Bachelorarbeit, 2022
60 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. PSYCHOLOGISCHE KONZEPTE DES SELBST
2.1 DIE DESKRIPTIVE KOMPONENTE DES SELBST: DAS SELBSTKONZEPT (/SELBSTBILD)
2.2. DIE EVALUATIVE KOMPONENTE DES SELBST - DER SELBSTWERT UND DIE SELBSTWAHRNEHMUNG
2.3 DIE ROLLE DES SELBST BEI JUNGEN FRAUEN
3. SOZIALE MEDIEN UND IHRE AKTEUR*INNEN
3.1 DIE FUNKTIONEN SOZIALER MEDIEN FÜR JUNGE NUTZER*INNEN
3.2 DIE PLATTFORM INSTAGRAM UND SEINE AKTEUR*INNEN
3.3 MEDIENFIGUREN UND DEREN EINFLUSS IM RAHMEN PARASOZIALER BEZIEHUNGEN
4. DAS INDIVIDUUM ZWISCHEN INSZENIERUNG UND VERGLEICH
4.1 SELBSTINSZENIERUNG: ÜBERSICHT UND ABGRENZUNG AUSGEWÄHLTER THEORETISCHER ZUGÄNGE
4.2 DIGITALE INSZENIERUNGEN UND DIE WIRKUNG AUF REZIPIENT*INNEN
4.3 SOZIALE (VERGLEICHS-)INFORMATIONEN – DIE THEORIE DES SOZIALEN VERGLEICHS
5. DER EINFLUSS DER SELBSTINSZENIERUNG DER INFLUENCER*INNEN
5.1 DIE SELBSTINSZENIERUNG VON INFLUENCER*INNEN AUF INSTAGRAM
5.2 DER EINFLUSS AUF DIE SELBSTINSZENIERUNG JUNGER FRAUEN AUF INSTAGRAM
5.3 DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN INFLUENCER*INNEN UND FOLLOWERINNEN
5.4 DIE SELBSTWAHRNEHMUNG DER NUTZER*INNEN UND DIE NUTZUNG SOZIALER MEDIEN
5.5 GEGENÜBERSTELLUNG POSITIVER UND NEGATIVER EFFEKTE AUF DIE SELBSTWAHRNEHMUNG JUNGER FRAUEN
6. SCHLUSSFOLGERUNG UND IMPLIKATIONEN
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Selbstinszenierung von Social-Media-Influencer*innen auf Instagram auf die Selbstwahrnehmung junger Frauen. Dabei wird analysiert, wie parasoziale Beziehungen und soziale Vergleichsprozesse dazu führen, dass durch die digitale Inszenierung von vermeintlichen Schönheits- und Lebensidealen das eigene Selbstbild der Rezipientinnen beeinflusst und teilweise negativ beeinträchtigt werden kann.
3.2 Die Plattform Instagram und seine Akteur*innen
Instagram wurde im Jahr 2010 von Kevin Systrom und Mike Krieger im App-Store des Unternehmens Apple als bildzentrierte App herausgebracht, die lediglich das Teilen, Liken und Kommentieren der Bilder anbot (vgl. Dorn 2022: 46). Nach stetiger Erweiterung der Funktionen stieg Instagram zur beliebtesten App im App Store auf und wurde schließlich von Marc Zuckerberg, Gründer und CEO von Facebook Inc. (heute: Meta Platforms Inc.), für eine Milliarde US-Dollar aufgekauft. Seither expandiert Instagram in großer Geschwindigkeit, zwischen 2016 und 2021 verdoppelte sich die Anzahl der Nutzer*innen (vgl. Dorn 2022: 46). Seither hat Instagram auch seine Funktionen erweitert. So wurde eine Story-Funktion eingeführt, die es wie die Plattform Snapchat ermöglicht, Bilder- und Videomaterial hochzuladen, welches nach 24 Stunden automatisch gelöscht wird. Zudem wurde 2018 Instagram TV (IGTV) auf der Plattform etabliert. Hier können ähnlich wie auf YouTube Videos von bis zu einer Stunde Länge platziert werden. Damit konkurriert Instagram auch mit anderen spezifischen Diensten, wie YouTube oder Snapchat. Dies hat zur Folge, dass sich Influencer*innen, auf zunehmend vielfältige Weise inszenieren und die Werbeinhalte in verschiedenen Formaten darbieten, was oftmals auch den Werbecharakter der Posts kaschiert. In der in dieser Arbeit untersuchten Personengruppe nutzen 53% der Befragten jeden Tag Instagram. Dies sind doppelt so viele tägliche Nutzer*innen verglichen mit den nächstgrößten Plattformen Snapchat (27%) und Facebook (24%) (vgl. Schützeneder/ Graßl 2022: 14). Dies verdeutlicht erneut die große Rolle, die Instagram im Leben und Alltag der untersuchten Personengruppe spielt.
