Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung, Ziel und Aufbau der Arbeit
2. Allgemeine Grundlagen
2.1. Leasing
2.2. Kennzahlen und ihr Einsatz in der Abschlussanalyse
2.3. Einführung in die Rechnungslegung nach IFRS
3. Leasingbilanzierung nach IAS 17
3.1. Anwendungsbereich
3.2. Klassifizierung von Leasingverhältnissen
3.3. Bilanzierung beim Leasingnehmer
3.3.1. Finanzierungsleasing
3.3.2. Operating Leasing
3.4. Bilanzierung beim Leasinggeber
3.4.1. Finanzierungsleasing
3.4.2. Operating Leasing
3.5. Sale-and-lease-back-Transaktionen
4. Leasingbilanzierung nach IFRS 16
4.1. Anwendungsbereich
4.2. Klassifizierung eines Leasingverhältnisses
4.2.1. Definition eines Leasingverhältnisses
4.2.2. Vereinfachungen durch Ausnahme von der Leasingdefinition
4.2.3. Separierung und Zusammenfassung von Leasingverträgen
4.3. Bilanzierung beim Leasingnehmer
4.3.1. Allgemeiner Ansatz und Zugangs- und Folgebewertung
4.3.2. Neubewertung von Leasingverbindlichkeit und Nutzungsrecht
4.3.3. Behandlung von Änderungen bei Leasingverhältnissen
4.4. Bilanzierung beim Leasinggeber
4.4.1. Klassifizierung von Leasingverhältnissen
4.4.2. Finanzierungsleasing
4.4.3. Operating Leasing
4.5. Sale-and-lease-back-Transaktionen
4.6. Übergangsvorschriften
5. Identifizierung der Veränderungen und Auswirkungen der Umstellung von IAS 17 auf IFRS 16 – ein Vergleich
5.1. Einführung in die Systematik des Vergleiches
5.2. Vergleich des konzeptionellen Ansatzes
5.3. Vergleich des Anwendungsbereiches und der Abgrenzungskriterien
5.4. Vergleich der Leasingnehmerbilanzierung
5.5. Vergleich der Leasinggeberbilanzierung
5.6. Vergleich der Bilanzierung von Sale-and-lease-back-Transaktionen
6. Auswirkungen auf die Unternehmenskennzahlen
6.1. Darstellung der Vorgehensweise
6.2. Auswirkungen auf die finanzwirtschaftlichen Kennzahlen
6.2.1. Allgemeines
6.2.2. Finanzielle Stabilität
6.2.3. Künftige Zahlungsfähigkeit
6.2.4. Anpassungsfähigkeit
6.3. Auswirkungen auf die erfolgswirtschaftlichen Kennzahlen
6.3.1. Nachhaltige Ertragskraft
6.3.2. Rentabilität
6.4. Identifizierung besonders betroffener Wirtschaftszweige
7. Schlussbetrachtung
7.1. Zusammenfassende Beantwortung des Ziels der Arbeit
7.2. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Umstellung der Leasingbilanzierung von IAS 17 auf IFRS 16 auf die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie auf wesentliche Finanzkennzahlen für Unternehmen.
3.1. Anwendungsbereich
Der Anwendungsbereich des Standards erstreckt sich auf nahezu sämtliche Leasingverhältnisse, die über die Definition des IAS 17.04 erfasst werden. Ein Leasingverhältnis ist demnach eine Vereinbarung, bei welcher der Leasinggeber dem Leasingnehmer ein Nutzungsrecht für einen spezifischen Vermögenswert gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen für einen vereinbarten Zeitraum einräumt.
Das im Wesentlichen zu bestimmende Definitionsmerkmal dabei liegt im Merkmal des Nutzungsrechts. Maßgeblich ist in diesem Kontext der wirtschaftliche Gehalt und nicht die formelle Ausgestaltung der Vereinbarung. So können Nutzungsrechte nach IAS 17 und IFRIC 4 sowohl in Form von direkten wie auch in Form von indirekten Nutzungsrechten auftreten. Direkte Nutzungsrechte ermöglichen dem Besitzer Entscheidungen über Art, Umfang und zeitliche Struktur der Nutzung der Vermögenswerte selbst zu bestimmen, bei indirekten Nutzungsrechten hat der Leasingnehmer lediglich Zugriff auf den Output bestimmter Vermögenswerte.
