Magisterarbeit, 2009
141 Seiten, Note: 1,3
Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
1 Einleitung
1.1 Allgemeiner Hintergrund und Zielsetzung
1.2 Stand der Forschung
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Material und Methoden
2 Untersuchungsgebiet
2.1 Mittelamerika
2.1.1 Naturräumliche Gliederung und Geomorphologie
2.1.2 Geologische Entwicklung
2.1.3 Klima
2.1.4 Böden
2.1.5 Vegetation
2.1.5.1 Vegetationszonen Mittelamerikas
2.1.5.2 Mangroven
2.2 Islas de la Bahía
2.3 Utíla
2.3.1 Geomorphologie
2.3.2 Klima
2.3.3 Vegetation
2.3.4 Herpetofauna
2.3.5 Besiedlungsgeschichte
3 Zoogeografie Mittelamerikas
3.1 Allgemeine Grundlagen zu Speziationsprozessen
3.2 Einwanderungsgeschichte und Artenzusammensetzung
3.3 Einwanderungsgeschichte und Genese der Herpetofauna
4 Mittelamerikanische Schwarzleguane
4.1 Systematik
4.2 Erscheinungsbild und Geschlechtsunterschiede
4.3 Lebensräume und Lebensweise
4.4 Verbreitung und Populationsdichten
4.4.1 Geografische Verbreitung
4.4.2 Populationsdichten in ausgewählten Räumen
4.5 Historische Biogeografie der Gattung Ctenosaura
4.5.1 Phylogeografie des Ctenosaura quinquecarinata Komplexes
4.5.2 Phylogeografische Ausbreitungsmuster im karibischen Honduras
5 Bedrohungssituation
5.1 Allgemeine Gefährdung
5.2 Natürliche Feinde
5.3 Anthropogene Gefährdung
5.3.1 Allgemeine anthropogen bedingte Gefährdung
5.3.2 Mexiko
5.3.3 El Salvador und Guatemala
5.3.4 Honduras und Nicaragua
6 Schutzbestimmungen und -maßnahmen
6.1 Anmerkungen zu Schutzmaßnahmen
6.2 Allgemeine Schutzbestimmungen für Schwarzleguane
6.3 Regionale Bestimmungen und Maßnahmen
6.3.1 Mexiko
6.3.1.1 Gesetzliche Regelungen
6.3.1.2 UMAs
6.3.2 El Salvador
6.3.3 Honduras
6.3.4 Nicaragua
7 Ctenosaura bakeri – Der Utíla-Leguan
7.1 Namensgebung
7.2 Beschreibung
7.3 Verbreitung
7.4 Lebensräume und Lebensweise
7.5 Habitatgrößen und Populationsdichten
7.6 Bedrohung
7.6.1 Allgemeine Bedrohungssituation
7.6.2 Ausdehnung von Siedlung und Infrastruktur
7.6.3 Abfallentsorgung
7.6.4 Tourismus
7.6.5 Bejagung
7.6.6 Hybridisierungen
8 Schutz des Utíla-Leguans
8.1 Hintergrund des Schutzprojekts
8.2 Für Utíla relevante Naturschutzgesetze in Honduras
8.3 Das honduranische Schutzgebietssystem
8.4 Schutzprojekt Utíla-Leguan
8.4.1 Geschichte und Ziele des Schutzprojekts
8.4.2 Trägerorganisationen
8.4.3 Die Forschungs- und Zuchtstation
8.4.4 Umwelterziehung und Aufklärungsarbeit
8.4.5 In-situ Nachzuchten und Headstarting
8.4.6 Ex-situ Nachzuchtprogramme
8.5 Schutzgebiet Utíla-Leguan
8.5.1 Planungsgrundlagen
8.5.2 Vorhaben und Ziele
8.5.3 Planung und Durchführung
8.5.4 Ökotourismus
8.5.5 Finanzierung
9 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung und Darstellung relevanter Aspekte zum Schutz der Schwarzleguane, insbesondere der auf Utíla endemischen Art Ctenosaura bakeri, um auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und bestehender Schutzkonzepte einen Beitrag zu deren Erhaltung zu leisten.
7.6.2 AUSDEHNUNG VON SIEDLUNG UND INFRASTRUKTUR
Zwischen 1999 und 2003 wurden 25ha (2,3%) der Mangrove Utílas gerodet. Davon fielen 15ha in Big Bight aufgrund des Baus einer neuen Flugzeuglandebahn (Abb. 30), der Entwicklung touristischer Infrastruktur und der Ausdehnung Utíla-Towns zum Opfer. Im gleichen Zeitraum wurden Nistplätze bei Rock Point, Red Cliff und Pretty Bush durch Häuserbau zerstört. Darüber hinaus hat die Zerstörung ursprünglicher Strandvegetation entlang vieler Eiablagegebiete zu einer Ausbreitung von Bodenranken und Kriechpflanzen wie z. B. Wedelia trilobata und verschiedenen Gräsern geführt. Dies führte mancherorts zu einem Rückgang der Nesthöhlen um 60%. Die Anzahl der Nesthöhlen am Red Cliff verringerte sich nach der Ausbreitung invasiver Pflanzen von etwa 0,02/m² (1999) auf 0,008/m² (2003) (GUTSCHE & STREICH 2008, 13).
