Bachelorarbeit, 2021
72 Seiten, Note: 0,00
1 Einleitung
2 Eine Definition von Trendsport
3 Merkmale von Trendsportarten
4 Motivationsförderung im Sportunterricht
4.1 Zusammenhang zwischen Motiviertheit und Sportlichkeit
4.2 Klassische Motivationsmodelle der Motivationspsychologie
4.2.1 Personen-Situations-Schema
4.2.2 Risikowahl-Modell
4.2.3 Rubikon-Modell der Handlungsphasen
4.3 Weitere Auslöser von Motivationsprozessen
4.4 Motivationsförderung im Sportunterricht durch Trendsport
5 Empirische Überprüfung der Einflussfaktoren auf Trendsport in der Schule
5.1 Methodenbeschreibung
5.2 Erhebungsinstrument: Online-Fragebogen
5.3 Aufbau des Fragebogens
5.4 Auswahl der Fragen
5.5 Skalen
5.6 Auswahl geeigneter Stichprobe
6 Ergebnisse der empirischen Analyse
6.1 Rücklauf
6.2 Beschreibung der demografischen Verteilung
7 Bewertung möglicher Einflussfaktoren auf Trendsport
7.1 Leitfrage 1: „Wie beurteilen Schüler den Freizeit- und Schulsport sowie neue Sportarten?“
7.2 Leitfrage 2: „Welchen Einfluss haben demografische Faktoren wie Alter und Geschlecht auf die Einschätzung und Ausübung von Sport?“
7.3 Leitfrage 3: „Sind unsportliche Schüler unmotivierter im Sportunterricht und sehnen sich daher mehr nach neuen Sportarten?“
7.4 Leitfrage 4: „Haben unterschiedliche Schulformen Einfluss auf Sportinteresse und Sportverhalten?“
8 Diskussion der empirischen Ergebnisse
9 Fazit und Ausblick
10 Literatur- und Quellenverzeichnis
10.1 Literatur
10.2 Elektronische Quellen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Trendsportarten als Mittel zur Steigerung der Motivation und zur besseren Integration unmotivierter sowie unsportlicher Schüler in den Sportunterricht. Im Fokus steht die Beantwortung der Frage, ob eine gezielte Einbindung neuer, als attraktiver wahrgenommener Sportarten dazu beitragen kann, der Bewegungsarmut entgegenzuwirken und die Freude an sportlicher Aktivität nachhaltig zu fördern.
3 Merkmale von Trendsportarten
Im Hinblick auf die charakteristischen Merkmale von Trendsport differenziert der Sportwissenschaftler Jürgen Schwier (1998) zwischen sechs Merkmalen, die in wechselnden Kombinationen und Gewichtungen auftreten können und somit nicht für jede Trendsportart relevant sind (vgl. S. 10ff.):
Trend zur Stilisierung
Anknüpfend an den gesellschaftlichen Trend zur „Suche nach Authentizität“ (Schildmacher, 1998, S. 15) werden Trendsportarten werden mit einem bestimmten Lebensgefühl und -stil in Verbindung gebracht. Das reine Sporttreiben wird hinsichtlich der motorischen Dimensionen durch die Ausübung von Trendsportarten überschritten. Die Loslösung vom etablierten Vereinssport hin zu informellen Szenen, gilt nach Schwier (1998) als ein Versuch, sich in der komplexen sozialen Realität zurecht zu finden und die gesellschaftliche Anforderung zu bewältigen (vgl. S. 10). „Die Formen des Sichbewegens [sic!], die Gesten, die Rituale, die Sprache und Kleidung [...] bilden eine symbolische Einheit“ (Reinschmidt, 2012, S. 6), die nicht nur den Alltag, sondern auch das Schul- bzw. Berufsleben beeinflussen. So zeigen Skater ihren Style nicht nur auf der Halfpipe, sondern sie leben als Skater, sodass sich das gewisse Lebensgefühl, in Bereichen wie Mode, Musik, Sprache etc. widerspiegelt (vgl. Lange, 2007, S. 15).
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den durch Modernisierung und Medienkonsum bedingten Bewegungsmangel bei Jugendlichen und formuliert das Ziel, unmotivierte Schüler mittels Trendsportarten für den Sportunterricht zu gewinnen.
2 Eine Definition von Trendsport: Das Kapitel definiert den Begriff Trendsport durch eine theoretische Auseinandersetzung mit den Grundbegriffen Trend und Sport und ordnet diese in den aktuellen gesellschaftlichen Kontext ein.
