Bachelorarbeit, 2022
62 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Lernen in der betrieblichen Weiterbildung
2.1.1 Begriffsverständnis und Verwendung in Arbeit
2.1.2 Lernwiderstände
2.1.3 Lernerfolg
2.1.4 Lerntransfer
2.2 Lerntransfer-Forschung
2.2.1 Lerntransfermodelle
2.2.2 Lerntransferfaktoren
2.2.3 Lerntransferbarrieren
2.2.4 Lerntransferförderung
2.3 Implikationen des theoretischen Rahmens
3 Lerntransfermanagement in der betrieblichen Weiterbildung
3.1 Begriffsverständnis und -verwendung in Arbeit
3.2 Vor der Weiterbildungsmaßnahme
3.2.1 Bedarfsermittlung
3.2.2 Lernzielformulierung
3.2.3 Entwicklung der Lerntransferabsicht
3.3 Während der Weiterbildungsmaßnahme
3.3.1 Lerntransferförderliche Rahmenbedingungen
3.3.2 Anwendungsorientiertes Lernen
3.3.3 Prozessorientierte Begleitung
3.4 Nach der Weiterbildungsmaßnahme
3.4.1 Förderung von Anwendung und Austausch
3.4.2 Erfolgsbewertung des Lerntransfers
4 Fazit
Diese Arbeit untersucht, wie Lerntransfermanagement aus erwachsenenbildnerischer Perspektive in der betrieblichen Weiterbildung gestaltet werden kann, um sicherzustellen, dass neues Wissen und Fertigkeiten erfolgreich in die berufliche Praxis übertragen und angewendet werden.
2.1.4 Lerntransfer
Eine große Herausforderung in Verbindung mit Lehrveranstaltungen der betrieblichen Weiterbildung stellt die Lerntransferproblematik dar. Diese liegt darin, dass Teilnehmende oft Schwierigkeiten haben „das in formalisierten Weiterbildungsmaßnahmen Gelernte auf den Arbeitsalltag zu übertragen.“ (Tonhäuser, 2017, S. 2). So soll der Lerntransfer Gegenstand in diesem Teilkapitel sein, um die weiteren Ausführungen zur Fragestellung der vorliegenden Arbeit vorzubereiten.
Der Begriff Transfer stammt aus dem Lateinischen „trans über, ferre tragen“ (Wirtz, 2020, S. 1808, Hervorhebung im Original). Allgemein beschreibt der Begriff den Vorgang der Übertragung von materiellen und immateriellen Dingen, welcher mehr oder weniger bewusst geschehen kann. In der Psychologie und Pädagogik werden unter dem Transferbegriff „best. Vorgänge beim Lernen, Denken, Problemlösen oder Fertigkeitserwerb, die in einer ersten Aufgabe erworben wurden, [und, J.K] auf eine andere übertragen“ (vgl. ebd., Hervorhebung im Original) verstanden.
Beim Lerntransfer handelt es sich um einen „psychosozialen Prozess“ (Wittwer, 1999, S. 47), welcher die „Analogien zwischen Lernsituationen und Anwendungssituationen“ (Karg, 2006, S. 190) gleichzeitig miteinschließt. Der Lerntransfer findet in unterschiedlichen Umfeldern und Kontexten des Lebens statt und „betrifft kognitive, emotionale, motorische, soziale und motivationale Phänomene“ (Schmid C., 2006, S. 199). Dabei lässt sich der Lerntransfer allgemein in zwei Richtungen verstehen: Einerseits kann der Begriff so aufgefasst werden, dass dieser „die Übertragung von einer Lernsituation auf eine Anwendungssituation“ (Karg, 2006, S. 190) bezeichnet. Andererseits kann der Begriff auch den Anfang des Prozesses in der Anwendungssituation meinen, in welcher „von der handelnden Person vorhandenes Wissen und vorhandene Erfahrungen herangezogen werden, um in der Anwendungssituation angemessen reagieren zu können“ (ebd.). In der betrieblichen Weiterbildung findet sich das weite Begriffsverständnis wieder, welches sich auf „alle Interventionen vor, während und nach einer Weiterbildungsmaßnahme, welche zur Übung von Veränderung und zur wirksamen innersystemischen Umsetzung notwendig sind“ (Wittwer, 1999, S. 47) bezieht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des Lerntransfers und führt in das zentrale Anliegen der Arbeit ein, den Lerntransfer in der betrieblichen Weiterbildung zu managen.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel spannt den Bogen von lerntheoretischen Grundlagen über spezifische Lerntransfermodelle und -faktoren bis hin zur Analyse der Barrieren.
3 Lerntransfermanagement in der betrieblichen Weiterbildung: Hier werden konkrete Handlungsmöglichkeiten aus erwachsenenbildnerischer Sicht über die Phasen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung hinweg systematisiert.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit von transferfördernden Maßnahmen durch Weiterbildner.
Lerntransfer, betriebliche Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Lerntransfermanagement, Transferbarrieren, Transferförderung, Lernwiderstände, Lernzielformulierung, Bedarfsermittlung, Prozessbegleitung, Anwendungsorientierung, Weiterbildner, Arbeitskontext, Kompetenzerwerb, Transferabsicht
Die Arbeit behandelt die Herausforderung des Lerntransfers in der betrieblichen Weiterbildung, also den Prozess, in einer Schulung erworbenes Wissen erfolgreich im Berufsalltag anzuwenden.
Zu den Schwerpunkten zählen Lerntransfermodelle, die Identifikation von Förderfaktoren und Barrieren sowie didaktische Handlungsmöglichkeiten für Weiterbildner in verschiedenen Phasen einer Maßnahme.
Das Ziel ist es, aus einer erwachsenenbildnerischen Perspektive aufzuzeigen, wie das Lerntransfermanagement gestaltet werden kann, um eine nachhaltige Umsetzung des Gelernten zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und der Auseinandersetzung mit aktuellen Lerntransfermodellen (z. B. Baldwin & Ford, Koch), um daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen vor, während und nach der Weiterbildung, in denen der Lernprozess durch gezielte Management- und Begleitmaßnahmen für den Transfer optimiert werden kann.
Zentrale Begriffe sind neben Lerntransfer und betrieblicher Weiterbildung auch Transferbarrieren, prozessorientierte Begleitung, Lernwiderstände und die Rolle des Weiterbildners als Lernbegleiter.
Lernwiderstände werden als abwehrende Haltungen verstanden, die durch bisherige Lebenserfahrungen oder ungünstige Rahmenbedingungen entstehen können und professionelle Begleitung erfordern.
Die Erfolgsbewertung dient dazu, die Wirksamkeit der Weiterbildung zu prüfen und Erkenntnisse für zukünftige Maßnahmen zu gewinnen, wobei Follow-up-Maßnahmen eine Schlüsselrolle einnehmen.
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