Masterarbeit, 2022
64 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Beschreibung des Post-Earnings-Announcement-Drift
2.1 Was ist der Post-Earnings-Announcement-Drift?
2.2 Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten
2.2.1 Geografische Verbreitung
2.2.2 Stärke der Anomalie
2.2.3 Dauer des Effekts
2.2.4 Bedeutung der Unternehmensgröße
2.3 Methodik der Event-Studys
3 Ursachen für den Post-Earnings-Announcement-Drift
3.1 Autokorrelation
3.2 Behavioral Finance
3.3 Cross-sectional Drivers
3.4 Transaktionskosten
3.5 Informationsunsicherheit
3.6 Ehemalige Gründe
3.6.1 Verarbeitungszeit
3.6.2 Risikoadjustierung in den Modellen
4 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die umfassende Synthese der Forschungsergebnisse zum Post-Earnings-Announcement-Drift (PEAD) der letzten Jahrzehnte, um die Entwicklung der Anomalie hinsichtlich ihrer geografischen Verbreitung, Stärke und Berechnungsursachen zu analysieren und deren Auswirkungen auf potenzielle Handelsstrategien zu bewerten.
2.1 Was ist der Post-Earnings-Announcement-Drift?
Der PEAD beschreibt eine Kursanomalie, die nach Veröffentlichung von Quartals- oder Jahreszahlen beobachtbar ist. Während nach Famas EMH die neuesten Informationen zum Unternehmen sofort eingepreist werden sollten, besagt der PEAD, dass über Tage, Wochen oder Monate ein Abweichen beziehungsweise Abdriften in die Richtung der zuvor veröffentlichten Earnings/Ergebnisse erkennbar ist. Die Informationen werden somit mit der Bekanntgabe nicht vollständig eingepreist, sondern lediglich ein bestimmter Teil davon. Dies spricht nach der Einteilung von Fama nicht für eine starke Form der EMH, sondern für eine mittelstarke, bei der nur alle öffentlichen Informationen sofort eingepreist werden, wie eingangs beschrieben. Drifts nach oben konnten bei Aktienkursen nach guten Quartals- und Jahreszahlen beobachtet werden. Umgekehrt konnten Drifts über eine gewisse Zeit nach unten bei schlechten Nachrichten in der Vergangenheit festgestellt werden.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Effizienzmarkthypothese nach Fama ein und stellt den Post-Earnings-Announcement-Drift (PEAD) als eine persistente Markt-Anomalie vor, die als Ausgangspunkt für die Masterthesis dient.
2 Beschreibung des Post-Earnings-Announcement-Drift: Dieses Kapitel definiert den PEAD, erläutert die Methoden zu seiner Messung, analysiert die historische Entwicklung der Anomalie und untersucht den Einfluss von Unternehmensgröße und geografischer Lage.
3 Ursachen für den Post-Earnings-Announcement-Drift: Hier werden verschiedene Erklärungsansätze für den Drift analysiert, unter anderem die Autokorrelation, psychologische Aspekte der Behavioral Finance, strukturelle Treiber sowie der Einfluss von Transaktionskosten und Informationsunsicherheit.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und stellt fest, dass der PEAD trotz zunehmender Markteffizienz weiterhin existiert, wenn auch teilweise in seiner Ausprägung abgeschwächt.
Post-Earnings-Announcement-Drift, PEAD, Effizienzmarkthypothese, Abnormaler Rendite, Event-Studys, Behavioral Finance, Unternehmensgröße, Autokorrelation, Transaktionskosten, Informationsunsicherheit, Arbitrage, Markteffizienz, Anlegerverhalten, Analystenprognosen, Kapitalmarkt.
Die Arbeit behandelt den sogenannten Post-Earnings-Announcement-Drift, ein finanzwirtschaftliches Phänomen, bei dem Aktienkurse nach Gewinnankündigungen über einen längeren Zeitraum in eine bestimmte Richtung abdriften.
Zentrale Themen sind die Definition und messbare Quantifizierung des Drifts, seine zeitliche und regionale Entwicklung, sowie verschiedene wissenschaftlich diskutierte Ursachen für dieses Marktphänomen.
Das primäre Ziel ist es, den umfassenden wissenschaftlichen Forschungsstand der letzten Jahrzehnte zu synthetisieren, um zu beurteilen, wie sich der PEAD als Anomalie über die Zeit verändert hat.
Der Fokus liegt auf der Auswertung von Event-Studys, die das Standardinstrument zur Untersuchung abnormaler Renditen bei spezifischen Unternehmensereignissen darstellen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung des Phänomens und eine kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Erklärungsansätzen, insbesondere aus dem Bereich der Behavioral Finance.
Wichtige Begriffe sind PEAD, Markteffizienz, abnormale Rendite, Behavioral Finance und Arbitrage.
Es zeigt sich ein inverser Zusammenhang: Bei kleinen Unternehmen ist der Drift meist signifikanter und hält länger an als bei großen Unternehmen, welche Informationen schneller einpreisen.
Ja, eine hohe Präsenz institutioneller Anleger korreliert meist mit einer effizienteren Einpreisung von Informationen, wodurch die Anomalie reduziert wird, da diese Akteure professioneller agieren als Privatanleger.
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