3 Merkmale von Trendsportarten: Hier wird anhand von sechs zentralen Merkmalen, wie dem Trend zur Stilisierung oder Beschleunigung, das Wesen von Trendsportarten theoretisch expliziert.
4 Motivationsförderung im Sportunterricht: Dieses Kapitel verknüpft motivationstheoretische Grundlagen mit der Praxis des Schulsports und arbeitet heraus, warum Trendsportarten als motivationsfördernd angesehen werden.
5 Empirische Überprüfung der Einflussfaktoren auf Trendsport in der Schule: Es beschreibt das methodische Vorgehen der empirischen Untersuchung, inklusive der Erhebung mittels Online-Fragebogen bei Schülern verschiedener Schultypen.
6 Ergebnisse der empirischen Analyse: Hier erfolgt die deskriptive Darstellung der Rücklaufquote der Befragung sowie der demografischen Merkmale der teilnehmenden 220 Schüler.
7 Bewertung möglicher Einflussfaktoren auf Trendsport: In diesem Kapitel werden die Leitfragen der Untersuchung anhand statistischer Analysen (Chi-Quadrat-Test, Kreuztabellen) beantwortet und die Hypothesen überprüft.
8 Diskussion der empirischen Ergebnisse: Dieser Teil reflektiert die erhobenen Daten vor dem Hintergrund der eingangs behandelten theoretischen Annahmen und bewertet kritisch die Methodik der Untersuchung.
9 Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Bedeutung von Trendsportarten für einen zeitgemäßen Schulsport bestärkt und ein Ausblick auf notwendige zukünftige Studien gegeben.
10 Literatur- und Quellenverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zu sportwissenschaftlichen und methodischen Themen.
Sportunterricht, Trendsportarten, Motivationsförderung, Schulsport, Schülermotivation, Bewegungsmangel, Quantitative Befragung, Sportpädagogik, Risikowahl-Modell, Rubikon-Modell, Inklusion, Sportliche Inaktivität, Bildungsauftrag, Freizeitverhalten, Sportlehrer.
Die Arbeit untersucht, wie Sportlehrkräfte Trendsportarten nutzen können, um unmotivierte und unsportliche Schüler für den Schulsport zu interessieren und sie langfristig zu einer aktiven Bewegungsteilnahme zu bewegen.
Die zentralen Themen umfassen die Motivationspsychologie im Sportkontext, die theoretische Definition und Stilisierung von Trendsportarten sowie die empirische Analyse von Schülereinstellungen zum Sportunterricht.
Das primäre Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob Trendsportarten aufgrund ihrer Charakteristika (Unnormiertheit, Spaßfaktor) als effektives Instrument zur Integration weniger sportbegeisterter Schüler in den Schulsport dienen können.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie in Form einer Online-Befragung durchgeführt, deren Ergebnisse mittels deskriptiver Statistik und Chi-Quadrat-Tests ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt, der Motivationskonzepte (wie das Personen-Situations-Schema) mit den Merkmalen von Trendsportarten verbindet, und einen empirischen Teil, der die tatsächliche Einstellung der Schüler analysiert.
Wichtige Begriffe sind Trendsport, Sportunterricht, Motivation, Schülerschaft, Bewegungsarmut, Leistungsdruck und die untersuchten Schultypen Gymnasium, Gesamtschule und Waldorfschule.
Das Dokument zitiert Forschungsergebnisse, die den Sportunterricht als träges System beschreiben, in dem sich Schüler aufgrund von Fokus auf traditionelle Sportarten und Notendruck oft unter- oder überfordert fühlen.
Die Umfrage ergab, dass fast die Hälfte der befragten Schüler den Sportunterricht als langweilig empfindet, unabhängig davon, ob sie selbst sportlich aktiv sind oder wie sie ihre sportlichen Leistungen einschätzen.
Nein, die empirische Analyse zeigt keinen statistisch signifikanten Unterschied; beide Geschlechter zeigen ein ähnlich hohes Interesse daran, neue Sportarten im Unterricht auszuprobieren.
Das Fazit lautet, dass Trendsportarten eine wertvolle Ergänzung zum traditionellen Schulsport darstellen, da sie durch ihre Offenheit und den geringeren Leistungsdruck soziale Barrieren abbauen und die Motivation erhöhen können.
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