Masterarbeit, 2022
143 Seiten, Note: 2,13
1 Einleitung
1.1 Aktualität und Relevanz
1.2 Ziel, Aufbau, Leitfrage und Bezug zum Studiengang
1.3 Forschungsstand und Methodik
1.3.1 Methodik zur Quellenarbeit
1.3.2 Methodik zur Umfrage
2 Innergemeinschaftliches Verbringen und Handeln von Heimtieren
2.1 Privater Reiseverkehr mit Heimtieren
2.1.1 Tierseuchenrecht beim privaten Reiseverkehr
2.1.2 Tierschutzrecht beim privaten Reiseverkehr
2.2 Gewerbliches Verbringen/Handeln von Heimtieren
2.2.1 Tierseuchenrecht im Rahmen gewerblicher Tätigkeiten
2.2.1.1 Anzeige- und Registrierungspflichten
2.2.1.2 Dokumentationspflichten
2.2.1.3 Transportgut / Anforderungen an die verbrachten Heimtiere
2.2.2 Tierschutzrecht im Rahmen gewerblicher Tätigkeiten
2.2.2.1 Erlaubnispflichtige Tätigkeiten
2.2.2.2 Transportorganisator
2.2.2.3 Transportunternehmen
2.2.2.4 Transportmittel / -behältnisse und Transporteur
2.2.2.5 Transportversorgung
2.2.2.6 Transportgut / Anforderungen an die verbrachten Heimtiere
2.3 Zwischenfazit zu den rechtlichen Grundlagen
3 Blickwinkel der Veterinärbehörden
3.1 Problemstellungen für die Veterinärbehörden
3.1.1 Erlaubnispflichtige Tätigkeiten
3.1.2 Transportorganisator, -unternehmen, -mittel, -behälter und Transporteur
3.1.3 Transportdauer und -versorgung
3.1.4 Transportfähigkeit
3.1.5 Untersuchungs- und Impfpflichten
3.1.6 Dokumentenfälschungen
3.1.7 Kenntniserlangung
3.1.8 Zwischenfazit zu den Problemstellungen
3.2 Entgegensteuernde Maßnahmen der Veterinärbehörden
3.2.1 Vorhandene entgegensteuernde Maßnahmen
3.2.1.1 Informative Maßnahmen
3.2.1.2 Rechtliche Maßnahmen
3.2.1.2.1 Strafrechtliche Maßnahmen
3.2.1.2.2 Ordnungsrechtliche Maßnahmen
3.2.1.2.3 Ordnungswidrigkeitenrechtliche Maßnahmen
3.2.2 Zwischenfazit zu den entgegensteuernden Maßnahmen
3.3 Nachregulierung der entgegensteuernden Maßnahmen
4 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die komplexen veterinärrechtlichen Rahmenbedingungen für das innergemeinschaftliche Verbringen und Handeln von Heimtieren (sowohl privat als auch gewerblich) sowie die damit verbundenen Problemstellungen für die Veterinärbehörden aufzuarbeiten, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für eine effizientere Vollziehung der Rechtsgrundlagen abzuleiten.
3.1.2 Transportorganisator, -unternehmen, -mittel, -behälter und Transporteur
Amtliche Kontrollen von Heimtiertransporten auf dem Straßenweg erfolgen i.d.R. nur an Grenzkontrollstellen, die an Drittländern liegen. Innerhalb der EU sind es stichprobenartige Kontrollen oder so benannte Schwerpunktkontrollen zu bestimmten Zeiten (z.B. Reisezeit im Sommer) oder bestimmten Anlässen (z.B. pandemiebedingte Passkontrollen). Nicht selten werden dabei schwere Verstöße in Bezug auf die tierschutzrechtlichen Bestimmungen hinsichtlich überladener Fahrzeuge, zu langen Transportzeiten ohne Ruhezeiten für die Tiere oder nicht sachkundiger Transporteure aufgedeckt.129 Da die Anzahl der Kontrollen begrenzt ist, liegt vermutlich die Dunkelziffer der Verstöße deutlich höher. Zudem sind die jährlichen Schwerpunktkontrollen meist an gleichen Orten und zu ähnlichen Uhrzeiten, sodass Händler, welche die Heimtiere illegal verbringen, leicht auf andere Routen ausweichen können.
