Doktorarbeit / Dissertation, 2009
146 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der Entwicklungsstand des Vorschulkinds und die Schulfähigkeit
3 Konzentration und Konzentrationsstörung
3.1 Begriffsklärung Aufmerksamkeit und Konzentration
3.2 Was versteht man unter Konzentrationsstörung?
3.3 Ursachen von Konzentrationsstörungen
3.3.1 Hirnorganische und hirnphysiologische Konzepte
3.3.2 Genetische Ursachen
3.3.3 Allergologische Ursachen
3.3.4 Neuropsychologische Modelle
3.3.5 Neurotische Leistungshemmungen
3.3.6 Psychosoziale Faktoren
3.4 Zusammenfassung und Prognose
4 Konzentration und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
4.1 Symptomatik der ADHS
4.2 Ätiologie der ADHS
4.3 Diagnostik der ADHS
4.4 Therapeutische Möglichkeiten der ADHS
4.5 Verlauf und Prognose
5 Therapie von Konzentrationsstörungen im Vorschulalter
5.1 Elterntraining
5.1.1 Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Problemverhalten (THOP)
5.1.2 Präventionsprogramm für Expansives Problemverhalten (PEP)
5.2 Konzentrationstraining
5.2.1 Konzentrationstrainings-Programm (KTP) für Vorschulkinder
5.2.2 Marburger Konzentrationstraining (MKT) für Kindergarten- und Vorschulkinder
5.3 Entspannungsverfahren
5.4 Medikamentöse Behandlung
6 Hypothesen
7 Untersuchungsmethodik
7.1 Stichprobencharakteristik
7.2 Diagnostische Methoden
7.2.1 Kaufman Assessment Battery for Children, Deutsche Version (K-ABC) nach KAUFMAN Dt. Bearbeitung von MELCHERS und PREUSS [2001]
7.2.2 Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder, Revision (HAWIK-R) nach TEWES [1993]
7.2.3 Kinderbeobachtungsbogen (KBB) nach ETTRICH [1985]
7.2.4 Konzentrations-Handlungsverfahren für Vorschulkinder (KHV-VK) nach ETTRICH & ETTRICH [2005]
7.2.5 Matching-Familiar-Figures-Test 20 (MFF 20) nach KAGAN [1968]
7.2.6 Fragebogen zum Hyperkinetischen Syndrom (HKS) nach KLEIN [1993]
7.2.7 Child Behavior Checklist (CBCL/4-18) nach DÖPFNER, SCHMECK und BERNER [1994]
7.2.8 Verhaltensbeurteilungsbogen für Vorschulkinder-Elternfragebogen 3-6 (VBV-EL 3-6) nach DÖPFNER, BERNER, FLEISCHMANN und SCHMIDT [1993]
7.3 Therapeutisches Vorgehen
8 Ergebnisse
8.1 Konzentrative und kognitive Veränderungen in der Gesamtstichprobe
8.2 Veränderungen im Sozialverhalten in der Gesamtstichprobe
8.3 Störungsspezifische Wirkung des Trainings
8.4 Die Wirkung des Trainings in den unterschiedlichen Behandlungssettings
8.5 Die Wirkung des Trainings bei Kindern mit unterdurchschnittlicher Intelligenz oder umschriebener Entwicklungsstörungen
8.6 Die Wirkung des Trainings bei unterschiedlichem sozio-ökonomischen Status
8.7 Der Zusammenhang von AD(H)S-Symptomen und atopischen Erkrankungen
9 Diskussion
10 Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität eines kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierten Konzentrationstrainings-Programms (KTP) für Vorschulkinder, das mit imaginativen und sensorischen Entspannungstechniken kombiniert wurde. Ziel ist es zu klären, ob durch dieses Training bei konzentrationsauffälligen Kindern eine Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit, des Arbeitsstils sowie des Sozialverhaltens erreicht werden kann und ob sich die kognitive Verhaltenstherapie bereits im Vorschulalter erfolgreich anwenden lässt.
1 Einleitung
Kinder mit einer Störung der konzentrativen Fähigkeiten sind häufig motorisch unruhig, sie arbeiten hastig, impulsiv und wenig zielführend. Zum anderen sind sie aber auch oft lustlos und uninteressiert an der Bearbeitung von Lern- und Leistungsaufgaben, weil ihnen Erfolg bei diesen Anforderungen leider versagt bleibt. Dies wiederum führt zu großen Belastungen bei den Betroffenen selbst, deren Familien, Erzieherinnen und Lehrern. Daher sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, neben expansiven Verhaltensauffälligkeiten, eine der häufigsten Vorstellungsgründe in Erziehungsberatungsstellen, in kinderpsychologischen und kinderpsychiatrischen Praxen [Döpfner, Schürmann & Frölich 2002].
Laut Döpfner [1996] und Ettrich [1998] werden bereits im Kindergartenalter 10 bis 15 Prozent der Kinder von den Erzieherinnen als konzentrationsauffällig oder hyperaktiv beurteilt. Schulmedizinische Untersuchungen dokumentieren ebenfalls eine deutliche Zunahme von Aufmerksamkeitsstörungen zum Zeitpunkt der Einschulung [Bode & Sproll-Fenner, 1998]. Eltern und Lehrer schätzen 8,8 bis 17,8 Prozent der Kinder als konzentrationsgestört ein [Brühl et al., 2000]. Autoren wie Jacobs, Heubrock, Muth, und Petermann [2005] sowie Lauth und Knoop [1998] weisen darauf hin, dass Lehrer nicht selten sogar 60 bis 80 Prozent der Kinder ihrer Grundschulklasse als aufmerksamkeitsgestört einschätzen.
