Bachelorarbeit, 2022
54 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Begriffsklärung
2.1 Projekt
2.2 Projektmanagement
2.3 Projekterfolg
2.3.1 Erfolgsfaktoren
2.3.2 Misserfolgsfaktoren
2.3.3 Projekterfolg vs. Projektmanagement-Erfolg
2.4 Agilität
3. Klassisches Projektmanagement
3.1 Projektmanagement-Standards
3.1.1 PMBOK
3.1.2 ICB 4.0
3.1.3 Prince2
3.2 Merkmale
3.3 Rollen
3.4 Phasen
3.4.1 Projektinitialisierung
3.4.2 Projektplanung
3.4.3 Projektumsetzung
3.4.4 Projektsteuerung
3.4.5 Projektabschluss
3.5 Kritik
4. Agiles Projektmanagement
4.1 Merkmale
4.2 Agiles Manifest und Agile Werte
4.3 Scrum
4.3.1 Definition
4.3.2 Rollen
4.3.3 Artefakte
4.3.4 Aktivitäten
4.4 Kanban
4.4.1 Definiton
4.4.2 Rollen
4.4.3 Prinzipien
4.4.4 Praktiken
4.4.5 Aktivitäten
4.5 Kritik
5. Gegenüberstellung klassisches und agiles Projektmanagement
6. Hybrides Projektmanagement
6.1 Begriff Hybrides Projektmanagement
6.2 Kombination klassischer und agiler Methoden
6.3 Kritik
7. Handlungsempfehlung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie der Projekterfolg durch eine situative Kombination aus klassischen und agilen Projektmanagement-Methoden gesteigert werden kann, um in einem dynamischen Umfeld trotz Zielvorgaben flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren.
3.4.1 Projektinitialisierung
Es gibt unterschiedliche Faktoren, die ein Unternehmen dazu motivieren, Projekte zu initiieren. Zu nennen sind u.a. neue Technologien, Mitbewerber am Markt, oder spezielle Kundenanfragen (vgl. PMBOK 2017: 9).
Um wettbewerbsfähig bleiben zu können, ist ein Unternehmen darauf angewiesen, mit den Gegebenheiten und Änderungen am Markt und neuen oder steigenden Kundenanforderungen umzugehen. Ist dies aufgrund der vorliegenden Strukturen oder bereits genutzter Kenntnisse zum jeweiligen Zeitpunkt nicht möglich, führt der Weg häufig über die Initiierung eines Projektes zum Ziel, um spezifische und komplexe Aufgabenstellungen in einem festen Rahmen lösen zu können (vgl. auch Kap. 2.1 und 2.2).
Unter der Projektinitialisierung wird die Vorbereitung des Projekts bis zum offiziellen Start im Rahmen des Kick-Off-Meetings verstanden (vgl. Bea et al. 2020: 117). Das Kick-Off-Meeting ist der Startschuss des Projekts, bei dem das Projekt und seine Ziele offiziell vorgestellt werden, ein gemeinsames Projektverständnis (auch: Big Picture) entwickelt und wesentliche Projektinformationen kommuniziert werden. Teilnehmer sind in der Regel der oder die Auftraggeber, der Projektleiter, das Projektteam und weitere Stakeholder (vgl. Motzel, Möller 2017: 124).
Die Projektinitialisierung beinhaltet u.a. eine allgemeine Situationsanalyse (= IST), die Entwicklung und Festlegung von Projektzielen und Inhalten/ Aufgaben des Projekts (= SOLL) und die Analyse des Projektumfelds (= Stakeholder-Analyse). Ein Ergebnis dieser Phase ist der Projektsteckbrief bzw. Projektauftrag (Jenny 2021: 129 ff., 207; Motzel, Möller 2017: 194; Timinger 2021: 22). Der Projektauftrag kann als Basis für die Arbeit des Projektteams aufgefasst werden und enthält die Zusammenfassung aller Rahmenbedingungen und Eckpunkte des Projekts. Hierzu zählen u.A. die Projektziele, Ergebnisse der Umfeld-/Stakeholder-Analyse, sowie die Genehmigung des Projekts durch den Auftraggeber und die Annahme durch den Projektleiter (vgl. Bea et al. 2020: 120 f.). Hilfreich ist es in einem ersten Schritt der Projektinitialisierung eine sog. Kontextklärung vorzunehmen. Hierbei wird analysiert, welche Chancen sich bieten, warum das Projekt eigentlich initiiert werden soll (Idee), mit welchen Risiken zu rechnen ist, und was für einen Projektbeginn berücksichtigt werden muss.
1. Einleitung: Vorstellung der Ausgangslage in einem fiktiven Unternehmen und der Zielsetzung der Arbeit, die sich mit der Kombination klassischer und agiler Methoden befasst.
2. Begriffsklärung: Definition zentraler Begriffe wie Projekt, Projektmanagement, Projekterfolg und Agilität sowie deren Relevanz im Projektumfeld.
3. Klassisches Projektmanagement: Erörterung der Grundlagen, Standards wie PMBOK und Prince2 sowie der klassischen Phasen und Rollenmodelle.
4. Agiles Projektmanagement: Darstellung der Merkmale agilen Arbeitens, der Prinzipien des Agilen Manifests sowie Details zu Scrum und Kanban.
5. Gegenüberstellung klassisches und agiles Projektmanagement: Direkter Vergleich beider Welten bezüglich ihrer methodischen Ansätze und Eignung für verschiedene Projektumgebungen.
6. Hybrides Projektmanagement: Einführung in das Konzept, Methoden aus beiden Welten sinnvoll zu kombinieren, um den Projekterfolg zu optimieren.
7. Handlungsempfehlung: Praktische Anleitung, wie durch einen evolutionären Ansatz klassische und agile Elemente situationsabhängig kombiniert werden können.
8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit flexibler Lösungsansätze in volatilen Märkten.
Projektmanagement, Projekterfolg, Klassisches Projektmanagement, Agiles Projektmanagement, Hybrides Projektmanagement, Scrum, Kanban, Projektinitialisierung, Projektplanung, Stakeholder-Analyse, VUCA, Projektsteuerung, Qualitätsmanagement, Iteration, Effizienz
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kombination von klassischen und agilen Projektmanagement-Methoden, um in komplexen und sich wandelnden Projektsituationen den Erfolg zu steigern.
Die Arbeit umfasst die Definition theoretischer Grundlagen, die methodische Trennung zwischen klassischem und agilem Projektmanagement sowie Ansätze für ein hybrides Vorgehen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Projektleiter durch situative Methodenwahl sowohl Anforderungen erfüllen als auch Projektlaufzeiten einhalten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, gepaart mit einer transferorientierten Anwendung auf eine fiktive, praxisnahe Projektsituation.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Standards (z.B. PMBOK, Scrum) erläutert als auch die methodischen Unterschiede und Kombinationsmöglichkeiten im hybriden Umfeld detailliert diskutiert.
Zentrale Begriffe sind Hybrides Projektmanagement, Agilität, Klassisches Projektmanagement, Projekterfolg und methodische Flexibilität.
Erfolgreich ist ein Projekt dann, wenn trotz wechselnder Rahmenbedingungen ein nachhaltiger Mehrwert für das Unternehmen entsteht, sei es durch das Erreichen oder durch das bewusste Anpassen von Zielen.
Da Projekte in einer VUCA-Welt (Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit) einmalige Vorhaben sind, erhöht ein unflexibles Überstülpen standardisierter Methoden eher die Komplexität, statt sie zu reduzieren.
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