Masterarbeit, 2022
92 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Das Autismus-Spektrum
2.1 Geschichte und Definition
2.2 Diagnostik
2.2.1 Diagnostische Früherkennung
2.2.2 Diagnostik im Erwachsenenalter
2.3 Bedeutung der Theory of Mind
3 Regelschulen und Autismus
3.1 Das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen
3.2 Was sind Regelschulen?
3.2.1 Aufbau
3.2.2 Lehrplan
3.2.2.1 Kernlehrplan Deutsch an Gesamtschulen für die Sekundarstufe I
3.2.2.2 Kernlehrplan Deutsch für die Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe)
3.2.3 Inklusion an Regelschulen
3.3 Inklusion im Deutschunterricht
3.4 Inklusion von Schüler:innen mit AS
4 Digital gestützte Lernprogramme
4.1 Digitale Medien und E-Learning
4.2 Digitalisierung als Unterstützung zur Alltagsbewältigung
4.3 Vorstellung und Evaluation einer Auswahl an Lernprogrammen
4.3.1 Drei Lernprogramme zur Förderung der Sozio-Emotionalität
4.3.1.1 Virtuoso: informatisches Denken und soziale Fähigkeiten (2016)
4.3.1.2 Interaktive Geschichten
4.3.1.3 Jobinterviews
4.3.2 Zwei Lernprogramme zur Unterstützung im Schulalltag
4.3.2.1 Stundenplan
4.3.2.2 Unterstützung im Mathematikunterricht
5 Besondere Bedingungen während der CoViD-19-Pandemie
5.1 CoViD-19 und Autismus
5.2 CoViD-19 und Homeschooling
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert, inwiefern digitale Lernprogramme Schüler:innen mit Asperger-Syndrom im Schulalltag und speziell während der CoViD-19-Pandemie unterstützen können, um Barrieren abzubauen und die soziale sowie schulische Inklusion zu erleichtern.
Die Konzept hinter dem Entwurf besteht aus einer Android-App (B) und damit verbundenen Smart Glasses (A), die das Kind trägt (vgl. Voss et al. 2019, S. 448).
Die in der Brille installierte Kamera verfolgt, erkennt und analysiert Gesichter, beziehungsweise die Mimik der Menschen und überträgt diese Daten an das Smartphone des Kindes (vgl. ebd.). Bis die Kamera ein Gesicht erkennt, zeigt der periphere Monitor ein leeres, grünes Rechteck; dieses wird, sobald die Brille eine Emotion entdeckt, durch eines von acht Emojis ausgefüllt (C) (vgl. ebd.). Hierdurch soll den Kindern ein Bewusstsein für Emotionen geschaffen werden, welche sie darüber hinaus lesen lernen sollen (vgl. ebd.). Da das Kind die Emotionen von der Brille ablesen kann, ist es nicht gezwungen, Blickkontakt herzustellen oder fremde Gesichter anzustarren – so wird ungewollte Aufmerksamkeit vermieden (vgl. ebd.).
Zusätzlich können die Kinder die Smartphone-App nutzen, um das Emotionen-Rate-Spiel (engl. Emotion Guessing Game, kurz: EGG) zu spielen, bei welchem sie anhand von 40 Gesichtsausdrücken die Emotionen der abgebildeten Leute bestimmen sollen (vgl. ebd.).
Zwar nutzten die Teilnehmer:innen die Brille durchschnittlich nur an halb so vielen Tagen, wie empfohlen war, dennoch zeigten die Ergebnisse der Studie, dass die Erfindung der SG die Sozialkompetenz von Kindern mit AS im Alter zwischen sechs und zwölf als Ergänzung zur Standardtherapie steigern kann (vgl. Voss et al. 2019, S. 453). Die zwei größten Vorteile der Brille sind, dass die Teilnehmer:innen im Erkennen von Emotionsvariationen in Gesichtern (Salienz der Emotion) gestärkt wurden und trainierten, diese voneinander zu unterscheiden (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz digitaler Medien für den Alltag und den schulischen Kontext ein und formuliert das Ziel, deren Potenzial für die Inklusion von Schüler:innen mit Asperger-Syndrom zu analysieren.
