Diplomarbeit, 2007
39 Seiten, Note: 2,7
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Verwendung von Informationen des Rechnungswesens zu Anreiz- und Entscheidungszwecken in Unternehmen. Sie analysiert, wie die Arbeitsverhältnisse im Unternehmen gestaltet werden, wenn Informationen des Rechnungswesens gleichzeitig für die Entscheidungsfindung der Unternehmensleitung und die Motivation der Angestellten genutzt werden. Die Arbeit untersucht, ob das Rechnungswesen dazu geeignet ist, Anreiz- und Entscheidungsprozessen als Grundlage zu dienen und welche Implikationen sich für die Problematik in einem dynamischen Rahmen ergeben.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das betriebswirtschaftliche Rechnungswesen und stellt die Problematik der Informationsasymmetrie zwischen Prinzipal und Agenten dar. Sie erläutert die Notwendigkeit von Anreizsystemen zur Bewältigung des Moral Hazard und zur Lenkung der Interessen beider Parteien auf ein gemeinsames Ziel.
Im zweiten Kapitel wird ein statischer Rahmen betrachtet, in dem die Interaktion von Anreiz- und Entscheidungsproblemen die Verwendung des Rechnungswesens als Informationssystem begünstigt. Es wird gezeigt, dass aufgrund dieser Wechselwirkung aggregierte und verspätete Information vorteilhafter sein kann als detaillierte und zeitige Information.
Das dritte Kapitel untersucht die Auswirkungen der Wechselbeziehung zwischen den Perioden und der simultanen Verwendung des Rechnungswesens für zwei Zielsetzungen in einem zwei-periodigen, dynamischen Rahmen. Es werden implizite Anreize betrachtet, die in diesem Rahmen entstehen, und deren Auswirkung auf die Vertragsgestaltung.
Das vierte Kapitel befasst sich mit dem Ratchet-Effekt, einem impliziten Anreiz, der entsteht, wenn die vergangenen Leistungen eines Agenten zur Beurteilung der aktuellen herangezogen werden. Der Ratchet-Effekt beeinflusst die Anreize im dynamischen Rahmen. Es wird diskutiert, wie sich die Gestaltung von Verträgen über zwei Perioden und die Wahl von Performance-Maßen auf den Ratchet-Effekt auswirken.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen das Rechnungswesen, Anreizsysteme, Entscheidungsfindung, Informationsasymmetrie, Moral Hazard, Prinzipal-Agent-Beziehung, implizite Anreize, Ratchet-Effekt, Vertragsgestaltung, Performance-Maße, dynamische Anreize, aggregierte Information, verspätete Information, Limited Commitment.
Rechnungswesendaten dienen als Basis für Performance-Maße, um Angestellte zu motivieren und ihre Ziele mit denen der Unternehmensleitung (Prinzipal) in Einklang zu bringen.
Der Ratchet-Effekt tritt auf, wenn die gute Leistung eines Agenten in der Vergangenheit dazu führt, dass der Prinzipal die Leistungsanforderungen für die Zukunft erhöht, was die aktuellen Motivationsanreize dämpfen kann.
In bestimmten Prinzipal-Agent-Konstellationen kann eine zu hohe Informationsdichte die Entscheidungsflexibilität einschränken oder strategisches Verhalten des Agenten provozieren; aggregierte Daten können hier stabilisierend wirken.
Es beschreibt die Situation, in der Parteien sich nicht langfristig an Verträge binden können und diese aufgrund neuer Informationen in Folgeperioden neu verhandeln, was die Anreizstruktur beeinflusst.
Sie ist das Kernproblem: Da der Agent mehr über seine Handlungen weiß als der Prinzipal, muss das Rechnungswesen so gestaltet sein, dass es trotz dieser Lücke eine effiziente Steuerung ermöglicht.
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