Bachelorarbeit, 2022
65 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Tiergestützte Therapie
2.1.1 Bindungsforschung und hormonelle Aspekte
2.1.2 Biophilie, Du-Evidenz und Spiegelneuronen
2.2 Hundegestützte Psychotherapie in der Kinder- und Jugendpsychotherapie
2.2.1 Ausbildungskriterien
2.2.2 Forschungsstand im Kontext der Krankheitsbilder
2.2.2.1 Depressionen im Kindes- und Jugendalter
2.2.2.2 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
2.2.2.3 Autismus-Spektrum-Störung
3 Empirischer Teil
3.1 Zielsetzung und Fragestellungen
3.2 Methodisches Vorgehen
3.2.1 Forschungsdesign und Fragebogenuntersuchung
3.2.2 Stichprobe und Durchführung der Befragung
3.3 Ergebnisse
3.3.1 Darstellung
3.3.2 Interpretation und Diskussion
3.3.3 Methodendiskussion
4 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung der praktischen Anwendung und wahrgenommenen Wirksamkeit der hundegestützten Psychotherapie bei niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in Bayern. Dabei wird explizit analysiert, inwieweit die Anwendenden über eine fachspezifische Zusatzqualifikation verfügen und welche positiven Effekte bei spezifischen Störungsbildern wie Depressionen, ADHS und Autismus-Spektrum-Störung erzielt werden.
2.2.1 Ausbildungskriterien
Auch wenn für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der tiergestützten Therapie in Deutschland keinen rechtlichen Vorgaben existieren, wird in der Literatur die Wichtigkeit der Ausbildung zur Sicherung der Qualität der tiergestützten Interventionen im Bereich der Psychotherapie immer wieder betont. Um der tiergestützten Therapie einen Rahmen zu geben, bemühen sich Organisationen den Einsatz von Tieren in der Psychotherapie zu vereinheitlichen und Richtlinien zur Ausbildung von Mensch und Tier aufzustellen sowie der Qualitätssicherung der tiergestützten Therapie.
Die vorgeschlagene Ausbildungsdauer für einen tiergestützte*n Psychotherapeut*in beträgt 250 bis 300 Stunden und zieht sich über etwa zwei Jahre. Die Inhalte der Ausbildung sollten folgende Punkte umfassen: Prävention und Rehabilitation, somatische, soziale und psychische Wirkung der tiergestützten Therapie, salutogenetische Wirkung, Evaluation von Prozessen und Ergebnissen der tiergestützten Interventionen sowie Grundkenntnisse in den Bereichen Tierethik, Tierschutz und artgerechte Haltung.
Die Ausbildung des Therapiehundes stellt ebenfalls einen wichtigen Baustein dar. Rechtliche Grundlagen gibt es abgesehen vom Tierschutzgesetz kaum. Die Dachverbände für tiergestützte Therapie haben in diesem Bereich relevante Informationen über die Voraussetzung sowie Eigenschaften von Hunden, welche sich für die tiergestützte Therapie eignen, zusammengetragen und eine Empfehlung herausgegeben. Die Auswahl des Hundes erfolgt in der Regel im Welpenalter, daran schließt sich eine Sozialisierung und konsequente Erziehung an, welche sich sowohl nach den Bedürfnissen des Hundes als auch den gezielten Aufgaben des zukünftigen Therapiehundes richtet.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der tiergestützten Therapie ein und belegt anhand aktueller Studien die positiven Effekte, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen etabliert, darunter Bindungstheorien sowie Konzepte wie Biophilie und die Funktion von Spiegelneuronen im Mensch-Tier-Kontakt.
2.1 Tiergestützte Therapie: Grundlagen der tiergestützten Interventionen werden definiert, wobei der Fokus auf dem professionellen therapeutischen Anspruch im Gesundheitswesen liegt.
2.1.1 Bindungsforschung und hormonelle Aspekte: Untersuchung der physiologischen Basis der Mensch-Tier-Beziehung, insbesondere in Bezug auf die Ausschüttung von Oxytocin bei Kontakt zu Tieren.
2.1.2 Biophilie, Du-Evidenz und Spiegelneuronen: Darlegung der theoretischen Konzepte wie der Biophilie-Hypothese und der Bedeutung von Resonanzphänomenen für die therapeutische Arbeit.
2.2 Hundegestützte Psychotherapie in der Kinder- und Jugendpsychotherapie: Spezifizierung auf Hunde als therapeutische Begleiter aufgrund ihrer besonderen Eignung zur Interaktion und Bindungsfähigkeit.
