Bachelorarbeit, 2022
53 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Nebenfragestellungen
3 Physiologische- und Pathophysiologische Grundlagen
3.1 Atempumpe
3.2 Akute respiratorische Insuffizienz
3.3 Begriffsklärung
3.4.1 AECOPD
3.4.2 Kardiales Lungenödem
4 Nicht-invasive Beatmung
4.1 Begriffsklärung
4.2 Devices der NIV
4.3 Indikationen und Kontraindikationen der NIV-Therapie
4.4 Beatmungseinstellungen der NIV-Therapie
4.5 Grenzen der NIV
5 Fachpflegerische Schwerpunkte
5.1 Prophylaktische Maßnahmen
5.1.1 Druckulzerationen
5.1.2 Mundhygiene zur VAP-Prophylaxe
5.1.3 Sekretmanagement und Lagerungsunterstützung zur Förderung der Atmung
5.1.4 Patientenadaptierte Vorbereitung
5.2 Patientenbeobachtung
5.3 Blutgasanalyse
5.4 Führendes Therapiekonzept bei SARS-Cov-2
6 Methoden
7 Ergebnisse
7.1 Förderung der Patientencompliance und unterstützende Kommunikation
7.2 Einbezug der therapierelevanten Schwerpunkte für die Pflege
7.3 Vermeidung von Komplikationen der NIV-Therapie
8 Diskussion
9 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss pflegerischer Interventionen auf den Therapieverlauf bei nicht-invasiver Beatmung (NIV) von Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz, um evidenzbasierte Strategien zur Komplikationsvermeidung und Compliance-Förderung in den klinischen Alltag zu integrieren.
4.2 Devices der NIV
Die Maskenauswahl bei Anwendung der NIV ist abhängig von der Indikationsstellung für den Patienten. Das allgemeine Ziel bei der Auswahl der passenden Maske ist das möglichst dichte Anliegen, um Leckagen zu vermeiden. Des Weiteren soll ein möglichst hoher Tragekomfort gewährleistet sein, um die Compliance des Patienten zu fördern und potenzielle Druckstellen zu vermeiden (Müller & Svensson, 2017). Im Fall von Gesichtsverletzungen oder Anpassungsschwierigkeiten der in den Abbildungen 4, 5 und 6 und dargestellten Devices bietet der Beatmungshelm eine zusätzliche Möglichkeit der NIV (Lang, 2016). Gesichtsmasken bürgen aufgrund der Sicherung der oberen Atemwege das Risiko, dass Patienten bei laufender Therapie einer erhöhten Aspirationsgefahr ausgesetzt sind. Daher sollte eine Durchsichtigkeit bei anliegenden NIV-Masken gewährleistet sein, um im Falle eines Erbrechens seitens des Patienten, die Maske frühestmöglich abnehmen zu können (Pfeiffer, 2019). Im Anhang werden unterschiedliche Devices von NIV-Masken dargestellt, die im klinischen Alltag vorzufinden sind (Abbildungen 4 bis 7).
Der Leitlinienkonsens benennt die in Abbildung 5 aufgeführte Mund-Nasen-Maske bei Patienten in der ARI als das Mittel der ersten Wahl. Die in Abbildung 4 abgebildete Nasenmaske empfiehlt sich in diesem Zusammenhang eher im Einzelfall oder bei Stabilisierung des Patienten (Westhoff et al., 2015). Gerade in der Akutphase stellen die Mund-Nasen-Maske sowie die Full-Face-Maske durch ihren kleinen Totraum eine suffiziente Atmung sicher, da Patienten mit akuter Dyspnoe dazu neigen, durch den Mund zu atmen. Hier ist zu berücksichtigen, dass der erhöhte Okklusionsdruck der Maskenränder ein Dekubitusrisiko darstellt und dem Patient Schmerzen verursachen kann, denen es entgegenzuwirken gilt (Wehlmann & Ochmann, 2021). Lang (2016) benennt ebenfalls die Mund-Nasen-Maske und die Full-Face-Maske als Mittel der ersten Wahl in der ARI mit dem Vorteil einer suffizienten Funktion bei bestehender Mundatmung und der Wirksamkeit bei eingeschränkter Mitarbeit seitens der Patienten.
