Bachelorarbeit, 2022
27 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
2 Steuerrechtliche Grundlagen
2.1 Allgemein
2.2 Sponsor
2.2.1 Aufwendungen als Betriebsausgaben
2.2.2 Aufwendungen als Spende
2.2.3 Aufwendungen als nicht abziehbare Kosten der Lebensführung/ verdeckte Gewinnausschüttungen
2.3 Gesponserter
2.3.1 Ideeller Bereich und Vermögensverwaltung
2.3.2 Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
3 Bandenwerbung
3.1 Allgemein
3.2 Fallbeispiel ohne Werbeagentur
3.2.1 Sponsor und Gesponserter
3.3 Fallbeispiel mit Werbeagentur
3.3.1 Sponsor und Gesponserter
4 Trikotwerbung
4.1 Allgemein
4.2 SC Freiburg e. V. und Schwarzwaldmilch GmbH
4.2.1 Sponsor und Gesponserter
5 Fazit
Die Bachelorarbeit verfolgt das primäre Ziel, die steuerliche Behandlung von Sponsoring im Profifußball aus Sicht des Sponsors (Kapitalgesellschaften) sowie des Gesponserten (eingetragene Vereine) zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie sich verschiedene Sponsoringmodelle – insbesondere Banden- und Trikotwerbung – unter Berücksichtigung steuerrechtlicher Rahmenbedingungen auf die Steuerlast der jeweiligen Beteiligten auswirken.
3.2 Fallbeispiel ohne Werbeagentur
Der Fußballprofiverein X e. V. aus Berlin hat einen Sponsoringvertrag mit der Kapitalgesellschaft Y GmbH abgeschlossen. Der Verein stellt dem Unternehmen eine Werbebande im eigenen Stadion zur Verfügung und wird mit einer Geldleistung von der GmbH gefördert. Der Gesponserte engagiert sich und unterstützt den Sponsor bei der Aktion. Im Stadion des Klubs werden bei den Heimspielen auf einer LED-Bande das Logo und der Name der GmbH abgebildet. Dafür erhält der Geförderte Einnahmen i. H. v. 50.000 €. Die Kosten liegen für eine 5-lfm-LED-Bande bei 21.000 €.
In diesem Fall hat der Sponsor die Intention, durch Bandenwerbung auf sein Unternehmen aufmerksam zu machen. Es wird ein ökonomischer Nutzen angestrebt, da unter anderem Kunden gewonnen werden können, die entweder als Zuschauer bei den Heimspielen sind oder beispielsweise eine Liveübertragung verfolgen. Das Prestige der GmbH kann bewahrt oder gesteigert werden. Nach dieser Annahme können die Aufwendungen von 50.000 € als Betriebsausgaben angesetzt werden, wenn sie vom Unternehmen betrieblich gem. § 4 Abs. 4 EStG festgelegt werden. Die Folge für die Gesellschaft ist, dass die Betriebsausgaben für das Sponsoring steuerlich abzugsfähig sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Relevanz des Sportsponsorings ein und definiert die Fragestellung zur steuerlichen Auslegung bei Förderern und Geförderten im Profifußball.
2 Steuerrechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für Sponsoren und Vereine, inklusive der Abgrenzung von Betriebsausgaben, Spenden und der verschiedenen Sphären der Vereinsbesteuerung.
3 Bandenwerbung: Hier wird anhand fiktiver Fallbeispiele der Einfluss einer Werbeagentur auf die steuerliche Belastung bei Bandenwerbung ökonomisch analysiert und gegenübergestellt.
4 Trikotwerbung: Dieses Kapitel untersucht das Trikotsponsoring anhand des Praxisbeispiels SC Freiburg und erörtert die Möglichkeiten der Besteuerungsarten für Gemeinnützigkeitsvereine.
5 Fazit: Das Fazit fasst die steuerlichen Vorteile durch gezielte Vertragsgestaltung (z. B. Einbindung von Agenturen oder Gewinnpauschalisierung) zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Sponsoring, Profifußball, Steuerrecht, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Betriebsausgaben, Spenden, Bandenwerbung, Trikotwerbung, Gemeinnützigkeit, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Vermögensverwaltung, Sportrechteagentur, Gewinnpauschalisierung, Steuerbelastung.
Die Arbeit analysiert die steuerrechtlichen Implikationen von Sponsoringaktivitäten im deutschen Profifußball für Sponsoren und Vereine.
Zentrale Themen sind die Einordnung von Sponsoringleistungen als Betriebsausgaben versus Spenden sowie die Abgrenzung der drei steuerlichen Sphären von Sportvereinen.
Die Forschungsfrage lautet, wie sich die steuerliche Auslegung beim Sponsor und Gesponserten unterscheidet und welche Modelle (mit/ohne Agentur) steuerliche Vorteile bieten.
Die Arbeit nutzt die Literaturrecherche für die rechtlichen Grundlagen und führt eine steuerökonomische Fallstudienanalyse (Banden- und Trikotwerbung) durch.
Der Hauptteil gliedert sich in steuerrechtliche Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Bandenwerbung sowie die Untersuchung der Trikotwerbung am Beispiel des SC Freiburg.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Sponsoring, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Gemeinnützigkeit und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb.
Es ist vorteilhaft, wenn durch die Agentur die Einordnung als steuerfreie Vermögensverwaltung erreicht wird und die Provision der Agentur nicht mehr als ein Viertel des Gewinns beträgt.
Die Wahl ist relevant, da sie die Höhe des zu versteuernden Gewinns maßgeblich beeinflusst, insbesondere wenn die laufenden Kosten der Sponsoringmaßnahme verhältnismäßig niedrig sind.
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