 Schlussbemerkung
4 Anhang
4.1 Abkürzungen
4.2 Constraints
4.3 Korpus
4.4 Literatur
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das Verhalten spanischer klitischer Pronomina in klitischen Sequenzen mit dem Ziel, die zugrunde liegenden Beschränkungen und Kombinationsmöglichkeiten innerhalb der Optimality Theory zu analysieren und zu erklären.
1 Einleitung
Gegenstand dieser Arbeit ist das Verhalten spanischer klitischer Pronomina in klitischen Sequenzen.
Die Betrachtung von Klitika ist in verschiedener Hinsicht interessant und komplex. Klitika stehen am Schnittpunkt verschiedener sprachlicher Module, was eine eindeutige Erklärung der beobachtbaren Phänomene ausschließlich innerhalb eines Moduls nahezu unmöglich macht.
Dazu kommt, daß mit dem Begriff „Klitikon“ zwar bestimmte Eigenschaften assoziiert werden, aber die klitischen Elemente verschiedener Sprachen durchaus unterschiedliches syntaktisches, morphologisches und phonologisches Verhalten zeigen. Die Klasse der Klitika - wenn es sie überhaupt gibt - ist nicht homogen.
In der Untersuchung der klitischen Pronomina des heutigen Spanisch soll herausgearbeitet werden, welche Erklärungen sich für die Tatsache anbieten, daß sie in ihrer Kombinierbarkeit und ihrer Positionierung dermaßen deutlich von ihren nichtklitischen Entsprechungen abweichen. Regionale und soziale Unterschiede können nicht erschöpfend diskutiert werden; da aber gerade im Bereich der Klitika große Unterschiede sowohl im aktiven Gebrauch als auch in der passiven Beurteilung von Sequenzen bestehen, fließt dieser Punkt natürlich mit ein. Sofern nicht explizit auf eine bestimmte Variante hingewiesen wird, orientiere ich mich an einem „Standard-Castellano“, das laut Quellen von den meisten Sprechern akzeptierten Sequenzen umfassen soll. Es geht mir hierbei aber nicht darum, einen kompletten Überblick zu erstellen, wie das System einer speziellen Variante aufgebaut sein muß. Vielmehr soll gezeigt werden, daß eine Lösung für die angesprochenen Probleme möglich ist, und wie diese Lösung in speziellen Fällen aussehen kann.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema der Untersuchung spanischer Klitika im Kontext ihrer komplexen Schnittstellen zwischen sprachlichen Modulen und skizziert die methodische Vorgehensweise innerhalb der Optimality Theory.
1.1 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel verortet die Arbeit in den Prinzipien- und Parametertheorien und leitet zur Optimality Theory als alternativem Erklärungsmodell über.
1.2 Begriffsklärungen: Definition der zentralen Termini wie Klitikon, Klitisierung und der Relation der klitischen Bindung.
1.3 Entwicklung der spanischen klitischen Pronomina: Darstellung der historischen Entwicklung aus dem Lateinischen und der Stellung der Klitika im mittelalterlichen Spanisch.
1.4 Klitische Pronomina im heutigen Spanisch: Beschreibung des Inventars, der Funktionen und der morphologischen Merkmale spanischer Klitika im gegenwärtigen Sprachgebrauch.
1.5 Eigenschaften von Klitika: Untersuchung des Status der Klitika zwischen Affix und Wort sowie der Debatte um die 'objektive Konjugation'.
2 Klitika im Cluster: Analyse der Kombination von Klitika in Clustern, ausgehend von der Datenlage und bisherigen syntaktischen Ansätzen.
2.1 Datenlage: Empirische Bestandsaufnahme der Reihenfolgen und Akzeptabilitätsmuster spanischer Klitik-Sequenzen.
2.2 Bisherige Lösungsansätze: Kritische Auseinandersetzung mit traditionellen syntaktischen Derivationen und Oberflächenfiltern.
2.3 Klitika in der Optimality Theory: Anwendung der Optimalitäts-Theorie zur Erklärung der Abfolgen und Beschränkungen.
2.4 Zusammenfassung: Resümee über die prosodischen Domänen und die Wirkung von Constraints innerhalb klitischer Sequenzen.
3 Schlussbemerkung: Zusammenfassende Bewertung der theoretischen Ansätze und Ausblick auf offene Forschungsfragen.
4 Anhang: Bereitstellung der Abkürzungen, Definitionen der Constraints und des verwendeten Korpus an Beispielen.
Spanische Klitika, Pronomina, Optimality Theory, Klitische Sequenzen, Clitic Cluster, Syntax, Morphologie, Faithfulness, Markedness, Sprachwandel, Leísmo, Laísmo, Kongruenz, Alignment, Constraint-System
Die Arbeit untersucht das spezifische Verhalten und die Kombinierbarkeit spanischer klitischer Pronomina innerhalb von Sequenzen unter Anwendung der Optimality Theory.
Die Themen umfassen die historische Entwicklung der Klitika, ihre morphosyntaktische Klassifizierung, die Analyse von Klitik-Clustern sowie dialektale Phänomene wie Leísmo und Laísmo.
Das Ziel ist es, ein konsistentes Erklärungsmodell für die Abfolge und Kombination spanischer Klitika zu entwickeln, das über traditionelle, oft lückenhafte Ansätze hinausgeht.
Die Arbeit nutzt primär die Methodik der Optimality Theory (OT), um sprachliche Phänomene durch ein hierarchisches System von Constraints (Beschränkungen) und deren Interaktion zu erklären.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze zur syntaktischen Derivation als auch eine detaillierte OT-Analyse der Klitik-Cluster, inklusive der Behandlung von Exkursen zu dialektalen Besonderheiten, durchgeführt.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind spanische Klitika, Optimality Theory, Klitische Sequenzen, Syntax, Morphologie und Constraint-Interaktion.
Klitika befinden sich an der Schnittstelle verschiedener sprachlicher Module (Syntax, Morphologie, Phonologie), was eine eindeutige Zuordnung in nur einem Modul unmöglich macht und komplexe Interaktionen erfordert.
Die Regel beschreibt die Ersetzung des Dativ-Klitikons durch 'se' in bestimmten Sequenzen der dritten Person, was in der Arbeit als morphologische Anpassung innerhalb des Constraint-Systems erklärt wird.
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