Bachelorarbeit, 2022
31 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Mehrsprachigkeit
2.1.1 Dimensionen der Mehrsprachigkeit
2.1.2 Das biotisch-ökologische Modell der Mehrsprachigkeit
2.1.3 Bedeutung für das Individuum und für die Gesellschaft
2.1.3.1 Chancen der Mehrsprachigkeit
2.1.3.2 Herausforderungen der Mehrsprachigkeit
2.2 Identität
2.2.1 Identitätsebenen
2.2.2 Sprache als essenzielle Komponente der Identitätsbildung bei Mehrsprachigen und die daraus resultierende Problematik
2.2.3 Mehrfachidentität – Ausgleich oder Zerrissenheit?
3 Methodik
4 Auswertung der Studienergebnisse zu Identitätskonflikten multilingualer Frankophone
4.1 Sprachenkonflikte
4.2 Sprachkompetenzen und Sprachgebrauch
4.3 Verhältnis des Französischen zu weiteren Sprachen
4.4 Soziale Spannungen und Einflüsse der Umgebung
4.5 Identitätsbezüge und psychische Belastungen
4.6 Ziele und Desiderate der Mehrsprachigen
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht qualitativ, inwiefern Mehrsprachigkeit bei bilingualen Frankophonen Identitätskonflikte hervorruft. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche soziale Umgebungen und individuelle Spracherfahrungen die Identitätskonstruktion beeinflussen und potenziell zu Krisen oder hybriden Identitätsformen führen.
2.1.2 Das biotisch-ökologische Modell der Mehrsprachigkeit
Die Tertiärsprachenforschung stellt eine neue Forschungsrichtung im Bereich der Mehrsprachigkeitstheorien dar, die unter Berücksichtigung von Drittsprachen fortschrittliche Erkenntnisse zum Mehrsprachigkeitserwerb erlangt (vgl. Roche/Terrasi-Haufe 2018: 79). Diese neu entstandene Forschung hatte Einfluss auf vier Modelle der Mehrsprachigkeit: das Faktorenmodell, das Rollen-FunktionsModell, das dynamische Modell des Multilingualismus (DMM) und das biotischökologische Modell (vgl. ebd.). Da die Ausführung aller Modelle über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen würde, wird in diesem Kapitel nur Letzteres, aufgrund seines Bezuges zur Identität eines mehrsprachigen Individuums, präzisiert.
Das biotisch-ökologische Modell des Multilingualismus beschreibt Mehrsprachigkeit als ein „ausgleichendes System der Sprachen im Kontext der Identitätsentwicklung einer Person“ (Roche/Terrasi-Haufe 2018: 83). Dabei wird sich auf die Präsumtion gestützt, dass Mehrsprachigkeit ein bestimmtes Anpassungsvermögen erfordert. Demgemäß entwickeln sich einzigartige Bezüge zur Identität dieser Sprecher sowie ihren Zielen und Motiven, die sich stets den Interessen der Person und den Konditionen der Umwelt anpassen. Das „Ich“ ist demzufolge stets auf der Suche nach der Einstimmigkeit seiner Identität und der damit zusammenhängenden Sprachen. Durch das Erlernen weiterer Sprachen wird die Identität des Selbst ebenfalls gefestigt und ausgebaut (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Mehrsprachigkeit ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich potenzieller Identitätskonflikte bei mehrsprachigen Frankophonen.
2 Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe hinsichtlich Mehrsprachigkeit und Identität und stellt relevante theoretische Modelle vor, um das Verständnis für Identitätsbildungsprozesse zu schaffen.
3 Methodik: Es wird das Forschungsdesign erläutert, das auf einer qualitativen Inhaltsanalyse von 14 selektierten Studien basiert, um die Forschungsfrage datengestützt zu beantworten.
4 Auswertung der Studienergebnisse zu Identitätskonflikten multilingualer Frankophone: Anhand der Kategorien Sprachkonflikte, Kompetenz und Identitätsbezüge werden empirische Daten ausgewertet, um die Auswirkungen von Mehrsprachigkeit auf das Individuum darzustellen.
5 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei bestätigt wird, dass Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle für das Entstehen von Identitätskonflikten spielen.
Mehrsprachigkeit, Identität, Identitätskonflikte, Frankophonie, Bilinguismus, Multilingualismus, Identitätsbildung, Sprachgebrauch, Soziale Identität, Hybride Identität, Sprachkontakt, Psychische Belastungen, Erstsprache, Migrationsgeschichte, Qualitative Inhaltsanalyse
Der Fokus liegt auf der Untersuchung, wie sich Mehrsprachigkeit auf die Identitätsbildung von Frankophonen auswirkt und ob dabei Identitätskonflikte entstehen.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Mehrsprachigkeit, Identitätsebenen sowie die Analyse von Sprachgebrauch und sozialen Einflüssen auf das psychische Wohlbefinden mehrsprachiger Personen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwiefern der Erwerb und Gebrauch mehrerer Sprachen – speziell bei Frankophonen – zu Identitätskrisen oder einer Zerrissenheit des Selbst führt.
Die Methode ist eine qualitative Inhaltsanalyse, bei der eine Literaturrecherche und die Auswertung von 14 ausgewählten Studien zur Identität multilingualer Akteure durchgeführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe und eine empirische Auswertung, die Kategorien wie Sprachkonflikte, soziale Spannungen und Ziele der Sprecher detailliert betrachtet.
Besonders prägend sind Begriffe wie "Identitätskonflikte", "Multilingualismus", "Frankophonie" und "Hybride Identität".
Kanada dient als Fallbeispiel für eine komplexe Sprachsituation, in der Diskriminierung und soziale Ausgrenzung aufgrund von Sprachwahl die Identität der Interviewten stark beeinflussen.
Die Schlussfolgerung ist differenziert: Mehrsprachigkeit führt nicht zwangsläufig zu Krisen; entscheidend sind das soziale Umfeld und die Akzeptanz durch die Gesellschaft.
Ja, identitätsbezogene Ängste, Belastungen und das Gefühl des "Anders-Seins" bei multilingualen Individuen werden explizit thematisiert.
Hybride Identität kann sowohl eine Bereicherung darstellen als auch als Quelle für Zerrissenheit empfunden werden, abhängig davon, wie das Individuum von seinem sozialen Umfeld wahrgenommen und behandelt wird.
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