Bachelorarbeit, 2021
146 Seiten
1 EINLEITUNG
1.1 SMART HOME ALS UNTERSTÜTZUNG FÜR SELBSTÄNDIGES LEBEN
1.2 ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG
1.3 METHODIK UND ABLAUF
1.4 ABGRENZUNG
2 THEORETISCHE FUNDIERUNG
2.1 ANNÄHERUNG AN DEN BEGRIFF „WOHNEN“
2.1.1 ABGRENZUNG UND DEFINITION VON „WOHNEN“
2.1.2 BEGRIFFSERKLÄRUNG UND ABGRENZUNG DES BEGRIFFS „SENIOREN“
2.1.3 DIE BEDEUTUNG VON „WOHNEN“ FÜR SENIOREN
2.2 SMART HOME
2.2.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG, ABGRENZUNG UND LEISTUNGSGRENZE
2.2.2 DARSTELLUNG HEUTIGER SYSTEME UND KRITISCHE BETRACHTUNG DERZEITIGER GRENZEN
2.3 BETREUTES WOHNEN
2.3.1 BEGRIFFSERKLÄRUNG UND ABGRENZUNG
2.3.2 MODELLE DES BETREUTEN WOHNEN
2.3.3 KOSTENASPEKTE DES BETREUTEN WOHNEN
2.3.4 GESUNDHEITLICHE UND SOZIALE BEWEGGRÜNDE FÜR DAS WOHNEN IN EINEM BETREUTEN WOHNEN
2.3.4.1 Pflegebedarf
2.3.4.2 Umzugsbereitschaft
2.3.4.3 Soziale Kontakte
3 METHODE, GRUNDLAGEN UND FORSCHUNGSGEGENSTAND
3.1 BESTIMMUNG DER ERHEBUNGSMETHODEN
3.1.1 EXPERTENINTERVIEW
3.1.1.1 Vor- und Nachteile der Methodik
3.1.1.2 Limitierende Faktoren
3.1.1.3 Auswahl der Interviewpartner
3.1.1.4 Erhebungsinstrument - Interviewleitfaden
3.1.1.5 Vorbereitung des Experteninterviews
3.1.1.6 Durchführung des Experteninterviews
3.1.1.7 Transkription des Interviews
3.1.2 ONLINE- BEFRAGUNG
3.1.2.1 Vor- und Nachteile der Methodik
3.1.2.2 Limitierende Faktoren
3.1.2.3 Fragebogenkonstruktion
3.1.2.4 Auswahl der Stichprobe
3.1.2.5 Durchführung der Online-Befragung
3.1.3 LITERATURARBEIT
3.1.3.1 Vor- und Nachteile der Methodik
3.1.3.2 Limitierende Faktoren
3.2 TRIANGULATION
3.3 KRITIK DER METHODE
3.4 FORSCHUNGSLÜCKE
3.5 DATENANALYSE
3.5.1 DATENAUSWERTUNG
3.5.2 GÜTEKRITERIEN
3.6 ERGEBNISSE
3.6.1 DERZEITIGE PERSPEKTIVE
3.6.1.1 Möglichkeiten von SHS gegenüber Betreuten Wohnen
3.6.1.2 Grenzen von SHS gegenüber Betreuten Wohnen
3.6.2 ZUKÜNFTIGE PERSPEKTIVE
3.6.2.1 Mögliche Chancen von SHS gegenüber Betreuten Wohnen
3.6.2.2 Mögliche Grenzen von SHS gegenüber Betreuten Wohnen
4 DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
4.1 CHANCEN UND RISIKEN DERZEITIGER SMART HOME SYSTEME GEGENÜBER BETREUTEN WOHNEN
4.1.1 SYSTEMISCHE CHANCEN UND RISIKEN
4.1.2 EMOTIONALE CHANCEN UND RISIKEN
4.2 MÖGLICHE CHANCEN UND RISIKEN ZUKÜNFTIGER SMART HOME SYSTEME GEGENÜBER BETREUTEN WOHNEN
4.2.1 SYSTEMISCHE CHANCEN UND RISIKEN
4.2.2 EMOTIONALE CHANCEN UND RISIKEN
4.3 FAZIT
4.4 AUSBLICK
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit assistive Smart Home Technologien (SHS) eine Alternative zum Betreuten Wohnen (BW) für Senioren darstellen können und ob sie dazu beitragen, den Umzug in eine stationäre Einrichtung hinauszuzögern oder zu vermeiden. Die Arbeit analysiert dabei verschiedene Perspektiven (Senioren, Angehörige, Experten) mittels qualitativer Experteninterviews und einer quantitativen Online-Befragung, um Chancen, Risiken sowie systemische und emotionale Hemmschwellen zu identifizieren.
