Bachelorarbeit, 2022
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Entwicklung des Kindes
2.1 Entwicklungsphasen
2.2 Bindungstheorie nach John Bowlby
3. Emotionen
3.1 Die Entwicklung von Emotionen bis zur frühen Kindheit
3.2 Emotionsregulation
4. Alkohol und Alkoholabhängigkeit von Müttern
4.1 Körperliche und psychische Wirkungsweisen
4.2 Auswirkungen durch die Alkoholabhängigkeit einer Mutter auf das Kind
4.3 Co-Abhängigkeit in der Partnerschaft
5. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung
5.1 Kindeswohl im Zusammenhang mit der Bedürfnispyramide nach Maslow
5.2 Kindeswohlgefährdung nach §8a SGB Vlll
6. Auswirkungen auf das Kind im Kontext der Alkoholabhängigkeit
7. Resilienz
8. Intervention durch die Soziale Arbeit
8.1 Das Case-Management
8.2 Präventive Hilfsangebote für alkoholabhängige Mütter und ihre Kinder
9. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der mütterlichen Alkoholabhängigkeit auf die emotionale Entwicklung von Kindern und beleuchtet die Möglichkeiten zur Feststellung einer daraus resultierenden Kindesvernachlässigung sowie Interventionsstrategien der Sozialen Arbeit.
Die Entwicklung von Emotionen bis zur frühen Kindheit
Auch die Entstehung von Emotionen ab dem Zeitpunkt der Geburt von Säuglingen ist in der wissenschaftlichen Debatte stark umstritten. So geht der strukturelle Ansatz beispielsweise von den acht Basisemotionen Freude, Trauer, Angst, Ekel, Wut, Vertrauen, Neugierde und Überraschung aus, welche angeboren und universell gültig sind. Nach dem soziokulturellen Ansatz sind Emotionen nicht angeboren, sondern werden vielmehr durch die Sozialisation mit anderen Menschen geschaffen. Die Entwicklung und Ausprägung von Emotionen werden dabei von Normen, Werten und der Kultur beeinflusst. Der funktionalistische Ansatz beschäftigt sich mit der Annahme, dass Emotionen grundsätzlich nicht ab der Geburt existieren, sondern sich aus der Bereitschaft zum Handeln ergeben, um Ziele zu erreichen oder Motive zu erfüllen (vgl. Lohaus/ Vierhaus 2015: 148ff.). Die emotionale Entwicklung ist damit einhergehend auch stark mit der Eltern-Kind-Beziehung und ihrer Bindungserfahrung in Zusammenhang zu bringen (vgl. Saarni et. al. 1998: 237ff., zit. n. Frey et. al. 2012: 34). Demnach äußern Säuglinge bereits ab der Geburt emotionale Gemütslagen, um angenehme Zustände zu erlangen und unangenehme Zustände zu verhindern (vgl. Pauen 2011: 246f.).
Ergänzend dazu lässt sich die emotionale Entwicklung anhand zweier Vorgänge, bestehend aus dem intrapsychischen und dem interpersonellen Strang, näher erläutern. Der interpersonelle Vorgang nimmt an, dass Kinder durch das gemeinschaftliche Leben und der zwischenmenschlichen Bindung zu ihrer Bezugsperson Emotionen erfahren, verarbeiten und lernen, diese zum Ausdruck zu bringen. Das Bindungsverhalten nimmt dadurch erheblichen Einfluss auf die emotionale Entwicklung des Kindes.
1. Einleitung: Definiert das Thema, stellt die Relevanz für die Soziale Arbeit dar und formuliert die Forschungsfrage.
2. Die Entwicklung des Kindes: Erläutert theoretische Grundlagen der menschlichen Heranbildung, inklusive Entwicklungsphasen und Bindungstheorie.
3. Emotionen: Definiert den Begriff der Emotion, deren Funktionen und die spezifische Entwicklung in der frühen Kindheit.
4. Alkohol und Alkoholabhängigkeit von Müttern: Beschreibt Wirkungsweisen von Alkohol, Störungsbilder und Auswirkungen auf das Kind sowie Co-Abhängigkeit.
5. Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Erörtert Kindeswohl anhand der Bedürfnispyramide nach Maslow und definiert Kindeswohlgefährdung rechtlich.
6. Auswirkungen auf das Kind im Kontext der Alkoholabhängigkeit: Führt die Erkenntnisse zur Beantwortung der Forschungsfrage zusammen.
7. Resilienz: Diskutiert Widerstandskräfte bei Kindern trotz belastender Lebensumstände.
8. Intervention durch die Soziale Arbeit: Stellt das Case-Management und präventive Hilfsangebote als methodische Zugänge vor.
9. Fazit und Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse und zieht ein Fazit für die professionelle Praxis der Sozialarbeit.
Emotionale Entwicklung, Alkoholabhängigkeit, Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung, Kindesvernachlässigung, Bindungstheorie, Case-Management, Soziale Arbeit, Resilienz, Frühe Hilfen, Substanzgebrauchsstörung, Suchtbelastete Familien, Erziehung, Psychosoziale Stadien, Interventionsmöglichkeiten
Die Arbeit untersucht, wie eine Alkoholabhängigkeit der Mutter die emotionale Entwicklung ihres Kindes beeinflusst und ob daraus resultierend eine Kindesvernachlässigung festgestellt werden kann.
Neben der Entwicklungspsychologie des Kindes (Bindung, Emotionen) stehen die Auswirkungen von Alkoholkonsum, die gesetzlichen Aspekte der Kindeswohlgefährdung sowie Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit im Mittelpunkt.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwieweit die Alkoholabhängigkeit der Mutter die emotionale Entwicklung ihres Kindes beeinflusst und ob eine Kindesvernachlässigung als direkte Folge identifiziert werden kann.
Die Arbeit dient der theoretischen Aufarbeitung und nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Konzepte, wie die Bindungstheorie nach John Bowlby und die Bedürfnispyramide nach Maslow.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Kindesentwicklung, die medizinischen/psychologischen Auswirkungen von Alkohol auf Mutter und Kind, eine rechtliche Definition von Kindeswohlgefährdung und eine Diskussion über Interventionswege wie das Case-Management.
Wichtige Begriffe sind emotionale Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Resilienz, Co-Abhängigkeit, Suchtbelastete Familien und Fall-orientiertes Case-Management.
Sie stützt sich dabei auf die juristische Betrachtungsweise und Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, wonach eine gegenwärtige Gefahr für das geistige oder leibliche Wohl des Kindes vorliegen muss.
Die Resilienz wird als psychische Widerstandsfähigkeit diskutiert, die Kindern helfen kann, trotz der belastenden Erfahrung einer mütterlichen Suchterkrankung eine stabile Entwicklung zu nehmen.
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