Bachelorarbeit, 2022
42 Seiten, Note: 1,6
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1 Einleitung
2 Angststörungen
2.1 Generalisierte Angststörung
2.1.1 Neurobiologische Ursachen
2.1.2 Interventionsmöglichkeiten & psychopharmakologische Therapie
2.2 Soziale Phobie
2.2.1 Neurobiologische Ursachen
2.2.2 Interventionsmöglichkeiten & psychopharmakologische Therapie
3 Depressionen
3.1. Neurobiologische Ursachen
3.1.2 Interventionsmaßnahmen und psychopharmakologische Therapie
4 Cannabidiol (CBD)
4.1 Rechtliche Lage
4.2 Darreichungsformen & Dosierung
5 Endocannabinoidsystem
6 Methodik
7 Ergebnisse
7.1 Wirksamkeit von CBD bei Angststörungen
7.2 Wirksamkeit von CBD bei Depressionen
8 Diskussion
Diese Bachelor-Thesis untersucht systematisch die Wirksamkeit von Cannabidiol (CBD) bei Angststörungen (insbesondere generalisierte Angststörung und soziale Phobie) sowie Depressionen, um das Potenzial als alternative Behandlungsmethode zu bewerten.
4 Cannabidiol (CBD)
Im Faserhanf (Cannabis sativa L.) ist CBD das am häufigsten vorkommende Cannabinoid, in Drogenhanfsorten das zweithäufigste nach THC (Grotenhermen, 2017b, S. 664). CBD selbst ist nicht psychotrop wirksam und ruft keine Rauschzustände hervor (Geschwinde, 2018, S. 38).
Neben der antipsychotischen, anxiolytischen und antientzündlichen Wirkung von CBD kann es in hohen Dosen die psychoaktive Wirkung von THC abschwächen (Grotenhermen, 2020). So zeigte sich in einer Studie von Arkell et al. (2019, S. 2720), dass die sedative Wirkung des THCs durch ein CBD-prominentes Cannabis leicht verstärkt worden ist, anxiogene, d.h. angstfördernde Effekte sich hingegen etwas verringerten. Ähnliche Effekte ergaben sich in der Forschung von Zuardi et.al. (2006, S. 425 ff.). Dies liegt mitunter daran, dass sowohl CBD als auch THC im monoaminergen System wirken; THC wirkt hier anxiogen, indem es im GABA-System andockt (Fitoussi et al., 2018). CBD wirkt dort ebenfalls, allerdings als Antagonist, schwächt also die Wirkung des Agonisten THC ab (Grotenhermen, 2017b, S. 664). Analgetische Effekte des THCs werden ähnlich wie die sedative Wirkung durch CBD hingegen verstärkt (Grotenhermen, 2020). Ferner wird CBD als Antikonvulsivum bei Epilepsie, als Entzündungshemmer und auch als Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen genutzt (Grotenhermen, 2017b, S. 664). Darüber hinaus ist der beschriebene antipsychotische Effekt vor allem für Erkrankte an Psychosen und/ oder Schizophrenie ein Mehrwert. Diese können somit ihre Symptome lindern. Weitere positive Wirkmechanismen finden sich in Kapitel 5.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Cannabinoide ein, beleuchtet das therapeutische Potenzial von CBD bei psychischen Erkrankungen und formuliert die zentralen Hypothesen der Arbeit.
2 Angststörungen: Dieses Kapitel definiert unterschiedliche Angststörungen, erläutert deren neurobiologische Ursachen und diskutiert aktuelle therapeutische Ansätze.
3 Depressionen: Hier werden die Symptomatik und Klassifikation depressiver Episoden beschrieben, gefolgt von einer Analyse neurologischer Ursachen und gängiger Behandlungsverfahren.
4 Cannabidiol (CBD): Dieses Kapitel gibt einen Überblick über CBD, dessen Eigenschaften, rechtliche Regulierung sowie verschiedene Darreichungsformen und Dosierungshinweise.
5 Endocannabinoidsystem: Der Abschnitt erläutert die Funktionsweise des körpereigenen Endocannabinoidsystems und die Interaktion mit exogenen Cannabinoiden.
6 Methodik: Die Methodik beschreibt den Prozess der systematischen Literaturrecherche in verschiedenen wissenschaftlichen Datenbanken inklusive der festgelegten Ein- und Ausschlusskriterien.
7 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die identifizierten Studien zur Wirksamkeit von CBD bei Angststörungen und Depressionen und stellt die Ergebnisse den Hypothesen gegenüber.
8 Diskussion: Die Diskussion kritisiert die aktuelle Studienlage, reflektiert die methodischen Einschränkungen der Forschung und bewertet das Potenzial von CBD als alternative Therapieform.
Cannabidiol, CBD, Angststörungen, Soziale Phobie, Depressionen, Endocannabinoidsystem, Psychopathologische Intervention, Cannabinoidrezeptoren, Pharmakologische Behandlung, Systematische Literaturarbeit, Anxiolyse, Thymoleptische Wirkung, Psychisches Wohlbefinden, Klinische Studien, Psychopharmakologie
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Cannabidiol (CBD) als Behandlungsalternative für Menschen, die an Angststörungen oder Depressionen leiden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Neurobiologie von Angst und Depression, der Wirkungsweise von Cannabinoiden auf das Endocannabinoidsystem und der Evidenz aus vorhandenen Studien.
Ziel ist es, die Hypothesen zu prüfen, ob CBD anxiolytisch (angstlösend) bei Angststörungen und thymoleptisch (stimmungsaufhellend) bei Depressionen wirkt.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit, für die eine umfassende Recherche in sechs Online-Datenbanken nach klinischen Studien, Fallberichten und Fallserien durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu den Störungsbildern, die pharmakologischen Eigenschaften von CBD, die methodische Vorgehensweise sowie die Präsentation und Diskussion der gefundenen Ergebnisse.
Die zentralen Begriffe umfassen Cannabidiol (CBD), Angststörungen, soziale Phobie, Depressionen, das Endocannabinoidsystem und dessen pharmakologische therapeutische Ziele.
Es dient als biologische Schnittstelle, an der exogene Cannabinoide wie CBD ihre modulierende Wirkung auf neurobiologische Prozesse ausüben können, die bei Angst und Depression verändert sind.
Nein. Laut den Ergebnissen der Arbeit fehlen aktuell randomisiert kontrollierte Studien zur Wirksamkeit von CBD bei Depressionen, weshalb hierzu noch keine eindeutigen Aussagen getroffen werden können.
Die Arbeit zeigt, dass keine eindeutigen Dosierungsempfehlungen existieren; die Wirksamkeit scheint jedoch von der Dosis abzuhängen, wobei oft hohe Gaben in Kapselform in den Studien verwendet wurden.
Kritisiert wird vor allem die geringe Anzahl an hochwertigen, randomisiert kontrollierten Studien sowie methodische Schwächen, wie kleine Stichprobengrößen und die teilweise unprofessionelle Datenerhebung in den untersuchten Studien.
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