Masterarbeit, 2008
58 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 KMU-Finanzierung in der Vergangenheit und jetzt
2.1 Definition KMU
2.2 Bedeutung der KMU in Österreich
2.3 Finanzierungssituation der KMU in Österreich
2.4 Kosten klassischer Kreditfinanzierung
2.5 Bedeutung von alternativen Finanzierungsinstrumenten
3 Basel II
3.1 Von Basel I zu Basel II
3.2 Basel II
3.2.1 Erste Säule – Mindestkapitalanforderung
3.2.1.1 Standardansatz
3.2.1.2 IRB-Ansatz
3.2.1.3 Operationelles Risiko
3.2.1.4 Marktrisiko
3.2.2 Zweite Säule – Aufsichtliches Überprüfungsverfahren
3.2.3 Dritte Säule – Marktdisziplin
4 Auswirkungen auf die Kreditvergabebereitschaft bei Banken
4.1 Zukünftige Bedeutung des Bankkredits
4.2 Rating
4.2.1 Ratingarten
4.2.1.1 Externes Rating
4.2.1.2 Internes Rating
4.2.1.2.1 Hard Facts
4.2.1.2.2 Soft Facts
5 Auswirkungen auf Unternehmen
5.1 Unternehmen und Rating
5.2 Maßnahmen zur Bonitätsverbesserung
5.3 Die Zukunft des Hausbankenprinzips
5.4 Alternative Unternehmensfinanzierungsinstrumente
6 Reale Meinungen über mögliche Auswirkungen von Basel II
6.1 Interviews
7 Schlusswort
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Basel-II-Regelungen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Österreich. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Veränderung der Kreditvergabepolitik von Banken und den daraus resultierenden Anforderungen an Unternehmen bezüglich Transparenz und Bonität.
3.2.1 Erste Säule – Mindestkapitalanforderung
Die erste Säule Mindestkapitalanforderungen setzt sich zusammen aus Kredit-, Markt- und Operationellen Risiken. Für die Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung für das Kreditrisiko gibt es einen Standardansatz und zwei auf internen Einstufungen der Kreditwürdigkeit beruhende Internal Rating Based (kurz IRB) – Ansätze. Jede dieser Varianten soll zu einer risikodifferenzierteren Eigenkapitalunterlegung abhängig von der Bonität des jeweiligen Schuldners führen. Diese Regelung, für Kredite an Unternehmen mit guter wirtschaftlicher Konstitution weniger Eigenkapital hinterlegen zu müssen als für Schuldner mit schlechter Bonität, wird sich bei den Banken vor allem in der Gestaltung der Margen im Kreditgeschäft auswirken.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, des Ziels der Arbeit sowie der gewählten methodischen Vorgehensweise.
2 KMU-Finanzierung in der Vergangenheit und jetzt: Analyse der Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen sowie deren Finanzierungssituation und Kostenstrukturen.
3 Basel II: Detaillierte Erläuterung des Drei-Säulen-Ansatzes und der spezifischen regulatorischen Anforderungen an Kreditinstitute.
4 Auswirkungen auf die Kreditvergabebereitschaft bei Banken: Untersuchung, wie sich Banken vom reinen Kreditgeber zum Finanzintermediär wandeln und welche Bedeutung Ratingverfahren dabei spielen.
5 Auswirkungen auf Unternehmen: Erörterung der Konsequenzen für Unternehmen, insbesondere in Bezug auf die Bonitätsverbesserung und die Zukunft des Hausbankenprinzips.
6 Reale Meinungen über mögliche Auswirkungen von Basel II: Zusammenfassung der Erkenntnisse aus Interviews mit Experten aus der österreichischen Finanzbranche.
7 Schlusswort: Resümee über die langfristigen Veränderungen für den Mittelstand und den Wandel in der Unternehmensfinanzierung.
Basel II, KMU, Finanzierung, Kreditvergabe, Rating, Banken, Eigenkapital, Bonität, Kreditrisiko, Internes Rating, Hard Facts, Soft Facts, Hausbank, Finanzintermediär, Risikomanagement
Die Arbeit behandelt die Auswirkungen der neuen regulatorischen Basel-II-Bestimmungen auf die Finanzierungsmöglichkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Österreich.
Zentral sind der Wandel der Banken von einfachen Kreditgebern zu Finanzintermediären, die Bedeutung von externen und internen Ratings sowie die Anforderungen an Unternehmen zur Bonitätsoptimierung.
Das Ziel ist die Aufarbeitung der Auswirkungen von Basel II sowohl aus der Perspektive der Banken hinsichtlich ihrer Kreditvergabebereitschaft als auch aus der Sicht der Unternehmen, die sich den neuen Transparenzanforderungen stellen müssen.
Neben einer fundierten theoretischen Aufarbeitung der regulatorischen Rahmenbedingungen wurde ein empirischer Teil durch Interviews mit Experten aus der Finanzbranche durchgeführt, um reale Meinungen und Erwartungen abzubilden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basel-II-Säulen, die Auswirkungen auf die Kreditvergabepolitik bei Banken durch neue Risikobewertungen sowie die Auswirkungen auf die Unternehmen und deren Anpassungszwänge.
Die wichtigsten Begriffe sind Basel II, KMU, Bonität, Rating, Kreditrisiko, Hausbankenprinzip und Eigenkapital.
Während "Hard Facts" auf quantitativen Finanzkennzahlen basieren, gewinnen "Soft Facts" wie Managementqualität oder strategische Ausrichtung bei der Risikoeinschätzung – besonders bei kleineren Unternehmen – massiv an Gewicht.
Nach Ansicht der im Buch interviewten Experten bleibt das Hausbankenprinzip weiterhin ein zentrales Erfolgskriterium, da die persönliche und langfristige Beziehung in Krisenzeiten für Unternehmen eine entscheidende Absicherung darstellt.
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