2.2.1 Ausbildungskriterien: Beschreibung der Anforderungen an Mensch-Hund-Teams, da in Deutschland bisher keine verbindlichen gesetzlichen Qualitätsstandards existieren.
2.2.2 Forschungsstand im Kontext der Krankheitsbilder: Zusammenfassung empirischer Erkenntnisse zur Wirksamkeit der Therapie bei spezifischen Diagnosen im Kindesalter.
2.2.2.1 Depressionen im Kindes- und Jugendalter: Analyse des Forschungsstandes zu depressiven Störungen und der unterstützenden Wirkung von Therapiehunden bei dieser Symptomatik.
2.2.2.2 Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung: Evaluation der Wirksamkeit bei ADHS-Symptomen, insbesondere im Hinblick auf Konzentration und Selbstwertgefühl.
2.2.2.3 Autismus-Spektrum-Störung: Betrachtung der positiven Einflüsse auf soziale Interaktion und Kommunikationsfähigkeiten bei Kindern im Autismus-Spektrum.
3 Empirischer Teil: Beschreibung der methodischen Durchführung der Studie, einschließlich der Online-Fragebogenkonzeption und Zielsetzung.
3.1 Zielsetzung und Fragestellungen: Definiert die Forschungsfragen und erklärt die Konzentration der Arbeit auf niedergelassene Therapeuten in Bayern.
3.2 Methodisches Vorgehen: Erläutert das Studiendesign als Querschnittsanalyse und die Wahl der methodischen Instrumente.
3.2.1 Forschungsdesign und Fragebogenuntersuchung: Detaillierte Beschreibung der Konstruktion des Fragebogens und der ethischen Standards.
3.2.2 Stichprobe und Durchführung der Befragung: Dokumentation der Vollerhebung unter KVB-gelisteten Therapeuten und die Prozessbeschreibung der Datenerhebung.
3.3 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Daten aus der Befragung der Psychotherapeuten.
3.3.1 Darstellung: Deskriptive Auswertung der erhobenen Daten mittels Tabellen und Abbildungen.
3.3.2 Interpretation und Diskussion: Kritische Analyse der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Limitationen wie dem Nonresponse-Bias.
3.3.3 Methodendiskussion: Überprüfung der methodischen Qualität hinsichtlich Objektivität und Validität der Untersuchung.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der praktischen Relevanz und Empfehlungen für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen.
Tiergestützte Therapie, Hundegestützte Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychotherapie, ADHS, Depressionen, Autismus-Spektrum-Störung, Wirksamkeit, Psychotherapeut, Ausbildungskriterien, Bayern, Onlinebefragung, Bindungstheorie, Selbstwert, Symptomverbesserung, Querschnittsanalyse.
Diese Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stand der Anwendung von hundegestützter Psychotherapie bei niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten in Bayern und deren subjektiv wahrgenommene Wirksamkeit.
Die zentralen Themen umfassen die therapeutische Arbeit mit Hunden, die Ausbildungssituation der Therapeuten, sowie die Behandlung spezifischer Krankheitsbilder wie ADHS, Depressionen und Autismus.
Das Ziel ist festzustellen, in welchem Umfang die hundegestützte Psychotherapie in Bayern angewendet wird, ob die Anwender über Weiterbildungen verfügen und bei welchen Symptomen sie die größte Wirksamkeit feststellen.
Es wurde eine quantitative Querschnittsanalyse mittels eines vollstandardisierten Online-Fragebogens bei niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten durchgeführt.
Der Hauptteil deckt den theoretischen Hintergrund (Bindungstheorie, Biophilie) sowie den empirischen Teil mit der Auswertung von Umfragedaten zur Anwendungshäufigkeit und Wirksamkeit ab.
Wichtige Begriffe sind Hundegestützte Psychotherapie, Wirksamkeit, Kinder- und Jugendpsychotherapie, ADHS, Depressionen und Qualifikation.
Da es keine einheitliche staatliche Vorgabe gibt, zeigt die Arbeit, dass nur ein kleiner Teil der Anwender eine spezifische Zusatzqualifikation vorweisen kann, was eine Vereinheitlichung der Standards für die Zukunft erforderlich macht.
Die Erkenntnisse basieren einerseits auf der fachlich kompetenten subjektiven Einschätzung der befragten Psychotherapeuten und werden durch den aktuellen internationalen Forschungsstand in der Literatur untermauert.
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