1.1 Smart Home als Unterstützung für selbständiges Leben
„Ältere Menschen leben häufiger allein“ (Länger zuhause leben: Ein Wegweiser für das Wohnen im Alter, 2019, S.15). Dies ist eine Schlussfolgerung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, welche aus dem achten Altersbericht des Jahres 2020 hervorgeht. Demzufolge kann der Trend zu Singularisierung (d.h. Anteil der alleinlebenden Personen) nicht nur bei jungen Menschen beobachtet werden, sondern auch bei Senioren. Damit geht einher, dass eine für Senioren im Alter oftmals benötigte Unterstützung durch andere Personen im gleichen Haushalt nicht gegeben ist.
Im Jahr 2020 wurden laut Statista in der Bundesrepublik Deutschland 16,48 Millionen Einpersonenhaushalte verzeichnet (Einpersonenhaushalte in Deutschland bis 2020, 2021). Von diesen alleinlebenden Personen wiesen 26,09% (4,29 Millionen Personen) einen Pflegegrad auf. Laut dem Statistischen Bundesamt wird im Jahre 2050 mit ca. 6,5 Millionen pflegebedürftigen Menschen gerechnet. Zugleich wird die Zahl der über 80-Jährigen auf 9,6 Millionen Bundesbürger prognostiziert. (Anzahl der Pflegebedürftigen und über 80-Jährigen in Deutschland bis zum Jahr 2060, 2021) Diese Vorhersage, sowie gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass der Fokus der Alters- und Seniorenforschung auf die Lebensphase Alter rückt. Mit den proportional steigenden Zahlen im Bereich der älteren Menschen und der Pflegebedürftigkeit steht die Gesellschaft in finanziellen sowie sozialen Aspekten vor einer großen Herausforderung (Schimany, 2003).
1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert die Relevanz des Themas angesichts des demografischen Wandels und stellt die Problemstellung, Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2 THEORETISCHE FUNDIERUNG: Hier werden zentrale Begriffe wie „Wohnen“, „Senioren“, „Smart Home“ und „Betreutes Wohnen“ definiert und der aktuelle Forschungsstand sowie Konzepte (z.B. AAL) diskutiert.
3 METHODE, GRUNDLAGEN UND FORSCHUNGSGEGENSTAND: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Forschung, bestehend aus Experteninterviews und einer Online-Befragung, inklusive der Begründung der Stichprobenauswahl.
4 DARSTELLUNG UND DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Im Hauptteil werden die gewonnenen Daten aus den Interviews und der Umfrage ausgewertet, in Bezug auf Chancen und Risiken diskutiert und die Forschungsfrage beantwortet.
Smart Home System, Ambient Assisted Living, Betreutes Wohnen, Pflegebedarf, Umzugsbereitschaft, Demografischer Wandel, Akzeptanz, Hemmschwelle, Selbständigkeit, Lebensqualität, Assitive Technologien, Senior, Angehörige, Pflegekräftemangel.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Smart Home Technologien als alternative oder ergänzende Wohnform zum klassischen Betreuten Wohnen für Senioren im Alter ab 65 Jahren.
Die Themenfelder umfassen die demografische Entwicklung, die Definition des Wohnbegriffs im Alter, die Möglichkeiten assistiver Technologien (AAL) sowie die sozialen und finanziellen Aspekte eines Umzugs in eine betreute Einrichtung.
Das Ziel ist herauszuarbeiten, inwieweit assistive Technologien Senioren unterstützen können, damit ein Umzug in ein Betreutes Wohnen verzögert oder ganz vermieden werden kann.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung mit einer empirischen Primärforschung, bestehend aus qualitativen Experteninterviews sowie einer quantitativen Online-Befragung von Angehörigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die methodische Einordnung, die Präsentation der Umfrage-Ergebnisse sowie die kritische Diskussion über Chancen, Risiken und Hemmschwellen beim Einsatz von Smart Home Systemen.
Zentrale Begriffe sind Smart Home System, Ambient Assisted Living, Betreutes Wohnen, Pflegebedarf, Selbständigkeit, Lebensqualität und die Akzeptanz neuer Technologien im Alter.
Die Ergebnisse zeigen einen Konsens darüber, dass der persönliche Zwischenmenschliche Kontakt und pflegerische Tätigkeiten, die physische Nähe erfordern, durch Smart Home Technologien nicht ersetzt werden können und auch in Zukunft nicht sollen.
Die Arbeit identifiziert sowohl emotionale als auch fachliche Hemmschwellen, da Senioren oft Respekt vor technischer Komplexität haben und eine digitale Souveränität erst durch Schulung und benutzerfreundliche Design-Standards erreicht werden müsste.
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