Bachelorarbeit, 2022
50 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Die Essstörung
1.1 Definitionen und Arten von Essstörungen
1.1.1 Anorexie
1.1.2 Bulimie
1.2. Zur Risikogruppe von Anorexie und Bulimie
1.2.1 Die Adoleszenz und ihre Entwicklungsaufgaben
1.2.2 Der Zusammenhang von Adoleszenz und Essstörungen
1.3 Risikofaktoren und Ursachen
1.3.1 Biologische Faktoren
1.3.2 Familiäre Faktoren
1.3.3 Soziokulturelle Faktoren
1.3.4 Individuelle Faktoren
1.3.5 Die Körperbildstörung
2. Prävention von Essstörungen
2.1 Arten von Präventionen
2.2 Präventive Ansätze allgemein
2.3 Präventive Ansätze in Kunsttherapie und Sozialer Arbeit
3. Körperbemalung in der Therapie, Pädagogik und Prävention
3.1 Körperbemalung damals und heute
3.2 Klient*innen und Ziele der Körperbemalung
3.3 Einfluss auf den Menschen
3.4 Ansätze zur Förderung von Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein durch Körperbemalung
4. Verwendung der Körperbemalung zur Prävention von Essstörungen in der Sozialen Arbeit
4.1 Auftrag der Sozialen Arbeit
4.2.1 Rechtliche Aspekte und Kompetenzanforderungen
4.2.2 Möglichkeiten und Grenzen
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob die pädagogische Körperbemalung als unterstützende Methode in der Sozialen Arbeit zur Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz eingesetzt werden kann, indem sie durch Empowerment sowie Body Positivity und Body Neutrality das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung fördert. Dabei wird beleuchtet, wie diese Methode zur Stärkung der psychischen Resilienz gegenüber gesellschaftlichen Schönheitsidealen beitragen kann.
3.3 Einfluss auf den Menschen
Es wurde bereits die Verbreitung der Körperbemalung und Körperinszenierung in unserer Gesellschaft zu verschiedenen Epochen aufgezeigt. Hierbei wurde ebenfalls deutlich, dass neben dem Aspekt der Verschönerung des Körpers auch die Rollenvielfalt, die Identität und das Selbstbewusstsein durch die Körperkunst eine Rolle spielen. Auch wurde aufgezeigt, dass sich die Körperbemalung durchaus für therapeutische und präventive Zwecke anbietet. Folgend soll somit aufgezeigt werden, inwiefern die Körpermalerei durch Berührung, Farbeinwirkung und die Verbindung von taktilen und visuellen Sinnesreizen einen Einfluss auf den Menschen hat.
Aus einer Umfrage von Gesine Marwedel zu Bodypainting aus Modelsicht im Jahre 2018 ergab sich, dass der Prozess, die Kunst auf die Haut zu malen, von 88% der Bemalten als „angenehm und wohltuend“ empfunden wurde. Dies ist unter anderem auf die streichenden Bewegungen des Pinsels zurückzuführen, die positive Gefühle erzeugen (vgl. Marwedel 2019, S. 58) und als Massage wahrgenommen werden (vgl. Marwedel 2019, S. 23). Wie bereits benannt stellt unsere Haut das größte Organ des Menschen dar und dient als Grenze zu unserer Außenwelt. Die Rezeptoren, die unter unserer Haut liegen, ermöglichen es, Reize zu erfassen und an das Gehirn weiterzuleiten, um dort als Schmerz, Druck, Berührung, Vibration oder Temperatur wahrgenommen zu werden (vgl. Leschnik 2021, S. 11). Schließlich interpretiert das Gehirn diese Reize und leitet sie an das zentrale Nervensystem weiter, in welchem daraufhin bestimmte Reaktionen ausgelöst werden (vgl. Wagener 2000, S. 76). Somit wird es dem Menschen ermöglicht, durch leichte Reizungen die Form oder Struktur eines Gegenstandes zu erkennen (vgl. Wagener 2000, S. 73).
1. Die Essstörung: Dieses Kapitel erläutert die Krankheitsbilder Anorexie und Bulimie, ihre Risikofaktoren sowie die besondere Bedeutung der Adoleszenz als Risikophase für deren Entstehung.
2. Prävention von Essstörungen: Hier werden präventive Ansätze allgemein sowie spezifische Programme in der Kunsttherapie und Sozialen Arbeit vorgestellt, um Risikofaktoren entgegenzuwirken.
3. Körperbemalung in der Therapie, Pädagogik und Prävention: Dieses Kapitel untersucht die Tradition der Körperbemalung, ihre Wirkung auf den Menschen durch taktile und visuelle Reize sowie Ansätze zur Förderung von Selbstbewusstsein.
4. Verwendung der Körperbemalung zur Prävention von Essstörungen in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verknüpft die bisherigen Erkenntnisse, analysiert den Auftrag der Sozialen Arbeit und diskutiert die Möglichkeiten sowie Grenzen der Implementierung von Körperbemalung in Schulkontexten.
5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Ergebnisse der Bachelorarbeit und bewertet die Eignung der Körperbemalung als nonverbales Instrument zur Prävention von Essstörungen.
Körperbemalung, Essstörungen, Adoleszenz, Soziale Arbeit, Prävention, Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Anorexie, Bulimie, Body Positivity, Body Neutrality, Empowerment, Kunsttherapie, Körperbildstörung, Resilienz
Die Arbeit untersucht, ob pädagogische Körperbemalung ein geeignetes Instrument in der Sozialen Arbeit zur Prävention von Essstörungen bei Mädchen in der Adoleszenz sein kann.
Die zentralen Felder sind die medizinischen Grundlagen von Magersucht und Bulimie, die psychologischen Herausforderungen der Adoleszenz sowie kunsttherapeutische Methoden zur Stärkung des Körperbildes.
Das Ziel ist zu erforschen, wie durch Körperbemalung und gezielte Empowerment-Prozesse das Selbstbewusstsein und die Körperwahrnehmung gestärkt werden können, um eine psychische Dekompensation in Form einer Essstörung zu verhindern.
Die Autorin nutzt primär eine Literaturrecherche und wertet wissenschaftliche Studien sowie Erfahrungsberichte aus, um einen theoretischen Zusammenhang zwischen Körperbemalung und Prävention herzustellen.
Der Hauptteil analysiert die Wirkung von taktiler Reizverarbeitung auf der Haut, die Bedeutung von Körperbildkonzepten und wie diese durch künstlerische Prozesse in der Sozialen Arbeit beeinflusst werden können.
Wichtige Begriffe sind Körperbemalung, Essstörungsprävention, Adoleszenz, Sozialarbeit, Körperwahrnehmung, Selbstwertstärkung und Empowerment.
Die Adoleszenz wird als kritische Entwicklungsphase identifiziert, in der hoher Leistungsdruck und eine verzweifelte Suche nach Identität das Risiko erhöhen, eine Essstörung als Bewältigungsstrategie zu wählen.
Durch die Gestaltung des eigenen Körpers können Mädchen ihre Körperwahrnehmung positiv beeinflussen und durch die "lebende Leinwand" lernen, ihre Individualität abseits von Schlankheitsidealen zu schätzen.
Die Autorin weist darauf hin, dass die spezifische Wirksamkeit von Körperbemalung als Prävention noch nicht abschließend wissenschaftlich belegt ist, weist aber auf die hohe Relevanz positiver Erfahrungsberichte aus der Praxis hin.
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