Diplomarbeit, 2008
104 Seiten, Note: 1,3
1. Problemstellung
2. Konzeptionelle Hintergründe
2.1. Zusammenhang von Publizität, Wertpapierliquidität und Kapitalkosten
2.2. Determinanten und Effekte einer Verwendung von IFRS
2.3. Freiwillige versus verpflichtende Anwendung von IFRS
2.4. Messung der betrachteten Effekte
2.4.1. Messung der Wertpapierliquidität
2.4.2. Messung der Eigenkapitalkosten
2.4.2.1. Schätzmethoden
2.4.2.2. Vor- und Nachteile der Schätzmethoden
2.4.3. Messung der Gewinneigenschaften
3. Studien zur freiwilligen IFRS-Anwendung
3.1. Ankündigungseffekte
3.1.1. Befunde
3.1.2. Würdigung
3.2. Liquiditätseffekte
3.2.1. Befunde
3.2.2. Würdigung
3.3. Kapitalkosteneffekte
3.3.1. Befunde zu Eigenkapitalkosteneffekten
3.3.2. Würdigung
3.3.3. Befunde zu Fremdkapitalkosteneffekten
3.3.4. Würdigung
3.4. Gewinneigenschaften
3.4.1. Befunde
3.4.2. Würdigung
4. Studien zur verpflichtenden IFRS-Anwendung
4.1. Ankündigungseffekte
4.1.1. Befunde
4.1.2. Würdigung
4.2. Liquiditätseffekte
4.2.1. Befunde
4.2.2. Würdigung
4.3. Kapitalkosteneffekte
4.3.1. Befunde
4.3.2. Würdigung
4.4. Gewinneigenschaften
4.4.1. Befunde
4.4.2. Würdigung
5. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Diplomarbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zu den empirischen Effekten einer IFRS-Rechnungslegung kritisch aufzuarbeiten und zu würdigen. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit die Verwendung von IFRS tatsächlich positive Auswirkungen auf die Wertpapierliquidität, die Kapitalkosten sowie die Qualität der Gewinneigenschaften von Unternehmen hat und wie der Kapitalmarkt auf entsprechende Ankündigungen reagiert.
2.1. Zusammenhang von Publizität, Wertpapierliquidität und Kapitalkosten
Der Zusammenhang zwischen Publizität, Wertpapierliquidität und den Kapitalkosten eines Unternehmens ist durch zahlreiche Theorien untermauert. Ausgangspunkt der theoretischen Analyse sind Informationsasymmetrien zwischen Unternehmen und Kapitalmarktteilnehmern, die zur adversen Selektion und zu Transaktionskosten führen können. Quantitativ mehr oder qualitativ höherwertige Informationen aus der Finanzberichterstattung können diese Informationsasymmetrie reduzieren und sich dadurch positiv auf Wertpapierliquidität und Kapitalkosten auswirken. Die theoretischen Ansätze lassen sich differenzieren in Modelle, die einen Zusammenhang von Publizität und Wertpapierliquidität herstellen und Modelle, die eine Beziehung zwischen Publizität und Kapitalkosten begründen.
Erstere gehen davon aus, dass Informationsasymmetrien unter den Marktteilnehmern auf Eigenkapitalmärkten zu dem Problem der adversen Selektion führen. Nicht-informierte Investoren laufen Gefahr, mit informierten Investoren zu handeln. Daher werden weniger informierte Investoren den Preis senken (erhöhen), zu dem sie bereit sind, eine Aktie zu kaufen (verkaufen), um sich vor Verlusten aus dem Handel mit einer besser informierten Partei zu schützen. Die Preisanpassung reflektiert die Wahrscheinlichkeit, mit einem informierten Marktteilnehmer zu handeln, sowie den potenziellen Informationsvorsprung dieses Marktteilnehmers. Aus der Preisanpassung resultiert eine Geld-Brief-Spanne auf dem sekundären Aktienmarkt. Informationsasymmetrie und adverse Selektion reduzieren zudem die Anzahl der Aktien, die nicht informierte Händler bereit sind zu handeln. Beide Effekte verringern die Liquidität am Aktienmarkt und somit die Möglichkeit für Investoren, Aktien zu niedrigen Kosten und mit geringem Kurseinfluss zu kaufen oder zu verkaufen.
1. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende internationale Akzeptanz der IFRS und führt in die Erwartungen an eine solche Rechnungslegung hinsichtlich Vergleichbarkeit und Entscheidungsnützlichkeit ein.
2. Konzeptionelle Hintergründe: Hier werden theoretische Zusammenhänge zwischen Publizität, Liquidität und Kapitalkosten sowie die methodischen Grundlagen zur Messung der betrachteten Effekte dargelegt.
3. Studien zur freiwilligen IFRS-Anwendung: Dieses Kapitel analysiert empirische Studien zu Marktreaktionen, Liquidität, Kapitalkosten und Gewinneigenschaften für Unternehmen, die sich freiwillig für IFRS entschieden haben.
4. Studien zur verpflichtenden IFRS-Anwendung: Hier liegt der Fokus auf der Aufarbeitung empirischer Arbeiten, die die Effekte der regulatorisch erzwungenen IFRS-Umstellung in der EU untersuchen.
5. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit in prägnanten Thesen zusammen und bewertet den aktuellen Forschungsstand.
IFRS, IAS, Kapitalkosten, Wertpapierliquidität, Gewinnqualität, Gewinnglättung, Rechnungslegung, Kapitalmarkt, Informationsasymmetrie, adverse Selektion, Kapitalmarkteffekte, Publizität, Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten, Entscheidungsnützlichkeit.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Untersuchung der Auswirkungen einer Rechnungslegung nach IFRS (International Financial Reporting Standards) auf Unternehmen und deren Kapitalmarktbewertung.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Wertpapierliquidität, den Eigen- und Fremdkapitalkosten sowie den Gewinneigenschaften eines Unternehmens unter IFRS.
Das primäre Ziel ist die kritische Aufarbeitung und Würdigung des bestehenden empirischen Forschungsstandes, um zu klären, welche Auswirkungen die Umstellung auf IFRS auf die untersuchten Kapitalmarktgrößen hat.
Die Autorin verwendet die Methode der Literaturanalyse und Aufarbeitung empirischer Studien, indem sie existierende wissenschaftliche Beiträge systematisch kategorisiert, vergleicht und ihre methodischen Ansätze sowie Ergebnisse kritisch hinterfragt.
Der Hauptteil gliedert sich in Studien zur freiwilligen und verpflichtenden IFRS-Anwendung und beleuchtet jeweils deren Auswirkungen auf Ankündigungseffekte, Liquidität, Kapitalkosten und die Eigenschaften von Gewinnen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie IFRS-Anwendung, Kapitalkosteneffekte, Wertpapierliquidität, Gewinnqualität und Kapitalmarkteffekte charakterisiert.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie aufzeigt, dass die bloße formelle Übernahme der IFRS ("Labeling") nicht zwingend zu ökonomischen Vorteilen führt, sondern nur eine ernsthafte, materielle Umstellung ("Serious Adoption") zu echter Transparenz und daraus resultierenden positiven Effekten am Kapitalmarkt führen kann.
Die Messung gestaltet sich schwierig, da verwendete Modelle (wie das Jones-Modell) oft mit hohen Prognosefehlern behaftet sind, die Abgrenzung zwischen normaler und diskretionärer Bilanzpolitik methodisch komplex ist und externe institutionelle Rahmenbedingungen oft nicht ausreichend isoliert werden können.
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