Für den Fall, dass Utíla-Town zukünftig im gleichen Ausmaße wie zwischen 1999 und 2003 wächst, würde die Mangrove am Big Bight Pond bis zum Jahre 2013 voraussichtlich komplett verschwinden. Menschliche Siedlungen entlang der Eiablagegebiete stellen eine ernst zu nehmende Bedrohung für den Leguan von Utíla dar. Geeignete Eiablageplätze gehen durch ihre Ausbreitung verloren während die noch verbleibenden während der Eiablagezeit der Zerstörung noch mehr ausgesetzt sind. Um an die Eier zu gelangen werden die Gelege ausgegraben und trächtige Weibchen getötet. Die Gefahr geht hier sowohl durch den Menschen als auch durch domestizierte Tiere wie Hunde oder Katzen aus (GUTSCHE & STREICH 2008, 18).
Innerhalb der letzten Jahre sind nahezu alle Strandbereiche an der Nordküste der Insel an private Investoren verkauft worden. Dazu gehören auch die Haupteiablageplätze von C. bakeri. Noch ist die Population stabil. Mit dem Einsetzen einer touristischen Entwicklung würde der Bestand von C. bakeri aufgrund fehlender alternativer Nistplätze schlagartig zurückgehen (BINNS 2003).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die enorme Biodiversität Mittelamerikas ein und benennt die Bedrohung der endemischen Art Ctenosaura bakeri auf der Insel Utíla als zentrales Anliegen der Arbeit.
2 Untersuchungsgebiet: Das Kapitel liefert eine detaillierte geografische, geologische und ökologische Beschreibung Mittelamerikas sowie des spezifischen Untersuchungsraums der Insel Utíla und ihrer Besiedlungsgeschichte.
3 Zoogeografie Mittelamerikas: Hier werden die evolutionären und biogeografischen Hintergründe für die hohe Artenvielfalt sowie die historischen Einwanderungsprozesse der zentralamerikanischen Fauna erläutert.
4 Mittelamerikanische Schwarzleguane: Dieses Kapitel behandelt die Systematik, das Erscheinungsbild, die Lebensweise und die Verbreitung der Gattung Ctenosaura.
5 Bedrohungssituation: Die Bedrohungssituation durch natürliche Feinde sowie verstärkt durch anthropogene Einflüsse wie Bejagung und Lebensraumverlust wird analysiert.
6 Schutzbestimmungen und -maßnahmen: Es erfolgt eine Übersicht über bestehende gesetzliche Schutzbestimmungen und Maßnahmen in Mexiko, El Salvador, Honduras und Nicaragua.
7 Ctenosaura bakeri – Der Utíla-Leguan: Dieses Kernkapitel beschreibt spezifisch den Utíla-Leguan, sein Habitat, seine Lebensweise sowie die konkreten Bedrohungsfaktoren durch Tourismus und Infrastruktur.
8 Schutz des Utíla-Leguans: Hier werden die praktischen Ansätze des Schutzprojekts, inklusive der Zuchtstation (IRBS) und Planungen für ein Schutzgebiet, detailliert diskutiert.
9 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Schutzmaßnahmen und betont die Notwendigkeit von Grundlagenforschung und nachhaltigem Management.
Mittelamerika, Utíla, Schwarzleguane, Ctenosaura bakeri, Biodiversität, Naturschutz, Mangroven, Artenschutz, Bedrohungssituation, Populationsdichte, Ökotourismus, Hybridisierung, Leguanzucht, Habitatfragmentierung, Nachhaltigkeit
Die Arbeit untersucht die Bedrohungssituation der mittelamerikanischen Schwarzleguane, mit besonderem Fokus auf den auf der honduranischen Insel Utíla endemischen Utíla-Leguan (Ctenosaura bakeri), und entwirft ein Schutzkonzept für diese gefährdete Art.
Zentrale Themen sind die zoogeografischen Grundlagen der Region, die Systematik und Biologie der Gattung Ctenosaura, die Bedrohungsfaktoren durch den Menschen und existierende Naturschutzstrategien.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse für den Erhalt von Ctenosaura bakeri zu nutzen, um ein nachhaltiges Schutzgebiets- und Managementkonzept unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung zu entwickeln.
Die Arbeit basiert primär auf Literaturrecherchen, eigenen Feldbeobachtungen, sowie der Analyse von Satellitenbildern und Geländekartierungen mittels GPS.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse der Bedrohungsfaktoren wie Siedlungsausdehnung, Abfallentsorgung und Tourismus sowie die Bewertung bisheriger Schutzmaßnahmen wie der Zuchtstation (IRBS) auf Utíla.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Biodiversität, Ctenosaura bakeri, Mangrovenschutz, Habitatmanagement, Ökotourismus und Artenschutz charakterisiert.
Mangroven sind der ausschließliche Lebensraum des Utíla-Leguans. Deren Zerstörung durch Siedlungsbau oder Umweltverschmutzung bedroht unmittelbar das Überleben der endemischen Art.
Der Tourismus ist sowohl eine Bedrohung, da er zu Rodungen und Infrastrukturausbau führt, als auch eine potenzielle Finanzierungschance für Naturschutzmaßnahmen durch gezielten Ökotourismus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

