Bachelorarbeit, 2015
50 Seiten, Note: Grade 16
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Schallreflexionen
2.2. Auslöschungen durch destruktive Interferenz
2.3. Faltungshall
2.4. FIR-Filter
3. Methodik
3.1. Frühreflexionsreduktion durch Impulsantworten
3.2. Messmethoden zur Gewinnung von Impulsantworten
3.3. Technisches Setup zur Gewinnung von Impulsantworten
4. Versuchsdurchführung
4.1. Beschaffenheit der Sprachkabine
4.2. Raummoden der Sprachkabine
4.3. Positionierung Mikrofon und Lautsprecher
4.4. Durchführung Sprachaufnahme
4.5. Durchführung Aufnahme der Impulsantworten
4.6. Durchführung Decodierung der Impulsantworten
4.7. Durchführung der Reflexionsreduktion
5. Ergebnisse
5.1. Ergebnisse Messmethode MLS
5.2. Ergebnisse Messmethode Time-Stretched Pulse
5.3. Ergebnisse Messmethode Sinus Sweep
5.4. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
6. Zusammenfassung der Arbeit
6.1. Kritische Diskussion der Versuchsdurchführung und Ergebnisse
6.2. Ausblick
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob für ortsfest in einer Sprachkabine installierte Großmembran-Kondensatormikrofone Impulsantworten ermittelt werden können, die mittels Antischallbearbeitung eine Elimination früher Reflexionen in der Postproduktion ermöglichen.
1. Einleitung
Bei der Aufnahme von Sprache für Wortproduktionen, z.B. bei der Aufnahme von Nachrichten, Interviews, Lesungen, Hörspielen und Hörbüchern, in Sprachkabinen muss es vermieden werden frühe Reflexionen des Raumes aufzunehmen. Frühe Reflexionen erzeugen häufig einen Echo-Effekt und ermöglichen es dem Hörer einen Eindruck von der Größe und der Beschaffenheit des Raumes zu gewinnen, in dem die Aufnahmen durchgeführt wurden. Bei Wortproduktionen ist eine deutliche Räumlichkeit der Sprachaufnahmen jedoch zumeist unerwünscht. Aus diesem Grund werden Wortproduktionen in akustisch möglichst neutralen und reflexionsarmen Räumen durchgeführt. Um einen reflexionsarmen Raum zu erzeugen und das Entstehen von frühen Reflexionen zu verhindern, muss in den Sprachkabinen für die Wortproduktion eine physische Schalldämmung in Form von Schallabsorbern installiert werden.
Aber nicht nur durch eine nicht vorhandene oder unzulängliche Schallabsorption des Raumes können frühe Reflexionen entstehen. Auch durch eine ungünstige Positionierung von Mikrofon, Sprechertisch und Manuskript kann es zu diesen kommen. So können frühe Reflexionen z.B. am Sprechertisch entstehen, wenn der Sprechertisch und das Mikrofon im rechten Winkel zueinander ausgerichtet sind. Um dies zu vermeiden kann z.B. das Manuskript auf einer leicht schrägen Unterlage abgelegt werden. So werden die frühen Reflexionen die hier entstehen nicht zum Mikrofon geleitet.
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung unerwünschter Raumreflexionen bei Sprachaufnahmen und formuliert die Forschungsfrage zur digitalen Eliminationsmöglichkeit durch Impulsantworten.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert physikalische Phänomene wie Schallreflexionen, destruktive Interferenz sowie die Funktionsweise von Faltungshall und FIR-Filtern.
3. Methodik: Beschreibt das Vorgehen zur Reflexionsreduktion, die verschiedenen verwendeten Messmethoden (MLS, Time-Stretched Pulse, Sinus Sweep) und die verwendete technische Ausstattung.
4. Versuchsdurchführung: Dokumentiert den praktischen Aufbau der Sprachkabine, die Positionierung der Komponenten, die Durchführung der Aufnahmen und die Decodierung der Daten.
5. Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der unterschiedlichen Messmethoden, getrennt nach den Bedingungen mit und ohne Schalldämmung sowie Interpretation der Wirksamkeit.
6. Zusammenfassung der Arbeit: Zieht ein Fazit aus den Ergebnissen, identifiziert kritische Erfolgsfaktoren und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Sprachkabine, Wortproduktion, frühe Reflexionen, Reflexionsreduktion, Impulsantworten, Faltungshall, MLS, Time-Stretched Pulse, Sinus Sweep, Antischall, FIR-Filter, Raumakustik, digitale Nachbearbeitung, Schalldämmung, Raummoden
Die Arbeit untersucht einen digitalen Ansatz, um störende Raumreflexionen in Sprachaufnahmen nachträglich durch Signalbearbeitung mit Impulsantworten zu eliminieren.
Die Themen umfassen die Raumakustik, die Erstellung von Raumimpulsantworten mittels verschiedener Messsignale sowie die Anwendung von Faltungshall zur Korrektur von Mikrofonsignalen.
Das Ziel ist die Validierung der These, dass mittels Impulsantworten von ortsfesten Mikrofonen eine Art Antischallbearbeitung zur Reduktion früher Reflexionen effektiv durchgeführt werden kann.
Es kommt eine experimentelle Methode zum Einsatz, bei der in einer speziell konstruierten Sprachkabine Impulsantworten mit MLS, Time-Stretched Pulse und Sinus-Sweep Signalen gewonnen und auf Sprachaufnahmen angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Faltungshalls, die detaillierte Beschreibung der Versuchsdurchführung in der Sprachkabine und die Auswertung der klanglichen Ergebnisse.
Die zentralen Schlagworte sind Sprachkabine, frühe Reflexionen, Faltungshall, Impulsantworten und Antischallbearbeitung.
Die Methode führte zu Artefakten und Signallöschungen, weil das Messsignal Anteile des Originalsignals in die Impulsantwort einbrachte, was zu einer Klangeinfärbung führte.
Es wird festgestellt, dass die verwendeten Lautsprecher nicht linear genug arbeiteten und sich in ihrem Abstrahlverhalten zu sehr von einem menschlichen Sprecher unterscheiden, um eine perfekte Löschung der Reflexionen zu erzielen.
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