Bachelorarbeit, 2022
34 Seiten, Note: 3,00
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Problemstellung
1.3. Fragestellung
1.4. Methodik
2. Feminismus, Frauenbewegung, gender- Was bedeuten diese Begriffe?
3. Die Geschichte der Frauenbewegung
3.1. Die erste Welle der Frauenbewegung
3.2. Die zweite Welle der Frauenbewegung
3.3. Die dritte Welle der Frauenbewegung
3.4. Die Frauenbewegung heute – Die ‘‘vierte‘‘ Welle?
4. Der Zugang zum Studium
4.1. Die Zulassung zur Reifeprüfung
4.2. Die Zulassung zum Hochschulstudium
4.3 Argumente pro und contra für das Frauenstudium
5. Die ersten Generationen von Studentinnen
5.1. Gesellschaftliche Rahmenedingungen
5.2. Familiäre Rahmenedingungen
5.3. Soziale und arbeitsmarktpolitische Rahmenbedingungen
6. Conclusio
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den historischen Etablierungsprozess von Frauen an österreichischen Universitäten. Ziel ist es, die Entwicklung von den ersten Zulassungsbarrieren bis zur akademischen Gleichstellung zu beleuchten und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Phasen der Frauenbewegung den Zugang zu höherer Bildung sowie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussten.
4.2. Die Zulassung zum Hochschulstudium
Bis 1897 hatten Frauen nicht die Möglichkeit sich in ein ordentliches Studium zu inskribieren. Nach langem und mühsamem Ringen im Wintersemester 1897/98 durften endlich reguläre Studiengänge absolviert werden. Dabei handelte es sich nur um eine partielle Öffnung der höheren Hochschulen. Denn es stand nur der Fachbereich Philosophie für Studentinnen offen. Die deutschen Universitäten in Europa wehrten sich hartnäckiger gegen die Idee über ein „Frauenstudium. Die badischen Universitäten gewährten Frauen 1899 die volle Immatrikulationsberechtigung. Danach folgten andere deutsche Universitäten. Bayern folgte 1903, Württemberg 1904, Sachsen 1906. In Preußen hingegen bemühte man sich bis 1908 (mit diversen Einschränkungen) um diese Aufgabe (vgl. Berger, 2009, S.9).
Genauso ist auch an österreichischen Universitäten das Philosophiestudium die erste der vier klassischen Studienrichtungen, die die akademische Gleichstellung von männlichen und weiblichen Studierenden gewährleistet hat. Dies liegt vor allem an der öffentlichen Meinung, dass sich Frauen am ehesten für Geisteswissenschaften qualifizierten. Darüber hinaus verfügten weibliche Personen schon wegen ihrer schulischen Ausbildung über ausreichende Vorkenntnisse, weswegen sich die Stelle als Lehrerin in einer Mädchenschule realistische Möglichkeiten für gesellschaftlich anerkannte und akzeptierte Berufstätigkeiten bot (vgl. Berger, 2009, S.9).
1. Einleitung: Beschreibt die Motivation des Autors, die historische Problemstellung des Frauenstudiums in Österreich und definiert die zentrale Forschungsfrage.
2. Feminismus, Frauenbewegung, gender- Was bedeuten diese Begriffe?: Definiert für die Arbeit relevante Grundbegriffe wie Feminismus, die verschiedenen Frauenbewegungen sowie das Konzept von Gender als soziale Kategorie.
3. Die Geschichte der Frauenbewegung: Analysiert historisch die drei klassischen Wellen der Frauenbewegung und diskutiert die heutige Relevanz einer vierten Welle.
4. Der Zugang zum Studium: Untersucht die konkreten Hürden, wie die Reifeprüfung und Zulassungsbedingungen, sowie die Debatten über das Frauenstudium in Österreich.
5. Die ersten Generationen von Studentinnen: Beleuchtet die gesellschaftlichen, familiären und sozioökonomischen Voraussetzungen, die das Leben und den Erfolg der ersten weiblichen Studierenden prägten.
6. Conclusio: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den erreichten Stand der Gleichstellung an österreichischen Universitäten.
Frauenstudium, Österreich, Frauenbewegung, Geschichte der Universität, akademische Gleichstellung, Bildungsgeschichte, Feminismus, Gender, Zulassungsbedingungen, Studentinnen, Bildungsbürgertum, Emanzipation, Arbeitsmarkt, Frauenrolle, historische Entwicklung
Die Arbeit analysiert den historischen Prozess, wie sich Frauen an österreichischen Universitäten etablierten, und untersucht dabei die Rolle der verschiedenen Frauenbewegungen.
Zentrale Themen sind die Geschichte des Feminismus, der mühsame Weg zum Hochschulzugang für Frauen und die Auswirkungen gesellschaftlicher sowie familiärer Rahmenbedingungen auf das Studium.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage: „Wie haben sich Frauen in Österreich in der Universität etabliert?“
Die Arbeit basiert auf einer Literaturarbeit, die Quellen online sowie Bücher aus Universitätsbibliotheken für eine umfassende Literaturrecherche heranzieht.
Der Hauptteil befasst sich mit der Geschichte der Frauenbewegungen, den konkreten Zulassungsbarrieren an österreichischen Fakultäten und den Lebensumständen der ersten Generationen von Studentinnen.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Frauenstudium, Österreich, akademische Gleichstellung, Emanzipation und Frauenbewegung.
Es fungierte als erste der vier klassischen Studienrichtungen an österreichischen Universitäten, das Frauen eine akademische Gleichstellung ermöglichte, da es gesellschaftlich als „frauengeeignet“ galt.
Töchter aus Akademikerfamilien hatten aufgrund des vertrauten akademischen Umfelds und der materiellen Absicherung bessere Chancen, die enormen gesellschaftlichen Widerstände zu überwinden.
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