1 Einleitung: Beschreibt die klinische Relevanz und Indikationsstellung der nicht-invasiven Beatmung bei akuter respiratorischer Insuffizienz sowie die Bedeutung der fachpflegerischen Durchführung.
2 Nebenfragestellungen: Definiert gezielte Forschungsfragen zur psychologischen Patientenperspektive, zu pflegerischen Schwerpunkten und zur Prävention von Komplikationen.
3 Physiologische- und Pathophysiologische Grundlagen: Erläutert die Mechanismen der menschlichen Atempumpe sowie die pathophysiologischen Prozesse bei AECOPD und kardialem Lungenödem.
4 Nicht-invasive Beatmung: Detailliert die Begriffsdefinitionen, verfügbare Devices, Indikationen, Beatmungseinstellungen und Abbruchkriterien der NIV-Therapie.
5 Fachpflegerische Schwerpunkte: Behandelt zentrale pflegerische Handlungsfelder, insbesondere Prophylaxen gegen Druckulzerationen und Pneumonien sowie die Patientenadaptierung.
6 Methoden: Dokumentiert das Vorgehen der systematischen Literaturrecherche in medizinischen Datenbanken zur Erstellung der Arbeit.
7 Ergebnisse: Fasst die aus der Literatur abgeleiteten evidenzbasierten Erkenntnisse zur Patientencompliance, pflegerischen Versorgung und Komplikationsvermeidung zusammen.
8 Diskussion: Reflektiert kritisch die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die praktischen Implikationen für den Klinikalltag.
9 Fazit und Ausblick: Resümiert die Bedeutung strukturierter pflegerischer Einarbeitungskonzepte für ein effektives Therapieergebnis in der NIV.
nicht-invasive Beatmung, NIV, akute respiratorische Insuffizienz, Pflegeinterventionen, Patientencompliance, Beatmungskomplikationen, Druckulzerationen, VAP-Prophylaxe, Mundhygiene, Sekretmanagement, Intensivmedizin, Intermediate Care, Blutgasanalyse, Beatmungseinstellungen, Leitlinienkonsens
Die Arbeit untersucht den fachpflegerischen Beitrag zur erfolgreichen Durchführung einer nicht-invasiven Beatmungstherapie bei Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz.
Die Schwerpunkte liegen auf der Patientenführung (Compliance), der Prävention therapiebedingter Komplikationen wie Druckstellen oder Infektionen und der fachgerechten Geräteeinstellung sowie Positionierung.
Es soll geklärt werden, wie pflegerische Interventionen den Therapieverlauf der NIV-Beatmung positiv beeinflussen und wie unerfahrenen Pflegekräften hierfür eine strukturierte Hilfestellung gegeben werden kann.
Die Autorin/der Autor führte eine systematische Literaturrecherche in Fachdatenbanken wie PubMed und CINAHL durch, um evidenzbasierte pflegerische Maßnahmen zusammenzutragen.
Der Hauptteil gliedert sich in physiologische Grundlagen, technische Aspekte der NIV-Geräte sowie konkrete fachpflegerische Schwerpunkte von der Einleitung bis zur Patientenüberwachung.
Wichtige Begriffe sind NIV, Patientencompliance, Druckulzerationsprophylaxe, Ventilator-assoziierte Pneumonie (VAP), Sekretmanagement und therapierelevante Pflegeinterventionen.
Da viele Patienten durch die dichte Maske Angst oder Klaustrophobie entwickeln, ist eine empathische Kommunikation entscheidend, um eine Ablehnung der Therapie zu verhindern und die Synchronität mit dem Gerät zu fördern.
Neben einer korrekten 30-Grad-Oberkörperhochlagerung ist die engmaschige Überwachung durch die Pflegekraft sowie ein effektives Management der Maskenpositionierung essenziell.
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