Im Gegensatz zu den von unmittelbar Betroffenen, das heißt von Eltern, Erzieherinnen, Lehrern oder Kinder- und Allgemeinärzten wahrgenommenen Konzentrationsstörungen, fallen die nachgewiesenen Prävalenzraten deutlich geringer aus [Kuschel et al., 2006]. Brühl et al. [2000] sprechen von 2,4 Prozent, Fergusson et al. [1993] von drei Prozent und Köster et al. [2004] gehen von etwa fünf Prozent der Schulkinder aus.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Prävalenz von Konzentrationsstörungen im Kindesalter und die daraus resultierenden Belastungen für die Betroffenen, Familien und das soziale Umfeld.
2 Der Entwicklungsstand des Vorschulkinds und die Schulfähigkeit: Dieses Kapitel erläutert die allgemeine Entwicklung von Vorschulkindern, die für das Verständnis von Konzentrations- und Sozialverhaltensproblemen essenziell ist.
3 Konzentration und Konzentrationsstörung: Es werden Begriffe geklärt, Ursachen von Konzentrationsstörungen (hirnphysiologisch, genetisch, psychosozial) diskutiert und die Bedeutung der Konzentration für das Lernen hervorgehoben.
4 Konzentration und die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS): Das Kapitel thematisiert die Symptomatik, Diagnostik und Ätiologie der ADHS sowie deren Verlauf und Komorbiditäten.
5 Therapie von Konzentrationsstörungen im Vorschulalter: Es werden verschiedene Behandlungsansätze wie Elterntraining, Konzentrationstrainingsprogramme (KTP, MKT) und Entspannungsverfahren vorgestellt.
6 Hypothesen: Hier werden die zentralen Annahmen und Forschungsfragen der Studie präzise formuliert.
7 Untersuchungsmethodik: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobe sowie der eingesetzten diagnostischen Testverfahren und therapeutischen Vorgehensweisen.
8 Ergebnisse: Analyse der Resultate hinsichtlich kognitiver, konzentrativer und sozialer Veränderungen sowie der Wirksamkeit in verschiedenen Behandlungssettings und bei spezifischen Risikogruppen.
9 Diskussion: Interpretation der Studienergebnisse vor dem Hintergrund der aufgestellten Hypothesen und Vergleich mit existierender Fachliteratur.
10 Schlussfolgerungen und Empfehlungen: Fazit der Studie mit Empfehlungen für die Praxis sowie für zukünftige Forschungsansätze.
Konzentrationstraining, Entspannungsverfahren, Vorschulalter, ADHS, ADS, Konzentrationsstörung, atopische Erkrankung, kognitive Verhaltenstherapie, Effektivität, Schulfähigkeit, Selbstinstruktion, Sozialverhalten, Kinder-Reha-Klinik, Psychosomatik, Therapieprogramm.
Die Dissertation befasst sich mit der Anwendung und Wirksamkeit eines Konzentrationstrainings-Programms für Vorschulkinder, das gezielt mit Entspannungselementen kombiniert wird, um Konzentrationsstörungen und Begleitsymptome zu behandeln.
Zentrale Themen sind die frühkindliche Entwicklung, die Abgrenzung von Konzentrationsstörungen und ADHS, verschiedene therapeutische Interventionsformen im Vorschulalter sowie die Rolle komorbider Faktoren wie atopischer Erkrankungen oder psychosozialer Belastungen.
Das Hauptziel ist der wissenschaftliche Nachweis, dass durch ein kognitiv-verhaltenstherapeutisches Training (KTP) die konzentrative Leistungsfähigkeit und der Arbeitsstil bei Vorschulkindern signifikant verbessert werden können, wodurch die Kinder besser auf schulische Anforderungen vorbereitet werden.
Es wurde eine klinische Studie mit 41 Kindern durchgeführt, die sowohl ambulant als auch stationär trainiert wurden. Dabei kamen Prä-Post-Messungen mittels standardisierter psychodiagnostischer Verfahren zur Erfassung der Intelligenz, Konzentration und Verhaltensauffälligkeiten zum Einsatz.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen zur Konzentration, die detaillierte Darstellung der ADHS-Symptomatik, eine Übersicht therapeutischer Verfahren (Elterntraining, KTP, MKT, Entspannungstechniken) sowie die Untersuchungsmethodik und die differenzierte statistische Analyse der gewonnenen Studiendaten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Konzentrationstraining, Entspannungsverfahren, Vorschulalter, ADHS, kognitive Verhaltenstherapie, Effektivität, Schulfähigkeit, Selbstinstruktion und psychosoziale Anpassung.
Nein, ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen atopischen Erkrankungen und einer ADHS konnte in dieser Studie nicht bestätigt werden, auch wenn bei einigen Kindern eine komorbide Symptomatik vorlag.
Die Studie zeigte, dass die ambulant trainierten Kinder teilweise bessere Effekte im Erwerb eines reflexiv-kognitiven Arbeitsstils erzielten, während das stationäre Setting vorteilhaft war, um Kinder aus bildungsfernen Schichten und mit spezifischen Risikofaktoren zu erreichen.
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