Doktorarbeit / Dissertation, 2022
300 Seiten, Note: Sehr ehrenhaft
1 Zur Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache
1.1 Überblick
1.2 Zur Wortbildung des Substantivs
1.2.1 Die Komposition
1.2.1.1 Stabilität der Wortstruktur
1.2.1.2 Lockerung der Stabilität
1.2.1.3 Morphologische Charakteristik
1.2.1.3.1 Substantiv als Erstglied
1.2.1.3.2 Adjektiv als Erstglied
1.2.1.3.3 Verbstamm als Erstglied
1.2.2 Die Derivation und die Konversion
1.2.3 Die Kurzwortbildung
1.2.3.1 Kurzworttypen
1.3 Zur Wortbildung des Adjektivs
1.3.1 Die Komposition
1.3.1.1 Stabilität der Wortstruktur und Schreibung
1.3.1.2 Morphologische Charakteristik
1.3.1.2.1 Substantiv als Erstglied
1.3.1.2.2 Adjektiv als Erstglied
1.3.1.2.3 Verbstamm als Erstglied
1.3.1.2.4 Sonstige Elemente als Erstglieder
1.4 Zu den Wortgruppenlexemen
1.5 Zum Affix- und Konfixbestand in der Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache
1.5.1 Zum Affixbestand
1.5.2 Zum Konfixbestand
1.6 Zu den Tendenzen der Wortbildung in der deutschen Gegenwartssprache
1.6.1 Tendenzen bei Komposita
1.6.1.1 Substantiv/Adjektiv-Komposita
1.6.1.2 Substantiv/Partizip I-Komposita
1.6.1.1 Substantiv/Partizip II-Komposita
1.6.2 Tendenzen nach Eichinger
1.7 Zur Wortneubildung
1.7.1 Begriffsbestimmung: Was ist eine Wortneubildung?
1.7.2 Neologismen und Okkasionalismen
1.7.3 Orthografische Auffälligkeiten bei komplexen Wortneubildungen
1.8 Englisches in der deutschen Wortbildung
1.8.1 Vorbemerkung
1.8.2 Hybride Wortneubildungen in der deutschen Gegenwartssprache
1.8.3 Gemeinsamkeiten der englischen und der deutschen Wortbildung
1.8.4 Ausprägung neuer Wortbildungsmodelle unter Einfluss des Englischen
1.8.5 Die Tendenz zu fremdsprachlichen Eigenbildungen bzw. Ersetzung deutschsprachiger Konstituenten durch englische Glieder
2 Zu den Fachsprachen der deutschen Gegenwartssprache
2.1 Begriffsbestimmung und Charakteristika
2.2 Gliederung von Fachsprachen
2.2.1 Kriterien fachsprachlicher Gliederung nach Roelcke
2.2.1.1 Horizontale Gliederung
2.2.1.2 Vertikale Gliederung
2.3 Wortbildungsmorphologie in Fachsprachen der deutschen Gegenwartssprache
2.4 Zur Fachsprache der Kraftfahrzeugtechnik
2.4.1 Begriffsbestimmung der Kraftfahrzeugtechnik
2.4.2 Klassifikationsschwierigkeiten der Kfz-Technik-Terminologie
2.4.3 Fachlichkeit und vertikale Gliederung von Texten in der Kfz-Technik
2.5 Zur Fachsprache der Informationstechnologie
2.5.1 Begriffsbestimmung
2.5.2 Fachlichkeit und vertikale Gliederung von Texten in der Informationstechnologie
2.5.3 Teilgebiete und Textsorten der Informationstechnologie
3 Empirische Untersuchungen
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Aufbau des Belegmaterials
3.3 Das Korpus der Kfz-Technik
3.3.1 Untersuchungsergebnisse der exzerpierten Stichwörter in der Kfz-Technik
3.4 Das Korpus der Informationstechnologie
3.4.1 Untersuchungsergebnisse der exzerpierten Stichwörter
3.5 Ergebnisse
3.5.1 Bildungstendenzen bei Wortneubildungen
3.5.1.1 Wortbildungsverfahren
3.5.1.2 Bildungsmuster bei der Wortbildungsart Komposition
3.5.2 Das Ausmaß rein nativen Wortgutes gegenüber fremdsprachlichen Konstituenten bzw. Hybridbildungen
3.5.3 Die Lexikalisierung der untersuchten Wortneubildungen
3.5.3.1 Verwendungsfrequenz
3.5.3.2 Zusammenhang zwischen Verwendungsfrequenz und Lexikalisierungsprozess
3.5.3.3 Lexikalisierungszeit bezogen auf den Erstbeleg im Erfassungszeitraum
3.5.3.4 Empirische Erhebung durch Probandenbefragung
3.5.3.4.1 Soziale Verteilung der Probanden
3.5.3.4.2 Ergebnisse der Probandenbefragung hinsichtlich der Verbreitung und Lexikalisiertheit der untersuchten Stichwörter im mentalen Lexikon
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit erforscht die Wortschatzerweiterung im modernen Deutsch durch Wortneubildungen in den Fachsprachen der Kraftfahrzeugtechnik (Kfz) und der Informationstechnologie (IT). Ziel ist es zu untersuchen, welche Wortbildungsmuster vorherrschen, in welchem Maße rein indigene Neubildungen gegenüber hybriden Bildungen auftreten und wie hoch die Verwendungsfrequenz sowie der Grad der Akzeptanz dieser neuen Lexeme im allgemeinen Sprachgebrauch ist.
