Bachelorarbeit, 2007
52 Seiten, Note: 2,15
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1 Einleitung
1.1 Einleitung und Vorstellung der Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Das Konzept der Europäischen Metropolregionen
2.1 Definition und Entwicklung
2.2 Funktionen von Metropolregionen
2.3 Die Europäischen Metropolregionen in Deutschland
2.4 Die Rahmenbedingungen der Bildung von Metropolregionen
2.5 Die Akteure in den Metropolregionen
2.6 Die Metropolregionen im Konzept der zentralörtlichen Gliederung und ihre Bedeutung für die deutsche Raumplanung
3 Metropolräume oder Metropolregionen?
4 Verflechtungen der Metropolregionen in Deutschland
4.1 Verflechtungen auf regionaler Ebene
4.2 Verflechtungen auf nationaler Ebene
4.3 Verflechtungen auf transnationaler Ebene
5 Die Zukunft der Europäischen Metropolregionen: Entwicklungsperspektiven
5.1 Kooperation und Konkurrenz
5.2 Die Wissensökonomie als Zugpferd?
5.3 Hat das polyzentrische System der deutschen Metropolregionen Zukunft?
5.4 Internationalität als Chance
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Funktion und Zukunftsfähigkeit der Europäischen Metropolregionen in Deutschland vor dem Hintergrund ihrer komplexen nationalen und internationalen Verflechtungen. Es wird analysiert, ob diese Regionen einen tatsächlichen Mehrwert für ihre Mitgliedskommunen bieten oder ob sie lediglich als marketingorientierte Trends zu verstehen sind.
Die Rahmenbedingungen der Bildung von Metropolregionen
Dem Konzept der Europäischen Metropolregionen liegen verschiedene exogene Faktoren zugrunde. Hier sollen die wichtigsten kurz beschrieben werden. Das Ziel ist es, den Grund für die Einführung der Metropolregionen in die deutsche Raumplanung deutlicher werden zu lassen.
Globalisierung
In der Regel wird der Begriff „Globalisierung“ in einem wirtschaftlichen Zusammenhang benutzt. Gemeint ist damit der internationale, also global unbegrenzte Austausch von Gütern und Dienstleistungen, aber auch die Zusammenarbeit und Kooperation von Unternehmen auf globaler Ebene. Ermöglicht wurde diese Entwicklung durch neue Transport- und Kommunikationstechnologien und damit sinkenden Kosten für die Verbreitung von Informationen und Waren (WERLEN 2000, S. 23). Ihren Ausdruck findet die wirtschaftliche Globalisierung in folgenden Prozessen:
(KUJATH 2002a, S. 289f.)
Infolge der Globalisierungsprozesse wird vermutet, dass die bisherige, zwischen den nationalen Volkswirtschaften ablaufende Arbeitsteilung von einer integrierten Weltwirtschaft abgelöst wird. Nach Kujath kommt es also nicht nur zu einer Öffnung der Märkte, sondern tendenziell auch zu einer Auflösung der alten räumlichen Strukturen. Die Entwicklung laufe auf eine weltweite Wertschöpfungsstruktur und Arbeitsteilung hinaus (KUJATH 2002a, S. 290).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit vor und diskutiert die Bedeutung der Metropolregionen für die deutsche Raumentwicklung.
2 Das Konzept der Europäischen Metropolregionen: Dieses Kapitel erläutert die Definition, Funktionen sowie die historischen und raumplanerischen Rahmenbedingungen der Metropolregionen.
3 Metropolräume oder Metropolregionen?: Hier wird der theoretische Begriff der Region in der Geographie kritisch hinterfragt, um die begriffliche Einordnung der Metropolregionen zu klären.
4 Verflechtungen der Metropolregionen in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die funktionalen Verflechtungslogiken auf regionaler, nationaler und transnationaler Ebene.
5 Die Zukunft der Europäischen Metropolregionen: Entwicklungsperspektiven: Es werden zentrale Herausforderungen wie Kooperation, Wissensökonomie, polyzentrische Struktur und Internationalität diskutiert.
6 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und zieht ein Fazit zur tatsächlichen Relevanz und Zukunftsfähigkeit der Metropolregionen.
Metropolregionen, Europäische Raumentwicklung, Globalisierung, Regionalisierung, Wissensökonomie, Standortwettbewerb, Polyzentrisches System, Funktionale Verflechtungen, Raumplanung, Metropolgovernance, Strukturwandel, Clusterpolitik, Innovationsfunktion, Gatewayfunktion, Interkulturalität.
Die Arbeit analysiert das Konzept und die Entwicklungsperspektiven der offiziell ausgewiesenen Europäischen Metropolregionen in Deutschland und hinterfragt deren tatsächlichen Nutzen für die Regionalentwicklung.
Die Schwerpunkte liegen auf den funktionalen Verflechtungen (regional bis transnational), der Wissensökonomie, der Internationalität als Standortfaktor sowie dem Wettbewerb zwischen den Regionen.
Die zentrale Frage ist, was diese Metropolregionen leisten können, ob sie reale Vorteile für ihre Mitgliedskommunen bringen oder ob es sich primär um ein Marketinginstrument handelt.
Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse und raumwissenschaftliche Konzepte, um die Strukturen und Entwicklungsprozesse der Metropolregionen zu systematisieren und kritisch einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine konzeptionelle Herleitung, eine Untersuchung geografischer Begriffsdefinitionen, eine detaillierte Analyse wirtschaftlicher Verflechtungsstrukturen und eine kritische Diskussion der Zukunftsperspektiven.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie polyzentrisches Städtesystem, Standortparadox, Wissensökonomie, Agglomerationsvorteile und das Konzept der Metropolregionen der MKRO.
Die Wissensökonomie wird als treibende Kraft für die Stärkung als Wirtschaftsstandorte identifiziert, da Metropolregionen durch die Dichte an Forschungseinrichtungen und Fachkräften Synergie- und Spezialisierungseffekte begünstigen.
Das deutsche System wird als vorteilhaft bewertet, da es großräumige Disparitäten verhindert und eine dezentrale Verfügbarkeit wichtiger Funktionen wie Flughäfen und Universitäten ermöglicht.
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