Bachelorarbeit, 2022
28 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Forschungsstand
2.1. Sexualität im Kontext des Vampirmythos
2.2. Homosexualität, ihre Repräsentation und Rezeption
3. Vorlagen transmedialer Narrative
3.1. Le Fanu: Camilla (1872)
3.2. Bram Stoker: Dracula (1897)
4. Zeitgenössische Vampire und ihr Sexualverhalten
4.1. True Blood (2008)
4.1.1. Narration und Figurenkostruktion
4.1.2. Attribute der Vampirinszenierung
4.1.3. Homosexualität in Bon Temps
4.2. Krankheit oder Moderne Frauen (Elfriede Jelinek - 1987)
4.2.1. Narration und Figurenkonstruktion
4.2.2. Attribute der Vampirinszenierung
4.2.3. Konstruktion von Sexualität und Geschlecht
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Figur des Vampirs im Kontext gleichgeschlechtlicher Verhältnisse, um zu hinterfragen, ob Vampire als queer gelesen werden können und in ihrem sexuellen Begehren als potent erscheinen. Ziel ist die Analyse gesellschaftlicher Machtverhältnisse sowie heteronormativer Strukturen innerhalb von Literatur, Film und Theater.
4.1. True Blood (2008)
Die erste Folge der HBO Serie True Blood wurde am 7. September 2008 ausgestrahlt. Die Serie feierte zahlreiche Erfolge und wurde zahlreich rezipiert. Es erschienen in Summe sieben Staffeln. Die Inhalte wurden nicht nur in zahlreichen Fan-Blogs, sondern auch innerhalb der (Film-) wissenschaftlichen Community diskutiert. Das besondere, zusammenfassend, sind die Verflechtungen von Politik, Rassismus, die Verhandlung von Kulturphänomenen seit den 1980er Jahren und Repräsentationsthematiken von LGBTQI+ Personen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob Vampire als queer interpretiert werden können und welche Machtverhältnisse ihre Darstellung im Kontext sexueller Potenz durchziehen.
2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Vampirfiguren unter Berücksichtigung von Gender, Race und historischen Entwicklungen der Sexualforschung.
3. Vorlagen transmedialer Narrative: Hier werden die literarischen Grundlagen von Le Fanus Novelle Carmilla und Stokers Dracula analysiert, die als Basis für spätere Vampirnarrative dienen.
4. Zeitgenössische Vampire und ihr Sexualverhalten: Dieses Kapitel untersucht die Serie True Blood und Elfriede Jelineks Theaterstück hinsichtlich ihrer spezifischen Inszenierung von Sexualität, Geschlecht und Macht.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, die bestätigt, dass der Vampir als Projektionsfläche gesellschaftlicher Diskurse fungiert, wobei weibliche Vampire weiterhin stärkeren Einschränkungen unterliegen als ihre männlichen Pendants.
Vampir, Queer, Sexualität, Geschlecht, Literaturwissenschaft, Machtverhältnisse, True Blood, Krankheit oder Moderne Frauen, Heteronormativität, Gender, Homosexualität, Dracula, Carmilla, Medienanalyse, Repräsentation.
Die Arbeit untersucht, inwiefern Vampirfiguren in Literatur und Film queere und potente Lesarten zulassen und wie sie zur Unterwanderung heteronormativer gesellschaftlicher Strukturen beitragen.
Zentrale Themen sind die Darstellung von Sexualität, die Konstruktion von Geschlechteridentitäten, Machtdynamiken in Vampirnarrativen und die mediale Rezeption von Geschlechterrollen.
Das Ziel ist, zu analysieren, durch welche Narrative Vampire als homo- oder bisexuell inszeniert werden und welche Machtverhältnisse dabei immanent vermittelt werden.
Methodisch stützt sich die Arbeit auf semiotische Analysen und Close-Reading-Verfahren, um narrative Strukturen und Einzelszenen der ausgewählten Medienwerke zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung historischer literarischer Vorlagen (Dracula/Carmilla) und eine Analyse aktuellerer Medien wie der TV-Serie True Blood und dem Theaterstück von Elfriede Jelinek.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Vampirmythos, Queer Studies, Genderkonstruktion, Machtverhältnisse und die Dekonstruktion heteronormativer Normen.
Vampire in True Blood werden als ambivalente Wesen inszeniert, wobei ihr Sexualverhalten häufig als gewaltsames Machtverhältnis dargestellt wird, das bi- und homosexuelle Orientierungen in die erzählte Welt integriert.
Die Studie stellt fest, dass männliche Vampire in zeitgenössischen Medien als machtbewusst und sexuell aktiv gezeichnet werden, während weiblichen Vampiren weiterhin klischeehafte Konzeptionen und gesellschaftliche Zwänge unterworfen sind.
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