2 Das Autismus-Spektrum: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen zur historischen Entwicklung, Diagnostik und zu wesentlichen Symptombereichen wie dem Verständnis der Theory of Mind.
3 Regelschulen und Autismus: Der Abschnitt erläutert das nordrhein-westfälische Schulsystem, die gesetzlichen Inklusionsvorgaben und spezifische Anforderungen an den Deutschunterricht aus Perspektive der Inklusion.
4 Digital gestützte Lernprogramme: Dieses Kapitel stellt verschiedene technologische Ansätze vor, von Smart Glasses bis hin zu Lernprogrammen für Sozio-Emotionalität, Schulalltag und Mathematik.
5 Besondere Bedingungen während der CoViD-19-Pandemie: Hier wird untersucht, wie sich Schulschließungen auf Schüler:innen im Autismus-Spektrum auswirkten und welche Herausforderungen das Homeschooling mit sich brachte.
6 Diskussion: Die Ergebnisse der verschiedenen Studien werden kritisch im Hinblick auf ihre Eignung für den Online-Unterricht und ihre technische Umsetzbarkeit reflektiert.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst das Potenzial digitaler Programme als hilfreiche Ergänzung der pädagogischen Arbeit zusammen und verweist auf den Bedarf an weiterer empirischer Forschung.
Asperger-Syndrom, Autismus-Spektrum-Störung, Inklusion, Regelschule, digitale Lernprogramme, CoViD-19, Homeschooling, Theory of Mind, soziale Kompetenz, sonderpädagogische Förderung, Informatikunterricht, Mathematik, Vorstellungsgespräche, virtuelle Realität, Medienpädagogik.
Die Arbeit untersucht, wie digitale Lernprogramme Schüler:innen mit Asperger-Syndrom dabei helfen können, soziale und schulische Hürden zu überwinden und wie diese Technologien im schulischen Alltag sowie während Sondersituationen wie der CoViD-19-Pandemie eingesetzt werden können.
Die zentralen Felder umfassen die Autismus-Theorie, das inklusive Schulsystem in NRW, verschiedene digitale Hilfsmittel zur Förderung sozialer und fachlicher Kompetenzen sowie die Auswirkungen der Pandemie auf betroffene Familien.
Das Hauptziel besteht darin herauszuarbeiten, ob und wie digitale Lernangebote als Unterstützungsmittel dienen können, um eine erfolgreiche Inklusion von Schüler:innen mit Asperger-Syndrom im Regelschulsystem zu fördern.
Die Arbeit ist als theoretische Auseinandersetzung angelegt, die eine breite Palette an existierenden Studien und Lernprogrammen zusammenfasst, evaluiert und in den Kontext der Inklusionspädagogik setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Autismus-Spektrum, eine detaillierte Analyse der schulischen Rahmenbedingungen in NRW, eine Vorstellung konkreter Programme wie VR-JIT und LEMA sowie eine Analyse von Erfahrungen während der CoViD-19-Pandemie.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Autismus-Spektrum-Störung, Inklusion, digitale Medien, Homeschooling und sonderpädagogische Förderung.
Durch wegfallende soziale Routinen und den abrupten Wechsel zum Homeschooling sahen sich Schüler:innen mit Asperger-Syndrom mit neuen, unvorhersehbaren Herausforderungen konfrontiert, die Fragen nach alternativen digitalen Unterstützungsmöglichkeiten aufwarfen.
Die Autorin hebt das Programm "VR-JIT" (Virtual Reality Job Interview Training) hervor, da es besonders gut für Rollenspiele in der neunten Klasse geeignet ist und beim Training von Vorstellungsgesprächen unterstützt.
Momentan konzentriert sich LEMA sehr spezifisch auf geometrische Formen; eine Ausweitung auf Gebiete wie Algebra oder Stochastik würde das Programm für einen größeren Teil des Matheunterrichts und über die verschiedenen Jahrgangsstufen hinweg nützlicher machen.
Digitale Anwendungen werden in der Arbeit primär als wertvolle Ergänzung und "Zusatz" gesehen. Sie können sonderpädagogische Unterstützung und den direkten Kontakt zu Lehrkräften nicht ersetzen, aber die Förderung in spezifischen Bereichen gezielt unterstützen.
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