1.2 Zur Wortbildung des Substantivs
Nach Fleischer et al. kennzeichnet sich das typische substantivische Kompositum durch eine binäre Gliederung und eine stabile Wortstruktur, wobei Konstituenten zusammengeschrieben und auf morphologischer und syntaktischer Ebene untrennbar sind. Von diesen Regeln darf jedoch in Ausnahmefällen abgewichen werden:
1. Die Getrenntschreibung der unmittelbaren Konstituenten ist in bestimmten Fällen erlaubt, wie bei „komplexen Entlehnungen aus dem Englischen“, die aus einem Adjektiv und einem Substantiv bestehen (Big Data, Active Info Display)
2. Die Wortinterne Flexion kann nicht ganz ausgeschlossen werden, und zwar bei Phrasenkomposita, bestehend aus Adjektiv und Substantiv als Erstglied. Fleischer nennt hierzu Beispiele wie der Roten-Kreuz-Schwester, aus der Kalten-Kriegs-Zeit.
3. Bei bestimmten Kompositionstypen gilt ein anderes Akzentmuster: Bei „einzelnen Kopulativkomposita (Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg), Konfixkomposita mit Fremdelementen (Diskothek), Komposita mit Durchkopplungsbindestrich, unabhängig von der Komplexität des Erstgliedes (Hals-Nasen-Ohren-Arzt), sowie bei sonstigen plymorphemischen Komposita.
1. Zur Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen der Wortbildungslehre, einschließlich Komposition, Derivation und Kurzwortbildung, und beleuchtet den Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache.
2. Zu den Fachsprachen der deutschen Gegenwartssprache: Es erfolgt eine Begriffsbestimmung von Fachsprachen sowie eine Analyse der vertikalen und horizontalen Gliederung, mit spezifischem Fokus auf die Fachsprachen der Kraftfahrzeugtechnik und Informationstechnologie.
3. Empirische Untersuchungen: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen und die Analyse des Belegmaterials aus Fachkorpora sowie die Ergebnisse der Probandenbefragung zur Etablierung neuer Fachtermini.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die Forschungsergebnisse synthetisiert, die Bestätigung der Hypothesen diskutiert und Anregungen für zukünftige vergleichende Studien geliefert.
Wortbildung, Wortbildungsmuster, Wortneubildungen, Komposition, Derivation, Kurzwortbildung, Kraftfahrzeugtechnik, Informationstechnologie, Hybridbildung, Lexikalisierung, Fachsprache, Allgemeinsprache, Sprachwandel, Neologismen, Okkasionalismen
Die Arbeit untersucht die Wortbildungstendenzen bei neuen Wörtern in den spezialisierten Feldern der Kfz-Technik und der Informationstechnologie im 21. Jahrhundert.
Die zentrale Thematik umfasst die morphologischen Strukturen von Neubildungen, das Zusammenspiel von indigenem Wortgut und Anglizismen sowie die Frage, wie diese Begriffe in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen.
Ziel ist es, präferierte Bildungsmuster in den genannten Fachsprachen zu identifizieren und den Grad ihrer Lexikalisierung sowie ihre Akzeptanz bei Sprechern zu analysieren.
Es wird eine korpusbasierte Analyse eingesetzt, ergänzt durch eine empirische Probandenbefragung, um die Häufigkeit und Bekanntheit der untersuchten Wortneubildungen zu ermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Wortbildung, die Spezifika der Fachsprachen der Kfz- und IT-Branche sowie die empirische Auswertung eines umfangreichen Korpus.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Wortneubildung, Komposition, Lexikalisierung, Fachsprache, Hybridbildung und Anglizismen.
Die Arbeit zeigt, dass die Etablierung eines Begriffs in der Regel einen Zeitraum von rund 10 Jahren oder länger erfordert, wobei die Relevanz des Denotats im öffentlichen Diskurs diesen Prozess beschleunigen kann.
Große Akteure (wie Volkswagen oder Apple) fungieren als maßgebliche Innovationsträger, deren technische Benennungen aufgrund ihrer Marktdominanz schneller in den allgemeinen Sprachgebrauch einfließen.
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