1. EINLEITUNG: Hinführung zur Thematik der Influencer-Kultur auf Instagram und Formulierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Beeinflussung junger Frauen.
2. PSYCHOLOGISCHE KONZEPTE DES SELBST: Theoretische Auseinandersetzung mit Begriffen wie Selbstkonzept, Selbstwert und Selbstwahrnehmung sowie deren Abgrenzung.
3. SOZIALE MEDIEN UND IHRE AKTEUR*INNEN: Definition der Plattform Instagram und Analyse der Motive für die Nutzung sozialer Medien sowie die Entstehung parasozialer Beziehungen.
4. DAS INDIVIDUUM ZWISCHEN INSZENIERUNG UND VERGLEICH: Betrachtung der Mechanismen der Selbstinszenierung und der Theorie des sozialen Vergleichs als Erklärung für Medieneffekte.
5. DER EINFLUSS DER SELBSTINSZENIERUNG DER INFLUENCER*INNEN: Empirische Verknüpfung der Theorien mit dem tatsächlichen Verhalten von Influencerinnen und den Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung der Followerinnen.
6. SCHLUSSFOLGERUNG UND IMPLIKATIONEN: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von pädagogischen Handlungsempfehlungen zum kritischen Medienumgang.
Instagram, Influencer*innen, Selbstwahrnehmung, Selbstinszenierung, Soziale Medien, Parasoziale Beziehungen, Selbstwert, Jugendkultur, Digitaler Vergleich, Schönheitsideale, Sozialpsychologie, Medienkompetenz, Identitätsbildung, Influencer-Marketing, Body Image
Die Arbeit befasst sich mit der Wirkung von Influencer*innen auf Instagram auf die psychische Gesundheit und das Selbstbild junger Frauen.
Die zentralen Felder sind die Selbstinszenierung in sozialen Medien, parasoziale Interaktionen, die Rezeption von Schönheitsidealen und die daraus resultierenden sozialen Vergleichsprozesse für die Zielgruppe.
Die Arbeit untersucht, inwieweit junge Frauen in ihrer Selbstwahrnehmung durch die Selbstinszenierungen von Influencer*innen auf Instagram beeinflusst werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung durch psychologische und kommunikationswissenschaftliche Theorien sowie die Sekundäranalyse bestehender empirischer Studien und Repräsentationsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine psychologische Fundierung des Selbst, eine Analyse von Instagram als Plattform für Selbstpräsentation, sowie die Untersuchung konkreter Inszenierungsmuster und deren Auswirkungen auf die Followerinnen.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Influencer*innen, Selbstinszenierung, Selbstwahrnehmung, soziale Vergleichsprozesse und parasoziale Beziehungen.
Es handelt sich um eine einseitige Beziehung, bei der Nutzer*innen eine vermeintliche Freundschaft oder Nähe zu einer Medienperson empfinden, die jedoch in der Realität auf einer ungleichen Interaktionsbasis beruht.
Die Arbeit thematisiert kritisch, wie die Nutzung von Filtern und Bearbeitungs-Apps zur Anpassung an unrealistische Schönheitsideale den Druck erhöht und das Selbstwertgefühl negativ beeinflussen kann.
Die Arbeit empfiehlt eine stärkere Förderung der Medienkompetenz und ein kritisches Bewusstsein dafür, dass es sich bei den Inhalten auf Instagram um oftmals hochgradig inszenierte "Scheinwelten" handelt.
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