Bachelorarbeit, 2008
34 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Montessoris Werdegang
3. Entstehung des Gedankens der Behindertenintegration in Montessoris pädagogischem Konzept
3.1 Der Einfluss Itards und Séguins auf Montessoris Pädagogik
4. Wichtige Grundsätze der Montessori-Pädagogik
4.1 Das Kind ist eine eigenständige Person
4.2 Sensible Perioden
4.3 Bewegung
4.4 Freie Wahlmöglichkeit der Tätigkeit
4.5 Polarisation der Aufmerksamkeit
4.6 Die Vorbereitete Umgebung
4.7 Die Rolle des Erwachsenen
4.8 Kosmische Erziehung
4.9 Kindliches „Sein“ statt „Haben Wollen“
4.10 Erziehung und Frieden
4.11 Zusammenfassung und Ausblick
5. Die aktuelle Situation der Behindertenintegration in der Montessoripädagogik
5.1 Behinderung und deren Betreuung in der Montessori-Pädagogik
5.1.1 Montessori-Therapie
5.1.2 Integration im Kindergarten
5.1.3 Behindertenintegration in der Montessori-Schule
5.1.4 Anpassung von Materialien für behinderte Kinder
5.1.5 Vorzüge der Montessori-Pädagogik für behinderte und nichtbehinderte Kinder
6. Behinderung und Empowerment
7. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Experteninterviews
7.1 Vorgehensweise
7.2 Ergebnisse der Interviews
7.2.1 Sinnhaftigkeit der Behindertenintegration
7.2.2 Der Begriff der Behinderung im Umfeld der Montessori-Pädagogik
7.2.3 Eignung der Montessori-Pädagogik im Hinblick auf die Behindertenintegration und die Erziehung von behinderten Kindern
7.2.4 Soziale Integration in Montessori-Gruppen und –Klassen
Ziel der Arbeit ist es, die Grundlagen und die aktuelle Praxis der Behindertenintegration innerhalb der Montessori-Pädagogik kritisch zu untersuchen und durch Experteninterviews zu ergänzen, um das Potenzial dieses pädagogischen Konzepts für die Teilhabe behinderter Menschen aufzuzeigen.
4.1 Das Kind ist eine eigenständige Person
„Nach M. Montessori trägt jedes Kind von Beginn seines Lebens an den ››Bauplan‹‹ seiner Persönlichkeit, d.h. den Willen und die Kraft in sich, seine eigene Entwicklung durch eigene Aktivität zu vollziehen.“ (Münsterland, Integrative Montessori-Schule, 1984, S. 27)
Das bedeutet dass das Kind als ein Selbsttätiges anzusehen ist. Das Ziel der Erziehung ist also nicht die Anerkennung der Autorität der Erziehers oder bedingungslose Gehorsamkeit, sondern eher die Aktivität des Zöglings, die bei Montessori in den Mittelpunkt gerückt wird. (vgl. Barbera, 1970) Was wie bei vielen Reformpädagogen für mich auf eine Pädagogik von Kinde aus hinweist. Montessori legt außerdem großen Wert auf die gemeinsame Entwicklung eines Verbindlichen Wertesystems, dass mit den Kindern gemeinsam erarbeitet wird. So ist es nicht mehr Aufgabe der ErzieherInnen oder des Schulsystems den Kindern diese Werte aufzuerlegen, sondern ein verbindliches System für das sich alle Beteiligten selbst entschieden haben. (vgl. Oerter, 1996, S. 188f)
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die gesellschaftliche Situation behinderter Menschen dar und erläutert die Beweggründe des Autors, das Thema der Behindertenintegration im Kontext der Montessori-Pädagogik zu beleuchten.
2. Montessoris Werdegang: Das Kapitel skizziert die Biografie Maria Montessoris, insbesondere ihren Weg vom Medizinstudium zur Arbeit mit geistig behinderten Kindern und die Entdeckung der „Polarisation der Aufmerksamkeit“.
3. Entstehung des Gedankens der Behindertenintegration in Montessoris pädagogischem Konzept: Hier wird der Einfluss von Jean Itard und Édouard Séguin auf Montessoris pädagogische Ansätze und deren Bedeutung für die Entwicklung der Behindertenintegration untersucht.
4. Wichtige Grundsätze der Montessori-Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Prinzipien der Montessori-Pädagogik, wie sensitive Phasen, die vorbereitete Umgebung und die freie Wahl der Tätigkeit, und ordnet diese in den Kontext der Behindertenintegration ein.
5. Die aktuelle Situation der Behindertenintegration in der Montessoripädagogik: Das Kapitel beleuchtet die konkrete Umsetzung der Integration in Montessori-Einrichtungen, inklusive Therapieansätzen, Kindergarten- und Schulpraxis sowie Anpassungen von Lehrmaterialien.
6. Behinderung und Empowerment: Hier erfolgt ein Vergleich zwischen dem Montessori-Konzept und dem Empowerment-Ansatz, mit dem Fokus auf Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe.
7. Darstellung und Diskussion der Ergebnisse aus den Experteninterviews: Das abschließende Hauptkapitel präsentiert und diskutiert die Erkenntnisse aus zwei Experteninterviews mit Montessori-Pädagoginnen zur Praxis der Integration.
Montessori-Pädagogik, Behindertenintegration, Inklusion, Empowerment, Sonderpädagogik, Vorbereitete Umgebung, Sinnesmaterialien, Selbsttätigkeit, Soziale Integration, Pädagogische Praxis, Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Reformpädagogik, Erziehungslehre
Die Arbeit untersucht, wie behinderte Kinder innerhalb der Montessori-Pädagogik integriert werden und welchen Beitrag dieses pädagogische Konzept zur gesellschaftlichen Teilhabe und Entwicklung dieser Kinder leistet.
Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung des Integrationsgedankens bei Montessori, die theoretischen Grundprinzipien der Pädagogik, die praktische Umsetzung in Bildungseinrichtungen und einen theoretischen Vergleich mit dem Empowerment-Konzept.
Das primäre Ziel ist es, den Status Quo der Behindertenintegration in der Montessori-Praxis kritisch zu beleuchten und den Nutzen der Methode für behinderte und nichtbehinderte Kinder herauszuarbeiten.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse der Primär- und Sekundärliteratur und ergänzt diese durch eine empirische Untersuchung in Form von zwei halbstrukturierten Experteninterviews mit Montessori-Pädagoginnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Montessori-Grundlagen, die spezifische Praxis der Materialanpassung und Betreuung im Kindergarten und in der Schule, sowie die kritische Diskussion der Integrationspraxis durch Experteninterviews.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Montessori-Pädagogik, Behindertenintegration, Inklusion, Empowerment, vorbereitete Umgebung und Selbsttätigkeit charakterisieren.
Itard und Séguin waren wegweisende Einflussgeber, deren Arbeit mit Kindern mit Behinderungen Montessori dazu bewegte, die Integration behinderter Kinder in ihr eigenes pädagogisches Konzept aufzunehmen und zu fordern.
Die Experteninterviews zeigen, dass der Begriff „Behinderung“ im Montessori-Umfeld oft als nicht passend empfunden wird, da jedes Kind als eigenständige Person mit individuellen Bedürfnissen respektiert wird, anstatt es über ein Defizit zu definieren.
Die vorbereitete Umgebung ermöglicht es behinderten Kindern, in ihrem eigenen Rhythmus zu lernen, wobei durch die sorgfältige Auswahl und ggf. Anpassung der Materialien auf individuelle Beeinträchtigungen wie Sehbehinderungen oder motorische Einschränkungen eingegangen werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

