Bachelorarbeit
92 Seiten
1 Einleitung
1.1 Gliederung der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Geschichtliche Entwicklung
2.2 ICD-11 Geschlechterinkongruenz
2.3 Definition Einstellung
2.4 Weitere Begrifflichkeiten
2.4.1 Intersexualität
2.4.2 Trans*
2.4.3 Queer
2.4.4 Transmann
2.4.5 Transfrau
2.4.6 LGBTIQ
2.4.7 Cis-Geschlecht
2.4.8 Drag Queen
2.4.9 Drag King
2.4.10 Transphobie / Trans*Phobie
2.4.11 Coming-Out
2.5 Traditionelle Geschlechterrollen
2.6 Heteronormativität
2.7 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF)
2.8 Ätiologie
2.8.1 Psychoanalytischer Ansatz
2.8.2 Biomedizinischer Ansatz
2.8.3 Lerntheoretischer Ansatz
2.9 Einfluss der (sozialen) Medien auf die Einstellung
2.10 Gender-Paradox
3 Forschungsstand und Hypothesen
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.2 Herleitung der Hypothesen
4 Methode
4.1 Datenbereinigung
4.2 Stichprobe
4.3 Datenerhebung
4.4 Fragebogen
4.5 Statistische Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der H1 und H2
5.2 Ergebnisse der H3
5.3 Ergebnisse der H4
6 Diskussion
6.1 Interpretation der Ergebnisse H1
6.2 Interpretation der Ergebnisse H2
6.3 Interpretation der Ergebnisse H3
6.4 Interpretation der Ergebnisse H4
6.5 Stärken und Schwächen der Arbeit
6.6 Empfehlungen für die weiterführende Forschung und Praxis
6.7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Einstellungen der deutschen Bevölkerung gegenüber Trans*Menschen, um die wissenschaftliche Lücke in diesem Bereich zu schließen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit sozio-demografische Faktoren wie Alter und Geschlecht sowie persönliche Berührungspunkte mit dem Thema und traditionelle Geschlechterrollenvorstellungen die Toleranz gegenüber Trans*Personen beeinflussen.
2.1 Geschichtliche Entwicklung
Das Phänomen, dass Menschen, vorübergehend oder vollständig, in gegengeschlechtlichen Rollen leben, existierte bereits in der Antike (Vetter, 2010). Einer der wichtigsten Pioniere des 20. Jahrhunderts, in Bezug auf die Trans*Geschichte, ist der Mediziner und Sexualforscher Magnus Hirschfeld (1868-1935), der vor allem durch seinen Einsatz für Homosexuelle als „drittes Geschlecht“ und für seine Bemühung um Akzeptanz hinsichtlich der sexuellen Orientierung des Einzelnen bekannt wurde (Spörri, 1997).
1910 konzipierte Hirschfeld die Lehre der sexuellen Zwischenstufen (Zwischenstufentheorie), bei der vier Gruppen von Geschlechtsmerkmalen differenziert wurden. Hirschfeld unterschied zwischen Geschlechtsorganen sowie sonstigen körperlichen Merkmalen, dem Sexualtrieb und anderen seelischen Eigenschaften (Ant, 2000). In seiner Theorie setzte Hirschfeld voraus, dass sich alle Eigenschaften beim Menschen in der Dichotomie Mann / Frau beschreiben lässt. „(...) Fast alle Menschen haben, - in unterschiedlichem Maße und in unterschiedlichen Kombinationen - (...)“ (Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V., o. J., S. 2), nach Hirschfeld, „männliche“ als auch „weibliche“ Eigenschaften.
1 Einleitung: Stellt das Forschungsinteresse an Einstellungen gegenüber Trans*Menschen im Kontext aktueller gesellschaftlicher Normen vor.
2 Theoretischer Hintergrund: Bietet einen Überblick über Begrifflichkeiten, historische Entwicklung, Ätiologie-Ansätze sowie soziologische Konzepte wie Heteronormativität.
3 Forschungsstand und Hypothesen: Fasst bestehende Studien zusammen und leitet daraus die spezifischen Hypothesen zur Untersuchung ab.
4 Methode: Erläutert das Vorgehen bei der Datenerhebung, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten Fragebogenskalen.
5 Ergebnisse: Präsentiert die statistischen Auswertungen der erhobenen Daten in Bezug auf die Hypothesen.
6 Diskussion: Interpretiert die gefundenen Ergebnisse, reflektiert Stärken und Schwächen der Arbeit und gibt Handlungsempfehlungen.
Transsexualität, Transphobie, Geschlechterrollen, Heteronormativität, Identität, Einstellung, Empirische Studie, Trans*Menschen, Gender-Paradox, Psychologie, Akzeptanz, Diversität, Sozialpsychologie, Geschlechtsidentität, Vorurteile.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen in Deutschland zur Thematik Transsexualität eingestellt sind und welche Faktoren diese Einstellungen prägen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Einflussfaktoren Geschlecht, Alter, Erfahrungen mit Trans*Themen sowie der Verbindung zu traditionellen Geschlechterbildern.
Ziel ist es zu ermitteln, ob bestimmte demografische oder psychologische Faktoren mit einer negativeren Einstellung gegenüber Trans*Personen korrelieren.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung durchgeführt, deren Daten statistisch mithilfe von IBM SPSS, Kreuztabellen und Korrelationsanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, die Herleitung der Hypothesen sowie die empirische Analyse der gesammelten Daten.
Wichtige Begriffe sind Transphobie, traditionelle Geschlechterrollen, Heteronormativität und empirische Einstellungsforschung.
Die Ergebnisse deuten auf eine Tendenz hin, dass Männer in bestimmten Aspekten negativere Einstellungen gegenüber Trans*Personen aufweisen als Frauen.
Es deutet sich an, dass eine Tendenz zu einer negativeren Einstellung bei älteren Probanden im Vergleich zu jüngeren vorliegt.
Es wurde ein statistisch moderater negativer Zusammenhang festgestellt: Je mehr Kontakt eine Person mit Trans*Themen hat, desto geringer ist in der Regel das Ausmaß der Transphobie.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