Neben der Problematik, dass seriös wirkende Anbieter den rechtlichen Rahmen bzgl. Zulassung des Transportunternehmens oder sachkundiger Fahrer nicht kennen, die Tiere aber trotzdem sicher Verbringen, kommen wesentlich häufiger in mehrfacher Hinsicht rechtswidrige Heimtiertransporte zu Tage.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung des Heimtierhandels in Deutschland dar, benennt die resultierenden Herausforderungen für die Veterinärbehörden und leitet die Forschungsfrage sowie Methodik der Arbeit ab.
2 Innergemeinschaftliches Verbringen und Handeln von Heimtieren: Dieses Kapitel erläutert systematisch die veterinärrechtlichen (tierseuchen- und tierschutzrechtlichen) Vorgaben, die für den privaten Reiseverkehr sowie für den gewerblichen Handel und Transport von Heimtieren innerhalb der Europäischen Union gelten.
3 Blickwinkel der Veterinärbehörden: Hier werden die realen praktischen Herausforderungen der Veterinärbehörden bei Kontrollen und Durchsetzungsmaßnahmen analysiert, bereits existierende Präventions- und Sanktionsmöglichkeiten bewertet sowie konkrete Nachregulierungsvorschläge zur Verbesserung der Vollziehung erarbeitet.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die rechtliche Komplexität und die Vollzugsprobleme zusammen und unterstreicht die Dringlichkeit einer systematischen Nachregulierung, wie etwa die Einführung einer europäischen Heimtierdatenbank, zur Effizienzsteigerung der behördlichen Überwachung.
Heimtiere, Tierschutzgesetz, Tierseuchenrecht, Innergemeinschaftliches Verbringen, Tierhandel, Veterinärbehörden, Transportfähigkeit, illegale Verbringungen, Sanktionen, Tiertransport, Heimtierdatenbank, Vollzug, Online-Tierhandel, Tollwut, Dokumentenfälschung
Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen und praktischen Herausforderungen, die Veterinärbehörden beim innergemeinschaftlichen Handel und Transport von Heimtieren gegenüberstehen.
Im Zentrum stehen die veterinärrechtlichen Grundlagen (Tierschutz- und Tierseuchenrecht), die Problematik des illegalen Heimtierhandels und die behördlichen Kontrollmöglichkeiten.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, wie Veterinärbehörden den entstehenden Problemfeldern bei innergemeinschaftlichen Heimtierverbringungen in Zukunft effizienter entgegensteuern können.
Die Arbeit kombiniert eine theoretisch-deduktive Quellenauswertung der nationalen und europäischen Rechtsgrundlagen mit einer qualitativen Analyse basierend auf einer Online-Umfrage unter 51 kommunalen Veterinärämtern in Nordrhein-Westfalen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der Rechtsgrundlagen, die Identifikation spezifischer Problemstellungen aus Expertensicht sowie eine Evaluierung sowohl bestehender als auch notwendiger zukünftiger Maßnahmen zur effektiven Regulierung.
Wichtige Begriffe sind primär der Tierschutz, die Heimtierverbringungen, die behördliche Überwachung, der illegale Welpenhandel sowie die notwendige Nachregulierung durch Datenbanken und bessere Kooperation.
Da Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstes Bundesland in Grenznähe zu mehreren EU-Nachbarstaaten eine zentrale Rolle im grenzüberschreitenden Tiertransport spielt, sind die Veterinärbehörden dort besonders häufig mit den beschriebenen Problematiken konfrontiert.
Das Animal Health Law stellt einen zentralen rechtlichen Rahmen dar, führt jedoch laut der Untersuchung auch zu Übergangsproblemen bei der Ahndung von Verstößen, da nationale Ordnungswidrigkeitentatbestände teilweise ihre Gültigkeit verloren haben.
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