Diplomarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
B. Was ist Armut? Verschiedene Definitionen
I. Monetäre Armutsdefinition
II. Multidimensionale Armutsdefinition
III. Relative und absolute Armut
C. Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen
I. Die Entstehung der Millenniums-Entwicklungsziele
II. Die MDGs im Einzelnen
III. MDG 1 als überwölbendes Ziel
IV. Maßnahmen der Armutsbekämpfung
V. Umsetzbarkeit der MDGs
D. Der Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der MDGs
I. Das Aktionsprogramm 2015
1. Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit: Darstellung und kritische Analyse
a. Die deutsche ODA-Quote und die Mittelverwendung
b. Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft
2. Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit: Darstellung und kritische Analyse
a. Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategy Papers - PRSPs)
b. Programmorientierte Gemeinschaftsfinanzierung - PGF
c. Mikrofinanzierung
3. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit NGOs
II. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit internationalen Organisationen / Einrichtungen: Darstellung und kritische Analyse
1. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der G8
2. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der EU
E. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die deutsche Entwicklungspolitik mit einem spezifischen Fokus auf die Umsetzung der zehn Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit dem Umfang und der Effektivität des deutschen Engagements in der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Frage, wie wirksam diese Maßnahmen zur Armutsbekämpfung beitragen.
II. Multidimensionale Armutsdefinition
Wolfgang Sachs weist in seinem Artikel „Die Millenniums-Entwicklungsziele – (k)ein Entwicklungsparadigma“ darauf hin, dass Menschen mit einem Einkommen von weniger als 1 US-Dollar pro Tag sich oft selbst nicht als arm betrachten. Faktoren wie der Besitz von Land und Vieh sowie große Familien sind oftmals bedeutsamer. Im Gegensatz dazu kann sich jemand, der nach westlicher Sicht ein durchschnittliches Einkommen erzielt, arm vorkommen. Die Messgröße von einem Dollar am Tag berücksichtigt weiterhin nicht, dass die Kaufkraft dieses Dollars mit steigendem Lebensstandard abnimmt. So ist z. B. in China der Anteil der extrem Armen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Ein Großteil der Bevölkerung verdient mittlerweile dreimal so viel. Also wird dieser Teil in der Statistik nicht berücksichtigt. Hierbei wurde jedoch die Tatsache außer Acht gelassen, dass die Preise mit dem steigendem Einkommen gestiegen sind und die Menschen sich daher nicht mehr leisten können als zuvor.
Weiterhin betont Sachs die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen Armut und Elend. Ist eine Kultur arm an Marktgütern, so kann sie trotzdem ein zufriedenes Leben führen, solange sie Zugang zu Land und einer Gemeinschaft hat. Elend hingegen erfahren diejenigen, denen auch letzteres verwehrt bleibt (z. B. Slumbewohner und Wanderarbeiter). Bei der Schaffung von neuem Wohlstand in einigen Schwellenländern wie China und Indien wurde auf der anderen Seite auch neues Elend geschaffen. Viele Landbewohner waren durch den Bau von Staudämmen gezwungen, in die Slums am Stadtrand zu ziehen. Die Arbeit auf den Feldern wurde mehr und mehr von Maschinen erledigt.
A. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Entstehungskontext der Millenniumserklärung im Jahr 2000 sowie die Definition der MDGs als Rahmen für die internationale Entwicklungspolitik.
B. Was ist Armut? Verschiedene Definitionen: Dieses Kapitel analysiert sowohl monetäre als auch multidimensionale Konzepte von Armut, um ein tieferes Verständnis über die Messbarkeit und die tatsächliche Lebenssituation der Betroffenen zu erlangen.
C. Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: Hier wird die Genese der Ziele dargestellt, ihre inhaltliche Struktur beleuchtet und die Relevanz der Armutsbekämpfung als überwölbendes Ziel diskutiert.
D. Der Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der MDGs: Dieses zentrale Kapitel analysiert das Aktionsprogramm 2015 sowie die verschiedenen Ebenen und Instrumente des deutschen Engagements, darunter bilaterale Zusammenarbeit, Mikrofinanzierung und die Kooperation mit internationalen Partnern.
E. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die bisherigen Fortschritte sowie die notwendigen zukünftigen Anstrengungen zur Erreichung der Ziele bis 2015.
Millenniums-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, Deutschland, Aktionsprogramm 2015, MDGs, Mikrofinanzierung, Good Governance, Schuldenerlass, ODA-Quote, Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik, G8, Europäische Union, NGO.
Die Arbeit untersucht die deutsche Entwicklungspolitik im Kontext der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, den verschiedenen Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit und der kritischen Analyse der deutschen Beiträge zur Erreichung der MDGs.
Das Hauptziel ist es, einen detaillierten Überblick über das deutsche Engagement zur Umsetzung der MDGs zu geben und kritisch zu hinterfragen, wie wirksam die Politik der Bundesregierung hierbei agiert.
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse und wertet offizielle Statistiken sowie Berichte nationaler und internationaler Organisationen aus, um die Wirksamkeit der entwicklungspolitischen Maßnahmen zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Armut, die Entstehung der MDGs sowie die detaillierte Analyse der deutschen Maßnahmen, unterteilt in bilaterale Hilfen, Mikrofinanzierung und das Engagement in internationalen Gremien.
Die wesentlichen Begriffe sind Millenniums-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, deutsche ODA-Politik und Good Governance.
Die Mikrofinanzierung wird als ein überwiegend positiv zu bewertendes Instrument gesehen, da sie direkt bei den Bedürftigen ansetzt, wenngleich kritische Stimmen vor einer zunehmenden Kommerzialisierung warnen.
NGOs fungieren als „Fürsprecher der Armen“ und besitzen aufgrund ihrer engen Netzwerke vor Ort detailliertere Kenntnisse, was die Wirksamkeit der Projekthilfe erhöht und das Risiko der Zweckentfremdung von Geldern senkt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

