Bachelorarbeit, 2022
69 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Bilingualismus
2.2 Definition Sprachentwicklung/Spracherwerb
2.2.1 Bilingualer Spracherwerb
2.3 Formen des Bilingualismus
2.3.1 Simultane und sukzessive Zweisprachigkeit
2.3.2 Natürliche und gesteuerte Zweisprachigkeit
2.3.3 Additive und subtraktive Zweisprachigkeit
2.4 Wortschatzerwerb
2.4.1 Aktiver und passiver Wortschatz
2.4.2 Die Wortartenentwicklung
2.5 Voraussetzungen des Spracherwerbs anhand des Sprachbaums
2.5.1 Sprachförderliches Verhalten anhand des Sprachbaums
2.6 Die Coronapandemie
2.6.1 Entstehung und Verlauf
2.6.2 Maßnahmen
2.6.3 Folgen
3. Fragestellungen und Hypothese
4. Methodik
4.1 Studiendesign
4.2 Studienpopulation
4.3 Fragebogen
4.3.1 Entwicklung des Fragebogens
4.4 Datenanalyse
5. Ergebnisse
5.1 Merkmale der Studienpopulation
5.2 Ergebnisse der Inhaltlichen Fragen
6. Diskussion
6.1 Problemdarstellung
6.2 Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse
6.3 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
6.3.1 Methodenkritik
6.3.2 Interpretation der inhaltlichen Fragen
6.4 Forschungsstand
7. Fazit/Ausblick
Die vorliegende Bachelorthesis untersucht, ob sich soziale Einschränkungen durch die Coronapandemie negativ auf den deutschen Wortschatzerwerb bilingualer Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren ausgewirkt haben, indem subjektive fachliche Einschätzungen von Logopäden und Erziehern erfasst werden.
2.2.1 Bilingualer Spracherwerb
Der Spracherwerb bei Zweisprachigkeit ist in der Forschung sehr umstritten. Mehrere Studien weisen auf eine sogenannte „kritische Phase“ oder „sensible Phase“ hin, die laut ihrer Ergebnisse eine wichtige Rolle im Zweitspracherwerb einnimmt. Es handelt sich hierbei um ein sprachsensibles Zeitfester, in dem das Kind lexikalische als auch grammatische Fähigkeiten erwirbt. Wird die zweite Sprache während dieser Phase erworben, weist sie muttersprachliche Qualitäten auf. (Pagonis G., 2009, S. 19 ff.) Dies führen die Wissenschaftler*innen auf die neurobiologischen Reifungsprozesse des Gehirns zurück.
Das Auftreten, die Anzahl und das Ende der sensiblen Phase(n) ist hierbei umstritten, jedoch gibt es zahlreiche Studien, die folgende Annahme belegen: Je jünger das Alter beim Beginn des Spracherwerbs, desto besser die Sprachkompetenz. Folglich lernen bzw. erwerben Kinder besser Sprachen als Erwachsene. Diese Arbeit orientiert sich an der Auffassung Kenneth Hyltenstams. Demnach wird die Grenze dieses Zeitfensters im siebten Lebensjahr gesetzt. (ebd, S. 19 - 27.) Später ist der Erwerb der Sprache deutlich schwerer und nicht mit demselben Erfolg gekennzeichnet (Dux W.; Sievert S., 2012, S. 4). Aktuellen Studien zufolge gilt die Annahme, dass die sensible Phase nicht abrupt endet, sondern das Ende in Schritten erfolgt (Chilla S.; Fox-Boyer A., S. 20). Die „Erstsprache“, auch „Muttersprache“ genannt, wird in den ersten Lebensjahren eines jeden Kindes gelernt. Sie spielt eine wichtige Rolle in der kognitiven und emotionalen Entwicklung sowie der sozialen Teilhabe des Kindes.
Jedoch gibt es ebenfalls Kinder, die mit mehr als einer Sprache aufwachsen. Wenn der Erwerb der Muttersprache ungestört abläuft, so ist zu erwarten, dass dies ebenfalls beim Zweitspracherwerb der Fall sein wird. Die Forschung ist sich dabei einig, dass es sich beim Zweitspracherwerb nicht um eine grundlegend andere Form des Spracherwerbs handelt. Besondes im Hinblick auf die Entwicklungsschritte eines monolingualen Spracherwerbs (s. Anhang I) sind diese auch bei bilingualen Kindern zu beobachten. Allerdings können sie einen zeitlichen Unterschied aufweisen. So finden einige Schritte zeitgleich statt, während andere verzögert auftreten. (Triarchi-Herrmann V., 2006, S. 49 ff.)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass pandemiebedingte soziale Einschränkungen und Kita-Schließungen die Sprachentwicklung insbesondere von mehrsprachig aufwachsenden Kindern beeinträchtigt haben könnten.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Bilingualismus, Spracherwerb und Wortschatz sowie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur kindlichen Sprachentwicklung unter Einbeziehung der Corona-Maßnahmen.
3. Fragestellungen und Hypothese: Das Kapitel definiert das Forschungsziel, den Wortschatzerwerb bilingualer Kinder während der Pandemie durch Expertenbefragung zu untersuchen, und stellt die zu prüfende Hypothese auf.
4. Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign einer Querschnittsstudie mittels Online-Fragebogen bei Logopäden und Erziehern in Baden-Württemberg detailliert beschrieben.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten zur Studienpopulation und die inhaltlichen Einschätzungen der Experten zu Spracherwerb, Pandemie-Einflüssen und Notbetreuung.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, interpretiert und in den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand eingeordnet.
7. Fazit/Ausblick: Das Fazit bestätigt die Hypothese einer Verschlechterung des Wortschatzerwerbs bei bilingualen Kindern und plädiert für künftige Unterstützungsmaßnahmen.
Coronapandemie, Bilingualismus, Wortschatzerwerb, Sprachentwicklung, Bilinguale Kinder, Zweitspracherwerb, Lockdowns, Sprachexperten, Logopädie, Erzieher, Sprachauffälligkeiten, Inhaltswörter, Funktionswörter, Sprachdefizite, Notbetreuung.
Die Arbeit untersucht die subjektive Einschätzung von Fachleuten zur sprachlichen Entwicklung bilingualer Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren während der Coronapandemie.
Die Schwerpunkte sind die Auswirkungen von sozialen Einschränkungen und Lockdown-Maßnahmen auf das Verständnis und die Verwendung von Inhalts- sowie Funktionswörtern in der Zweitsprache Deutsch.
Das Hauptziel ist es zu eruieren, ob sich der Wortschatzerwerb dieser Kindergruppe laut Einschätzung von Logopäden und Erziehern verschlechtert hat oder stagniert.
Die Autorin wählte ein quantitatives Querschnittsdesign in Form einer Online-Befragung von 44 Fachkräften in Baden-Württemberg.
Der Hauptteil gliedert sich vom theoretischen Rahmen über die Darstellung der Methodik bis hin zur detaillierten Auswertung der Fragebogendaten und deren Diskussion hinsichtlich Sprachauffälligkeiten.
Wichtige Begriffe sind Bilingualismus, Coronapandemie, Wortschatzerwerb, Sprachentwicklung und Pandemie-Maßnahmen.
Ja, die Arbeit vergleicht die Einschätzungen der Experten für beide Gruppen und stellt bei bilingualen Kindern eine stärkere negative Wahrnehmung fest.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bilinguale Kinder, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen konnten, weniger Sprachauffälligkeiten zeigen als Kinder ohne diese Betreuungsmöglichkeit.
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