Masterarbeit, 2022
45 Seiten, Note: 1,3
Diese Masterarbeit befasst sich mit der Konstruktion von Normalität und Abweichung im amerikanischen Spielfilm. Die Arbeit analysiert zwei Filme, „Blind Side – Die große Chance“ (2009) und „Wunder“ (2017), um zu untersuchen, wie Normalität und Abweichung dargestellt und verhandelt werden und wie sich diese Darstellungen mit gesellschaftlichen Diskussionen über (A-)Normalitäten auseinandersetzen.
Das erste Kapitel beleuchtet die massenmediale Konstruktion von (a-)normalen Identitäten und stellt die zentrale Rolle der Medien im Kontext der Normalitätsdefinition dar. Im zweiten Kapitel wird die Theorie von Jürgen Link zum flexiblen Normalismus vorgestellt, die die Gesellschaft als eine „flexibel-normalistische“ Kurvenlandschaft beschreibt, in der Normalität innerhalb einer Toleranzzone existiert und Abweichung als „Extrem“ betrachtet wird.
Kapitel 3 behandelt die Funktionalität von Medien als „Normalisierungsagenturen“ und analysiert, wie Medien dazu beitragen, Normen zu etablieren und zu reproduzieren. Kapitel 4 fokussiert auf den narrativen Typus „(Nicht) normale Fahrten“ und untersucht, wie in Spielfilmen Normalität und Abweichung als narrative Elemente verwendet werden.
Das fünfte Kapitel analysiert den Film „Blind Side – Die große Chance“, indem es Michaels Lebensweg von einer „abweichenden“ Person hin zu einer „normalen“ gesellschaftlichen Figur beleuchtet. Kapitel 6 widmet sich dem Film „Wunder“ und untersucht Augusts Kampf mit seiner „Anormalität“ und seinen Weg zur Selbstakzeptanz und gesellschaftlichen Integration.
Normalität, Abweichung, Normalismus, Medien, Spielfilm, Hollywood, „Blind Side – Die große Chance“, „Wunder“, flexible-normalistische Kurvenlandschaften, Normalisierungsagenturen, Selbstnormalisierung, gesellschaftliche Randfigur, Selbstakzeptanz, Integration.
Medien fungieren als "Normalisierungsagenturen", die durch Erzählungen und Bilder Normen reproduzieren und die Grenzen zwischen Normalität und Abweichung festlegen.
Sie beschreibt Normalität als eine statistische Kurvenlandschaft, in der es eine breite Mitte (Normalzone) gibt und Abweichungen an den Rändern als "anormal" eingestuft werden.
Die Arbeit untersucht den Aufstieg des Protagonisten Michael von einer als "subnormal" geltenden Randfigur hin zur gesellschaftlichen Überdurchschnittlichkeit durch Sport und Integration.
Der Film zeigt, wie der Junge August durch Selbstakzeptanz seine soziale Ausgrenzung überwindet und die Wahrnehmung seiner Umwelt über "Normalität" verändert.
Fiktionale Erzählungen testen Normalitätskonzepte, indem sie das Publikum mit Abweichungen konfrontieren und so die Grenzen des Akzeptablen verschieben.
Weil amerikanische Spielfilme weltweit verbreitet werden und somit maßgeblich mitbestimmen, welche Identitäten und Verhaltensweisen international als normal angesehen werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