Über den Begriff des indirekten Nutzungsrechts können neben Miet- und Mietkaufverträgen, bei welchen die Vermietung eines Leasingobjektes mit einem späteren Kauf verbunden wird, auch andere Vertragstypen, wie etwa langfristige Liefer- und Leistungsverträge, unter die Definition des IAS 17.04 fallen. Um ein indirektes Nutzungsrecht und damit ein Leasingverhältnis nach IAS 17.04 von Verträgen zu unterscheiden, die kein Leasingverhältnis begründen, ist nach IFRIC 4.06 im Einzelfall zu prüfen, ob das zugrundeliegende Vertragsverhältnis die Vertragserfüllung an die Überlassung eines spezifischen Vermögenswertes knüpft und ob wirtschaftlich ein Nutzungsrecht übertragen wird.
1. Einleitung, Ziel und Aufbau der Arbeit: Vorstellung des Themas, der Zielsetzung sowie der Struktur dieser Arbeit.
2. Allgemeine Grundlagen: Vermittlung von Basiswissen zu Leasingverträgen, Kennzahlen sowie der IFRS-Rechnungslegung.
3. Leasingbilanzierung nach IAS 17: Erläuterung der Bilanzierungsregeln und Klassifizierungsansätze nach dem alten Standard IAS 17.
4. Leasingbilanzierung nach IFRS 16: Detaillierte Beschreibung des neuen right-of-use-Ansatzes und der Bilanzierung beim Leasingnehmer und Leasinggeber.
5. Identifizierung der Veränderungen und Auswirkungen der Umstellung von IAS 17 auf IFRS 16 – ein Vergleich: Gegenüberstellung der beiden Standards zur Identifizierung der wesentlichen Bilanzierungsunterschiede.
6. Auswirkungen auf die Unternehmenskennzahlen: Untersuchung, wie sich der neue Standard auf finanzwirtschaftliche und erfolgswirtschaftliche Kennzahlen auswirkt.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit der Arbeit.
IFRS 16, IAS 17, Leasingbilanzierung, Nutzungsrecht, right-of-use-approach, Sale-and-lease-back-Transaktionen, Unternehmenskennzahlen, Abschlussanalyse, Kapitalflussrechnung, Bilanzverlängerung, financial covenants, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad, front-loading-Effekt, Ertragskraft.
Die Bachelorarbeit analysiert die Auswirkungen, die sich aus der Umstellung der Leasingbilanzierung vom bisherigen Standard IAS 17 auf den neuen Standard IFRS 16 für Unternehmen ergeben.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Leasing, die Bilanzierung beim Leasingnehmer und Leasinggeber, die Behandlung von Sale-and-lease-back-Transaktionen sowie die Auswirkungen auf Unternehmenskennzahlen.
Das Hauptziel ist es, die Veränderungen durch den Wechsel auf IFRS 16 zu identifizieren und zu untersuchen, welche Konsequenzen diese für Bilanz, GuV und Kapitalflussrechnung sowie für zentrale Unternehmenskennzahlen haben.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse der Standards sowie einer vergleichenden Untersuchung anhand von Fallbeispielrechnungen und Daten aus Geschäftsberichten, insbesondere der REWE Group.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der alten und neuen Bilanzierungsvorschriften, einen detaillierten Vergleich der Standards sowie eine Analyse der daraus resultierenden Auswirkungen auf Finanzierungs- und Rentabilitätskennzahlen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie IFRS 16, Leasingbilanzierung, Nutzungsrecht, Bilanzanalyse und Kennzahlen charakterisiert.
Während nach IAS 17 Leasingverhältnisse je nach Klassifizierung komplett außerbilanziell ("off-balance") behandelt werden konnten, erzwingt IFRS 16 grundsätzlich die Aktivierung aller Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und der entsprechenden Leasingverbindlichkeit (right-of-use-approach).
Es handelt sich um einen Effekt, bei dem der Leasingaufwand (bestehend aus Zinsanteil und Abschreibung) unter IFRS 16 in den früheren Phasen eines Leasingverhältnisses höher ausfällt als am Ende, was zu einer stärkeren Ergebnisbelastung in der Anfangsphase führt.
Durch IFRS 16 werden die Leasingzahlungen in Zins- und Tilgungsanteile aufgeteilt. Die Verschiebung der Tilgungskomponente aus dem operativen Cashflow in den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit führt zu einer Verbesserung des operativen Cashflows.
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