Masterarbeit, 2019
72 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert die zunehmende Privatisierung von Polizeiaufgaben im Kontext des deutschen Sicherheitsdiskurses. Sie beleuchtet die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung und untersucht die Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit, den Sozialstaat und die demokratischen Strukturen. Die Analyse stützt sich auf verschiedene theoretische Ansätze, darunter die Gouvernementalitätstheorie, die kritische Sicherheitsforschung und die Soziologie der Kriminalität.
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Privatisierung von Polizeiaufgaben ein und stellt die Forschungsfrage sowie die methodischen Grundlagen der Arbeit dar. Das zweite Kapitel analysiert den Wunsch nach Sicherheit und beleuchtet das Gewaltmonopol des Staates sowie die Bedeutung der inneren und äußeren Sicherheit in der heutigen Zeit. Das dritte Kapitel widmet sich der Rolle von privaten Sicherheitsdiensten und deren Kooperation mit der Polizei. Es werden verschiedene Formen der Zusammenarbeit, die Realisierungs-Modi und das Erscheinungsbild der privaten Sicherheitsbranche beleuchtet. Kapitel vier beschäftigt sich mit Kriminalitätsfurcht und Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Es werden die Ursachen für die steigende Kriminalitätsfurcht, die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und die verschiedenen Kontrollkulturen analysiert. Das fünfte Kapitel befasst sich mit dem Konzept der "Sicherheitsgesellschaft" und untersucht die Entwicklung und die Auswirkungen dieser neuen Gesellschaftsform. Das sechste Kapitel schließlich analysiert den Zusammenhang zwischen Privatisierung, Sozialstaat und Neoliberalismus. Es werden die Auswirkungen der Privatisierung auf den Wohlfahrtsstaat, die Reorganisation der Verwaltung und die soziale Ungleichheit diskutiert.
Privatisierung, Polizeiaufgaben, Sicherheit, Sicherheitsdienste, Kriminalitätsfurcht, Sicherheitsbedürfnis, Sicherheitsgesellschaft, Gouvernementalität, Sozialstaat, Neoliberalismus, Kontrollkulturen, Public Private Partnership (PPP), Effizienz, Effektivität, Staatsaufgabendiskussion, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Kriminalität, Risiko, Prävention.
Die Arbeit untersucht, ob es sich um einen Rückzug oder eher um eine Reorganisation handelt, bei der der Staat sich auf Kernaufgaben konzentriert, während Private unterstützende Funktionen übernehmen.
Private Dienste sind in der Luftsicherheitskontrolle, der Verkehrsüberwachung, dem Objektschutz und im Streifendienst auf Bahnhöfen (z. B. DB Sicherheit) tätig.
PPP bezeichnet die Zusammenarbeit zwischen staatlicher Polizei und privaten Sicherheitsunternehmen, um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten zu senken.
Ein Grund ist die steigende Kriminalitätsfurcht der Bevölkerung und das Gefühl, vom Staat allein nicht mehr ausreichend geschützt zu sein, verstärkt durch Bedrohungen wie den Terrorismus.
Kritiker warnen vor einer Erosion des staatlichen Gewaltmonopols, einer Ungleichverteilung von Sicherheit (Sicherheit als Ware) und Problemen bei der demokratischen Kontrolle privater Akteure.
Der Begriff beschreibt eine Gesellschaft, in der die Prävention von Risiken und die ständige Kontrolle (Gouvernementalität) zu zentralen Leitmotiven des sozialen Zusammenlebens werden.
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